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Dallgow-Döberitz Wohnhaus am Dallgower Bahnhof feiert Richtfest
Lokales Havelland Dallgow-Döberitz Wohnhaus am Dallgower Bahnhof feiert Richtfest
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16:25 30.10.2019
Vertreter von Gemeinde, Investoren und der Bauherr schlugen die obligatorischen letzten Nägel ins Holz. Quelle: Danilo Hafer
Dallgow-Döberitz

Pünktlich zum Richtfest rückte Mittwochmittag der Baukran vom Hof des künftigen seniorengerechten Wohnprojektes gegenüber des Dallgower Bahnhofs ab. Der Rohbau ist damit offiziell fertiggestellt. Im Inneren haben bereits die Maler und Trockenbauer ihre Arbeit aufgenommen.

90 Prozent bereits vermietet

„Bis 30. April soll alles fertig sein und an die künftigen Nutzer übergeben werden“, erklärte Gerd Mielke, Geschäftsführer der Quattrohaus GmbH, die das Bauvorhaben umsetzt. 59 Zwei-Zimmer-Wohnungen entstehen hier auf vier Etagen mit einer Gesamtfläche von rund 4500 Quadratmeter. „Fast 90 Prozent der Wohnungen konnten wir schon an Senioren vermieten“, verkündete Mielke.

Die Wohnungen sind auf die Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten. Quelle: Danilo Hafer

Die Wohnungen haben eine Größe von 45 bis 70 Quadratmeter und sind über einen Aufzug barrierefrei zu erreichen. Neben anmietbaren Pkw-Stellplätzen verfügt der Neubau auch über Fahrrad- und Rollatorstellplätze. Jede Wohnung hat zudem einen Zugang zu einem eigenen Balkon oder einer Terrasse.

Barrierefrei, zentral und im Grünen gelegen. Das zeichnet das neue Wohnobjekt aus. „Den kleinen Park im Innenhof, mit seinem alten Baumbestand, werden wir mit weiteren Pflanzungen zusätzlich aufwerten“, so Mielke.

15 Millionen werden investiert

Rund 15 Millionen Euro werden in den Neubau investiert, der aus zwei Gebäuden besteht. Ein viergeschossiger Winkelbau reicht vom historischen Altbau in der Bahnhofstraße bis zur Seestraße, an der Seestraße steht ein kleineres, dreigeschossiges Haus. Neben den seniorengerechten Wohnungen wird das Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege aus Nauen Räume im Erdgeschoss beziehen. Dort soll es unter anderem eine Tagespflege und eine Senioren-Wohngruppe mit Platz für bis zu zwölf Personen geben.

Quattrohaus-Geschäftsführer Gerd Mielke. Quelle: Danilo Hafer

Auch ein Friseur wird im Erdgeschoss sein Geschäft eröffnen. „Wir haben aber noch etwas Platz, etwa für eine Physiotherapie“, erklärte Gerd Mielke. Mit der Kombination aus Wohn- und Pflegeangeboten soll ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglicht werden, ohne im Bedarfsfall auf Hilfe verzichten zu müssen.

Auch Vertreter der Gemeinde Dallgow-Döberitz kamen zum Richtfest, um einen der obligatorischen letzten Nägel ins Holz zu schlagen. „Endlich verschwindet ein großer Schandfleck in der Mitte des Ortes“, sagte Dallgows stellvertretender Bürgermeister Peter Kristke. Das Areal gegenüber des Bahnhofs lag viele Jahre brach. Ursprünglich sollte auf dem Gelände ein Pflegeheim entstehen. Ein entsprechender Bebauungsplan trat 2009 in Kraft.

Ende April soll alles fertig sein. Quelle: Danilo Hafer

Für Bauunternehmen und Investoren werde der Berliner Speckgürtel immer interessanter. „Bei den aktuellen Entwicklungen in Berlin ist nicht absehbar, wie sich die Situation dort in den nächsten Jahren entwickelt. Daher gehe ich davon aus, dass stärker auf den Speckgürtel geschaut wird und auch in vergleichsweise kleinen Gemeinden investiert wird“, sagte Gernoth Apitz, Direktor Projektentwicklung bei Quattrohaus.

Dallgow sei dafür ein geradezu ideales Beispiel. „Hier sind Einkaufsmöglichkeiten fußläufig zu erreichen. Und mit dem Zug sind sie schnell in Berlin, also perfekt angebunden“, so Apitz. Zudem habe die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sehr gut funktioniert, betonte Gernoth Apitz.

Von Danilo Hafer

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