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Dallgow-Döberitz Ideen für kommunales Grundstück gesucht
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18:41 28.10.2019
Das Grundstück liegt direkt neben dem Sportpark an der B5 und wird derzeit als Pferdewiese genutzt. Quelle: Danilo Hafer
Dallgow-Döberitz

Jugendklub, Bolzplatz oder Mehrgenerationenhaus. Ideen, was auf dem kommunalen Grundstück am Ende der Kurmarkstraße in Dallgow-Döberitz, direkt neben dem Sportpark, entstehen könnte, gibt es viele. Doch welche die richtige ist, darüber soll in den nächsten Wochen und Monaten diskutiert werden. Die Gemeinde hat eigens ein Planungsbüro damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten.

1,9 Hektar stehen zur Verfügung

1,9 Hektar ist das Grundstück groß, das die Gemeinde ursprünglich für den Bau eines Jugendklubs gekauft hatte. Dieser wird demnächst erst einmal im ehemaligen Ordnungsamt untergebracht, da das frühere Jugendklubgebäude wegen Baufälligkeit abgerissen wird. Die Unterbringung im Ordnungsamt soll aber nur temporär sein.

Doch ob das Grundstück am Sportpark der ideale Platz für einen neuen Jugendklub ist, darüber sind die Dallgower Gemeindevertreter uneins. „Wir haben doch selbst vom Streetworker gehört, dass die Jugendlichen einen zentraleren Ort bevorzugen würden“, erinnerte Petra Budke (Grüne) auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt, Verkehr und nachhaltige Gemeindeentwicklung. Und auch für die Senioren sei das Grundstück nur schwer zu erreichen.

Theo Hölscher (SPD) sieht schon wieder ein typisches Problem auf die Gemeinde zukommen. „Wenn wir den Jugendklub im Ordnungsamt lassen, machen wir aus einem Provisorium erneut eine dauerhafte Lösung. Dabei hatten wir uns auf einen Neubau verständigt“, mahnte er. Dafür müsse dann eben auch mal Geld in die Hand genommen werden. Und für Bäume, die dem Vorhaben im Weg stehen, müssten entsprechende Ersatzpflanzungen erfolgen.

Auf dem Grundstück ist Wald entstanden

Von der Idee, an diesem Ort sogar Wohnraum zu schaffen, nahmen die Gemeindevertreter recht schnell Abstand. Zu groß sind die Befürchtungen, dass der Lärm des Sportparks und eines Bolzplatzes für Ärger sorgen könnte.

Das Planungsbüro soll in der Machbarkeitsstudie nun mehrere Varianten prüfen. Dabei wurde das Planungsteam schon zu Beginn vor eine Herausforderung gestellt.

„Es hat sich herausgestellt, dass auf dem Grundstück mittlerweile Wald entstanden ist“, erklärte Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG). Das ginge schneller als gedacht, wenn ein Grundstück brach liegt. Auch hier müsse nun die Frage geklärt werden, wie mit dem Stück Wald, knapp 6000 Quadratmeter, umgegangen werden soll.

Senioren wünschen sich Mehrgenerationenhaus

Als Schallschutz für die angrenzenden Wohnhäuser in der Kurmarkstraße sei der Wald nicht breit genug. Er könnte aber optisch für einen Wohlfühlcharakter sorgen, insbesondere, wenn auf der Fläche ein Mehrgenerationenhaus entstehen würde. Der Bau eines solches Objektes würde auch dem Wunsch der Dallgower Senioren entsprechen. Diese wünschen sich seit vielen Jahren einen gemeinsamen Treffpunkt für alt und jung.

Auch über die mögliche Anbindung des Grundstückes wurde auf der Ausschusssitzung bereits gesprochen. Demnach wäre es ideal, die Kurmarkstraße zu verlängern. Eine Anbindung über die nördlich gelegene Kastanienstraße sei nur über zusätzliche Grundstückskäufe zu realisieren.

Von Danilo Hafer

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