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Dallgow-Döberitz Keine neuen Baugebiete bis 2021 in Dallgow
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17:29 23.10.2019
Viele Bauvorhaben werden derzeit in Dallgow umgesetzt: Auch im Nassen Dreieck haben die Bauarbeiten begonnen. Quelle: Danilo Hafer
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Dallgow-Döberitz

Bis einschließlich 2021 sollen in der Gemeinde Dallgow-Döberitz keine neuen Wohnbauflächen ausgewiesen werden. Dafür haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Klima, Umwelt, Verkehr und nachhaltige Gemeindeentwicklung auf ihrer Sitzung am Dienstagabend ausgesprochen.

Viele Bauvorhaben werden derzeit umgesetzt

„Wir haben die Situation, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren viele Wohneinheiten fertig gestellt werden, was so nicht geplant war“, begründete Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG) den Antrag. So habe es unter anderem in Neu Döberitz eine lange Verzögerung gegeben, da zunächst eine Lärmschutzwand an der B5 genehmigt und gebaut werden musste. Auch der Helma-Wohnpark in der Bahnhofstraße liegt nicht im Zeitplan.

Derzeit befinden sich sieben Vorhaben in der Umsetzung. Weitere Interessenbekundungen liegen der Verwaltung bereits vor. Hinzu kommen Nachverdichtungen durch Lückenschlüsse oder Abriss und Neubau. „Mit dem Zuzug müssen wir auch der sozialen Infrastruktur die Chance geben, im Gleichgewicht zu bleiben“, so Hemberger. Derzeit wird die Schule erweitert und der Bau einer Kita in der Finkenkruger Straße geplant. So werden dringend erforderliche Kita- und Hortplätze geschaffen, um die aktuelle Situation zu entlasten.

Ziel: ausgewogene Bevölkerungspyramide

„Die zusätzliche Schaffung von Wohnraum in den nächsten zwei bis vier Jahren könnte dazu führen, dass wiederum Engpässe entstehen, die bauliche Maßnahmen erfordern, so dass Objekte entstehen, die einige Jahre später nicht ausgelastet sind und dennoch die Kommune finanziell belasten“, heißt es in der Begründung des Antrags. Ziel der Gemeindeentwicklungsplanung sei eine ausgewogene Bevölkerungspyramide. Eine sprunghafte Erweiterung der Baufläche erschwere dies.

Der Antrag des Bürgermeisters macht nicht für alle Ausschussmitglieder und Zuhörer Sinn. „Die Gemeindevertreter müssen eh jedes Mal gefragt werden“, sagte Ralf Böttcher (CDU). Zudem haben sich die Gemeindevertreter in der Vergangenheit bereits für eine ideale Gemeindegröße mit 12 000 Einwohnern entschieden. Laut Verwaltung würden allein die derzeit in der Umsetzung befindlichen Bauvorhaben, mit 424 Wohneinheiten, einen Zuwachs von 1000 Menschen oder mehr bedeuten. Das Ziel wäre damit schon fast erreicht.

Gemeindevertreter müssen noch zustimmen

Fritz Kluchert (CDU) sah in dem Antrag vor allem eine Arbeitsvermeidungsstrategie der Gemeindeverwaltung. „Klar ist das ein Schaufensterantrag. Aber es ist auch ein klares Signal an Interessenten, dass hier keine Investitionen mehr möglich sind“, sagte Theo Hölscher (SPD).

Schon jetzt leben in der Gemeinde Dallgow-Döberitz knapp über 10.000 Einwohner. Am nächsten Mittwoch müssen die Gemeindevertreter über den Antrag abstimmen.

Von Danilo Hafer

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