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Dallgow-Döberitz Schnelle Lösung für Haus ohne Heizung ist nicht in Sicht
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Schnelle Lösung für Haus ohne Heizung ist nicht in Sicht
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06:27 29.03.2019
In dem Haus in der Dallgower Charlottenstraße 6 leben derzeit noch zwei Mieter. Die anderen Wohnungen stehen leer. Quelle: Danilo Hafer
Dallgow-Döberitz

Eine schnelle Lösung scheint für das dringend sanierungsbedürftige Haus in der Charlottenstraße in Dallgow-Döbeirtz noch immer nicht in Sicht. Eigentlich sollten die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung am Mittwochabend einen Grundatzbeschluss fassen, ob das gemeindeeigene Mehrfamilienhaus verkauft werden soll oder nicht.

Teile des Grundstücks sollen nicht verkauft werden

Im Verlauf der Diskussion änderte Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG) seinen Antrag. So soll zunächst ein Verkehrswertgutachten erstellt und geprüft werden, ob und wie das insgesamt 1788 Quadratmeter große Grundstück geteilt werden könnte. Denn bei einem Punkt waren sich alle Gemeindevertreter einig: Dallgow braucht bezahlbaren Wohnraum.

„Herr Kristke hatte einst den Vorschlag gemacht, das Geld, das für die Sanierung geplant war und den Erlös aus dem Verkauf in einen Neubau zu investieren“, erklärte Jörg Vahl (CDU). Daher machte Vorschlag den Vorschlag, zwar das Gebäude zu verkaufen, aber einen Teil des Grundstücks zu behalten, um darauf ein neues Gebäude zu bauen, das gemeindeeigenen Wohnraum bietet.

Sanierung sollte 670.000 Euro kosten

Für die Sanierung des Gebäudes waren ursprünglich rund 670 000 Euro angesetzt. Da der Mehrheit der Gemeindevertreter diese Summe jedoch zu hoch war, für das zu erwartende Ergebnis der Sanierung, entschieden sie sich gegen die Modernisierung. Seit 1995 ist die Gemeinde Eigentümer des Hauses, seit 2015 auch für die Verwaltung zuständig. „Ab 2016 haben wir dann auch mit der Bestandsaufnahme begonnen“, erklärte Jürgen Hemberger.

Auch für Jugendklub noch keine Lösung

„Eigentum verpflichtet“, dieser Satz war auf der Sitzung immer wieder zu hören, gepaart mit dem Unverständnis, wie das Gebäude überhaupt in einen solch schlechten Zustand kommen konnte. Und es ist nicht das einzige Gebäude der Gemeinde, das sich in keinem guten Zustand befindet. So ist der Jugendklub in der Seestraße seit Dezember gesperrt. Ein neues Gutachten belege nun, dass die gesamten Deckenbalken von Schädlingen befallen und marode sind. Das Gebäude bleibt also weiter gesperrt.

„Auch wir selbst sind mitverantwortlich für die Zustände“, sagte Christoph Janssen (SPD), was jedoch nicht alle so sahen. Allerdings lägen den Gemeindevertreten auch keine aktuellen Aufstellungen über die Gebäude der Gemeinde vor. „Die letzte Liste ist aus dem Jahr 2004“, so Janssen.

Für das Haus in der Charlottenstraße gibt es nun mehrere Optionen. Neben dem Verkauf und einem Neubau auf dem gleichen Grundstück, hat sich die Gemeindeverwaltung auch über die Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft informiert.

„Allerdings wäre der Betreib einer eigenen GmbH mit nur einem Gebäude eher schwierig“, merkte der Bürgermeister an. „Es ist nicht das einzige Mietwohnobjekt der Gebäude,“, entgegnete Petra Budke (Grüne). Die Gründung einer Gesellschaft wäre aus ihrer Sicht also möglich.

Von Danilo Hafer

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