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Dallgow-Döberitz Dallgow beschließt Haushalt für 2020
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18:58 28.11.2019
Die Dallgower Gemeindevertreter haben über den Haushalt für 2020 abgestimmt. Quelle: Danilo Hafer
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Dallgow-Döberitz

Unterm Strich steht ein dickes Minus unter dem Haushalt der Gemeinde Dallgow-Döberitz für das Jahr 2020, den die Gemeindevertreter Mittwochabend verabschiedet haben. Erträgen von 21 322 300 Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 22  793 900 gegenüber. Das macht ein Defizit von rund 1,47 Millionen Euro.

Rücklagen gebildet

„Wir haben versucht, die Aufwendungen zu reduzieren, dennoch bleibt ein deutlicher Fehlbetrag“, erklärte Kämmerer Mario Baumung. Die Differenz könne aber mit den Rücklagen, die die Gemeinde in den vergangenen Jahren, aufgrund positiver Jahresabschlüsse, aufstocken konnte, ausgeglichen werden. Zudem könne sich der Fehlbetrag verringern, wenn die Steuereinnahmen der Gemeinde steigen. Dies sei auch in den vergangenen Jahren geschehen, könne im Vorhinein aber nur schwer geschätzt werden. Ein Kredit wird im nächsten Jahr nicht aufgenommen. Die Gemeinde verfügt über rund 11,3 Millionen Euro an liquiden Mitteln.

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Den größten Teil der Steuereinnahmen macht im nächsten Jahr der Anteil an der Einkommensteuer aus. Allein hier rechnet die Verwaltung mit Erträgen von 5,52 Millionen Euro. Die Gemeinde geht von Mehreinnahmen in Höhe von mindestens 220 000 Euro aus. Es folgt die Gewerbesteuer mit gleichbleibend 2,8 Millionen Euro und allgemeine Schlüsselzuweisungen in Höhe von rund 2,72 Millionen Euro (432 000 Euro weniger als 2019). 51 200 Euro nimmt die Gemeinde durch die Hundesteuer ein.

Diskussion über Verkauf eines Wohnhauses

Im Bereich der Außerordentlichen Erträge rechnet die Verwaltung mit 500 000 Euro, unter anderem durch den Verkauf des sanierungsbedürftigen Wohnhauses in der Charlottenstraße. Dabei haben die Gemeindevertreter nach wie vor die Möglichkeit, sich gegen den Verkauf des Hauses zu entscheiden. Die Grünen-Fraktion kündigte bereits an, den Verkauf nicht zu unterstützen. Sie enthielt sich schließlich auch zur Hälfte bei der anschließenden Abstimmung über den Gesamthaushalt.

Es wird aber auch viel Geld ausgegeben. Rund 3,59 Millionen Euro möchte Dallgow im nächsten Jahr investieren. Allein 1,88 Millionen Euro sollen in den Bereich Schule, Kita und Hort gesteckt werden. Eine Million Euro wird für den dritten Finanzierungsschritt des Kita-Neubaus in der Finkenkruger Straße fällig. Insgesamt plant die Gemeinde hier mit Baukosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro. 400 000 Euro müssen für den letzten Finanzierungsabschnitt der Schulerweiterung in der Steinschneiderstraße eingestellt werden, die im nächsten Jahr abgeschlossen werden soll. 789 000 Euro fallen im Bereich Brandschutz an. Darin enthalten ist unter anderem der Kauf neuer Fahrzeuge. Über 500 000 Euro werden für den Straßenbau eingeplant.

Größter Posten sind die Personalkosten

Die meisten Ausgaben entstehen der Gemeinde jedoch durch den alltäglichen Betrieb. So werden allein rund acht Millionen Euro für Personalkosten fällig. In der Gemeinde sind 166 Menschen beschäftigt, vom Amtsleiter bis zur Kindergärtnerin.

37 Prozent der Ausgaben fallen im Bereich Soziales, Jugend und Hort an. „Zudem müssen wir 27 Prozent der Einnahmen als Umlage an den Kreis zurückzahlen“, erklärte Baumung.

Der Haushalt wurde mit großer Mehrheit beschlossen und kann somit ab 1. Januar in Kraft treten.

Von Danilo Hafer

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