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Havelland Dachsbergschule braucht schnellen Anbau
Lokales Havelland Dachsbergschule braucht schnellen Anbau
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12:09 28.02.2018
Die Dachsbergschule soll schnell einen Anbau erhalten.
Die Dachsbergschule soll schnell einen Anbau erhalten. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Schon bis Mitte August soll an der Dachsberg-Grundschule ein Anbau fertig sein, in dem drei neue Horträume entstehen. Der enge Plan war im Wirtschaftsausschuss der Stadt Premnitz ein Grund dafür, dass zeitweise eine gereizte Stimmung herrschte, wie man sie von früheren Sitzungen nicht kannte.

Ausgangspunkt ist eine Vorlage von CDU, DMP und Linken, die auch der Stadtverordnetenvorsitzende Christian Peter (CDU) unterzeichnet hat. Er berichtete vom Unmut bei Eltern und in der Schule über die beengte Platzsituation. Die vorhandenen Räume seien „einfach nicht ausreichend“, betonte er. Die Schule habe 22 Räume, sie müsste aber 31 Räume haben, um einen „qualitativ hochwertigen Unterricht“ anbieten zu können, teilte er mit. Man müsse weniger reden und mehr umsetzen.

Platzsituation im Hort „sehr, sehr schwierig“

Die Platzsituation im Hort bezeichnete dessen Leiterin Carmen Henke als „sehr, sehr schwierig“. Gegenwärtig würden dort 215 Kinder betreut. Das sei nur möglich, weil man fünf Räume in Doppelnutzung von Hort und Schule habe, was eigentlich nicht zulässig sei. Zum neuen Schuljahr sei mit 238 Kindern zu rechnen.

Klaus-Wolfgang Warnke (DMP), pensionierter Leiter der Dachsbergschule, tat sein Missvergnügen ungewöhnlich deutlich kund. Er fühle sich in das Jahr 1972 „zurück gebombt“, als er in der Schule begann, behauptete er. Der in Aussicht gestellte Anbau sei bis August nicht zu schaffen. Es gebe gar keine Vergabevorlage, und die nächste Stadtverordnetentagung sei erst im Juni.

Informationsvorlage von vorn nach hinten verlegt

Die Tagesordnung hatte eigentlich vorgesehen, dass zu Beginn die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza eine Informationsvorlage der Verwaltung zum Thema vorstellt. Die Abgeordneten stimmen aber mehrheitlich dafür, erst über die Beschlussvorlage der drei Fraktionen zu sprechen, mit der die Verwaltung dazu aufgefordert wird, bis Juni ein Konzept für die Zukunft der Schule vorzulegen.

Erst später eingeordnet, teilte Carola Kapitza nach der teils erregten Debatte mit, dass aus ihrer Sicht der Anbau bis Mitte August zu schaffen ist. Für März werde die Baugenehmigung erwartet. Die Aufträge für die Bauarbeiten würden in drei Lose geteilt, so dass die Verwaltung die Arbeiten vergeben könne, ohne Sitzungen von Abgeordneten einzuberufen. Der Zeitplan sei „sehr sportlich“, gab sie zu. Aber sie sei optimistisch, dass die Vorgabe eingehalten werden könne.

2019 zwei weitere Etagen mit sechs weiteren Räumen

Die drei Horträume sollen an der Südwestseite der Schule gebaut werden. Der Plan sieht außerdem vor, dass 2019 auf dieses Erdgeschoss zwei weitere Etagen draufgesetzt werden, die weitere sechs Räume enthalten.

Von Bernd Geske