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Dallgow-Döberitz Kriegsdenkmal soll erhalten bleiben
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Kriegsdenkmal soll erhalten bleiben
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15:50 14.05.2019
Landrat Roger Lewandowski besuchte am 14. Mai 2019 die Gemeinde Dallgow-Döberitz. Auf dem Plan stand ein Besuch der Weißen Maria, einem Kriegsgefangenen-Denkmal. Quelle: Danilo Hafer
Dallgow-Döberitz

Über 600 Quadratmeter Nutzfläche, vier Etagen, eine Kegelbahn, ein Saal und eine Hausmeisterwohnung. Auf dem Papier ist das neue Vereinsheim des SV Dallgow 47 schon durchgeplant, ob es aber auch umgesetzt wird, steht noch in den Sternen.

„Wenn ich im Lotto gewinne vielleicht“, sagte Vereinschef Markus Rohrbeck mit einem Augenzwinkern.

Pläne für neues Vereinsheim liegen schon auf dem Tisch

Der Chef des mit 1300 Mitgliedern zweitgrößten Sportvereins im Havelland nutze den Besuch von Landrat Roger Lewandowski (CDU) am Dienstag, um ihm die Pläne für den Neubau zu zeigen. Dieser zeigte sich beeindruckt, stellte aber auch die Frage nach dem Zeitplan und vor allem den Kosten.

Einen Zeitplan gibt es noch nicht und die Baukosten wurden ursprünglich auf rund 1,6 Millionen Euro geschätzt. Angesichts steigender Baupreise, werden sich die Kosten aber wohl noch erhöhen.

Landrat Roger Lewandowski besuchte die neue Geschäftsstelle des SV Dallgow. Quelle: Danilo Hafer

Das Vereinsheim des Dallgower Sportvereins stammt etwa aus den 1970er Jahren. Im März hat die Geschäftsstelle dort ihre Räume bezogen. „Hier war schon immer der Sitz der Geschäftsstelle, bisher gab es aber nur einen Briefkasten“, so Rohrbeck. Knapp 11000 Euro hat der Verein in die Ertüchtigung des Flachbaus gesteckt und ein Büro mit Küche eingerichtet. Die Maßnahme wurde zu 66 Prozent vom Landkreis gefördert.

Verein hat 26 Sportarten

Direkt vor dem Vereinshaus liegt der Bogenschießplatz. Das Bogenschießen ist mittlerweile die drittstärkste der insgesamt 26 Sparten des Sportvereins. Rund 90 Sportler trainieren hier regelmäßig. Derzeit kümmert sich eine 450-Euro-Kraft in der Geschäftsstelle um die Belange der Mitglieder. Ab nächstem Jahr könnte die Stundenzahl, durch des Unterstützungsprogramms für Vereine des Landkreises, auf 30 Stunden erhöht werden.

In das bestehende Gebäude möchte der Verein indes nicht mehr investieren. „Wir werden hier keinen Cent mehr reinstecken, das lohnt sich einfach nicht mehr“, sagt Markus Rohrbeck.

Hin und Her um die „Weiße Maria“

Investiert werden soll hingegen an einem anderem Ort in der Gemeinde Dallgow-Döberitz. Die „Weiße Maria“, eine Statur die um 1916 von Kriegsgefangenen verschiedener Nationen, unter anderem Franzosen und Russen, gebaut wurde, steht seit vielen Jahren unbeachtet zwischen Bäumen an einem Feld.

Die „Weiße Maria“ steht versteckt an einem Feldrand. Quelle: Danilo Hafer

Die Gemeinde würde das Denkmal gerne erhalten. „Das Problem ist, dass die Maria auf einem Privatgrundstück steht und wir keine Zuwegung dorthin haben“, sagte Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG) bei einem Vor-Ort-Termin.

Sanierung hängt an der Zuwegung

Das Problem könnte gelöst werden, wenn von der Straße zwischen Elstal und Rohrbeck eine neue Zuwegung zum Feld geschaffen wird. „Dazu müssen wir den Graben überqueren, derzeit wird uns das aber nicht erlaubt“, sagte Ordnungsamtsleiter Peter Kristke.

Einig waren sich alle darin, dass das Denkmal erhalten werden muss. „Das Besondere ist ja, dass es die Kriegsgefangenen selbst errichtet haben. So etwas gibt es im Havelland sonst nicht“, betonte Roger Lewandowski.

Von Danilo Hafer

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