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Dallgow-Döberitz Kein Tag ohne Kunst: Fred Schostek von Kleist stellt im Dallgower Rathaus aus
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Kein Tag ohne Kunst: Fred Schostek von Kleist stellt im Dallgower Rathaus aus
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09:24 28.09.2019
Fred Schostek von Kleist hat als Ruheständler mit dem Malen begonnen und stellt eine Auswahl seiner Werke im neuen Rathaus aus. Quelle: Danilo Hafer
Dallgow-Döberitz

Fred Schostek von Kleist sieht sich selbst nicht als Künstler. „Ich bin höchstens ein Malender“, sagt er. Der 84-Jährige stellt derzeit im Dallgower Rathaus eine Auswahl älterer und jüngerer Aquarelle aus. Es ist die erste Ausstellung im neuen Rathaus. Stolz sei von Kleist darauf nicht, aber nur, weil er das Wort nicht mag. „Aber ich freue mich schon sehr, dass ich als Zugezogener als erster meine Bilder hier zeigen darf“, erzählt er.

Von Kleist lebt seit 1991 in Dallgow-Döberitz

Dabei lebt Fred Schostek von Kleist mittlerweile seit 1991 in Dallgow-Döberitz. Die gezeigten Landschaftsaquarelle und zwei Stillleben sind zum Großteil in der Gegend entstanden. So ist auf einem ein Rapsfeld bei Hoppenrade zu sehen. „Meine Frau wollte Spargel kaufen und hat mich am Feldrand abgesetzt. Das Bild habe ich dann vor Ort gemalt“, erinnert sich der 84-Jährige. Zu jedem Bild kann er eine kleine Geschichte erzählen. Auch zum Jahrhundertunwetter, das gänzlich in Grauabstufungen gemalt wurde und nach einer Autofahrt entstand.

Die Bilder sind in der obersten Etage den Rathauses zu sehen. Quelle: Danilo Hafer

Mit dem Malen begann Fred Schostek von Kleist erst, als er in den Ruhestand ging. Die Idee entstand aus einer Bierlaune heraus. „Ein etwas runtergekommener Künstler hat einen Freund und mich in einer Jazzkneipe gemalt. Als das Bild fertig war, dachten wir, das können wir aber besser“, erinnert sich von Kleist. Als mit dem Ausstieg aus dem Berufsleben dann die nötige Zeit vorhanden war, besuchte der Dallgower über zehn Jahre eine Sommerakademie in Bayern.

Für die Aquarelltechnik habe er sich damals aus rein praktischen Gründen entschieden. „Das macht einfach nicht so eine Sauerei, als würde man mit Öl oder Acryl malen“, erklärt von Kleist. Ganz nebenbei sei seine Arbeitsweise auch noch „nachhaltig“, wie der 84-Jährige mit erfrischender Ironie erzählt. „Denn ich spüle meine Paletten nicht ab. So kann ich die Farben auch nach Jahren mit etwas Wasser noch reaktivieren.“

Kein Freund des Fotorealismus

Für Aquarelle spreche aber auch noch etwas anderes. „Wenn man fotorealistisch malen möchte, kann man auch gleich fotografieren“, sagt von Kleist. Beim Malen könne der Künstler seine Interpretation des Ortes, so wie er ihn gesehen hat, aufs Papier bringen.

Kobaltblau, lichter Ocker, Kadmiumrot, Reingelb, Sepiabraun und Paynesgrau, mehr braucht der Dallgower für seine Landschaften nicht.

Im Leben des 84-Jährigen ging es schon immer darum, Dinge zu gestalten. Der Dallgower hat als Interieurdesigner für ein großes Unternehmen gearbeitet und war verantwortlich für die Außendarstellung von sechs Firmen. Und so vergeht auch heute kein Tag, an dem Fred Schostek von Kleist nicht in irgendeiner Form etwas Kreatives in seinem Haus erschafft.

Der 84-Jährige entwirft auch Keramik und Möbelstücke

„Und wenn es nur eine Idee ist, die ich zu Papier bringe, irgendwas mache immer“, erzählt er. Dabei beschränkt er sich jedoch keinesfalls nur auf Aquarelle. Er gestaltet Gebrauchskeramik und Plastiken und entwirft Möbel für Familie, Freunde und Bekannte. „Die Möbel baue ich meist als Modell aus Holz, früher habe ich auch noch selbst geschweißt“, erzählt er.

Die Aquarelle sind ab sofort im Rathaus, Wilmsstraße 41, in Dallgow-Döberitz zu sehen.

Von Danilo Hafer

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