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Dallgow-Döberitz Mit 100 km/h durch den Ort: Blitzer für Seeburger Ortsdurchfahrt gefordert
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Mit 100 km/h durch den Ort: Blitzer für Seeburger Ortsdurchfahrt gefordert
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09:20 11.01.2020
Die Seeburger wünschen sich einen Blitzer für ihre Kreuzung. Quelle: Hafer
Seeburg

Wenn die Ortsdurchfahrt Seeburg im kommenden Sommer saniert wird, wollen die Seeburger auch das Raserproblem in Angriff nehmen. Ein stationärer Blitzer im Kreuzungsbereich von L20 und Alter Dorfstraße soll das Problem lösen. Die Fraktion aus Freier Wählergemeinschaft und FDP stellt dazu in der nächsten Gemeindevertretersitzung einen entsprechenden Antrag. Zuvor wird dieser noch im Ortsbeirat Seeburg am 16. Januar beraten.

Tempolimit wird ignoriert

„In den letzten Jahren wurde durch Messungen des Bauamtes festgestellt, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich der Ortsdurchfahrt durch zahlreiche Kraftfahrer, insbesondere nachts zum Teil deutlich überschritten wird“, erklärt Ortsvorsteher Harald Wunderlich (FWG). Teilweise wurden Rekordwerte von weit über 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Und das in einem Bereich, in dem Tagsüber 50 und ab 22 Uhr nur 30 km/h gefahren werden dürfen.

„Die Messungen haben gezeigt, dass sich nur etwa 0,3 Prozent an die 30 halten“, so Wunderlich. Ein fester Blitzer, der die Geschwindigkeit in beide Richtungen misst, sei hier die einzige Alternative.

Zweites Problem: Rotlichtverstöße

„Der Landkreis hat im vergangenen Jahr zwar drei- bis viermal die Geschwindigkeiten gemessen, das ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, so Wunderlich.

Neben den zu hohen Geschwindigkeiten seien zahlreiche Rotlichtverstöße ein weiteres großes Problem. Daher sollte der Blitzer nach Möglichkeit ein kombiniertes Gerät sein, das sowohl Geschwindigkeits- als auch Rotlichtverstöße aufzeichnen kann. „Viele Autofahrer nutzen die lange Gerade im Ort, um noch mal richtig Gas zu geben, wenn sie sehen, dass die Ampel auf gelb umschaltet“, erzählt Wunderlich. Dies sei eine große Gefahrenquelle für andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere für Fußgänger, die die Straße überqueren.

Der Landesbetrieb Straßenwesen, der zu Beginn der nächsten Sommerferien mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt beginnen wird, hatte in der Vergangenheit bereits seine Zustimmung geäußert, die nötigen Kabel und Vorrichtungen im Kreuzungsbereich zu verbauen. Geklärt werden müsse jedoch, welche Stelle schließlich für das Gerät zuständig ist. „Hier müssen sich Gemeinde und Landkreis einigen. Da die Bauarbeiten Mitte des Jahres beginnen sollen, ist bei den notwendigen Abstimmungen Eile geboten“, betont Harald Wunderlich.

Maßnahmen für Engelsfelde gefordert

Maßnahmen wünscht sich der Ortsvorsteher auch für die Ortsdurchfahrt in Engelsfelde. Hierzu reicht die FWG/FDP-Fraktion ebenfalls einen Antrag ein, der auf Grundlage des Lärmaktionsplans die Einführung eines Tempolimits von ganztägig 30 km/h fordert. Derzeit gilt ein entsprechendes Tempolimit nur montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr und nur auf einer Strecke von 150 Metern. Das ganztägige Tempolimit soll für die gesamte Ortsdurchfahrt gelten und mehr Sicherheit und weniger Lärm bringen.

Mehr zum Ausbau der L20 lesen Sie HIER.

Von Danilo Hafer

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