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Dallgow-Döberitz Großeinsatz der Feuerwehren
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Großeinsatz der Feuerwehren
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15:52 04.07.2018
Das Feuer hatte sich am Dienstagabend auch in einem Wald ausgebreitet. Mehr als 100 Einsatzkräfte gingen gegen die Flammen vor. Quelle: Julian Stähle
Dallgow-Döberitz

Schon von weitem sahen die Einsatzkräfte aus Dallgow-Döberitz die schwarze Rauchsäule in den Himmel steigen. Um 17.40 Uhr waren sie am Dienstag alarmiert worden, weil zwischen der L 20 und der Döberitzer Heide rund acht Hektar Feld und Wald in Flammen standen. „Gleich auf der Anfahrt haben wir die Falkenseer Feuerwehr nachalarmieren lassen“, sagte Einsatzleiter Ronny Gerhard, stellvertretender Gemeindewehrführer von Dallgow.

Vor Ort angekommen, wusste er, dass es die richtige Entscheidung war. „Es sah nach etwas Großem aus.“ So wurden auch Einsatzkräfte aus Nauen, Brieselang, Groß Glienicke, Wustermark und sogar aus Berlin-Staaken angefordert.

Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen

Umgehend richteten sie einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein, die zu den Wasserentnahmestellen in Dallgow-Ausbau und Seeburg fuhren, so dass es immer Nachschub gab. Unterstützung kam auch von einem Landwirt. Der unterstützte die Kameraden mit einem 10 000-Liter-Fass.

Mehr als 100 Feuerwehrleute waren am Dienstagabend bei Dallgow-Döberitz im Einsatz, um die Flammen auf rund acht Hektar zu Löschen. Dort hatte sich ein Feld entzündet, das Feuer griff auch auf einen angrenzenden Wald über. Nach fünf Stunden war alles gelöscht.

Mit zwölf C-Rohren ging es den Flammen zu Leibe. Diese fanden zu dem Zeitpunkt auf dem Feld noch genug Nahrung, die Halme standen gut einen Meter hoch. Doch damit nicht genug. Das Feuer hatte sich auch schon in einen angrenzenden Wald gefressen. 30 bis 40 Meter tief waren die Flammen in Form kleiner Zungen vorangekommen. „Gott sei Dank war es kein reiner Nadelwald“, so Gerhard. Sonst wäre der Löschaufwand größer gewesen.

Übergreifen des Feuers auf die Heide verhindert

Zudem konnte verhindert werden, dass das Feuer auf die Döberitzer Heide übergriff – auch dank der Zusammenarbeit mit der Sielmannstiftung. Dass sich der Schaden insgesamt noch in Grenzen hielt, hängt auch damit zusammen, dass der Landwirt mit einem Pflug eine Schneise zog, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten konnten. Insgesamt waren 103 Kameraden beim Löscheinsatz dabei mit 27 Fahrzeugen.

Die Brandwache während der Nacht übernahmen derweil einige Jäger, die während ihres Ansitzes ein Auge auf die abgelöschten Flächen hatten. Die Brandbekämpfer mussten jedenfalls nicht mehr eingreifen. „Es war ein tolles Zusammenspiel der sieben Feuerwehren“, lobte Einsatzleiter Gerhard am Schluss. Probleme habe es nach seiner Kenntnis keine gegeben. Gegen 23 Uhr war der Einsatz zu Ende.

Immer wieder brechen Flächenbrände aus

Die Ursache des Feuers ist noch nicht endgültig geklärt, möglicherweise hängt es mit Erntearbeiten zusammen. Jeder Funke kann derzeit ein Feuer auslösen. Denn seit Tagen ist es knochentrocken im gesamten Havelland. Dies führte auch in der Vergangenheit immer wieder zu Flächenbränden.

So musste beispielsweise die Nauener Feuerwehr am vergangenen Sonnabend nach Berge ausrücken, um an zwei Stellen Feldbrände zu löschen – ebenfalls unterstützt von Kameraden aus benachbarten Orten. In dem Falle kamen sie aus Brieselang und Ketzin/Havel. Eine der betroffenen Flächen war ebenfalls knapp acht Hektar groß.

Auch bei Haage kam es zu einem Feuer

Und bereits am Freitag musste die Friesacker Amtswehr zu einem Feldbrand nahe der Ortslage Haage ausrücken. Etwa 16.30 Uhr erfolgte die Alarmierung. Die 47 Einsatzkräfte kamen in dem Falle allein aus. „Wir hatten auch Glück, dass der Wind günstig stand“, sagt der stellvertretende Amtswehrführer Stefan Scharschmidt.

Zudem war man mit dem „Kackedampfer“ – ein zum Tanklöschfahrzeug umgebautes ehemaliges Güllefahrzeug – mit 12 000 Liter vor Ort. „Mit dieser Technik im Rücken hatten wir schon mal einen ordentlichen Schluck Wasser da“, meinte Scharschmidt.

Tage vorher halfen die Friesacker auch dabei, Wald- und Feldbrände bei den Nachbarorten Rhinow und Nennhausen zu löschen. „Ich finde es super, dass gemeindeübergreifend alarmiert wird und nicht jeder nur sein eigenes Feuer sieht. So sollte es sein“, sagte er.

Von Andreas Kaatz

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