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Dallgow-Döberitz Ausflug ins Naturparadies: Rundweg durch die Döberitzer Heide
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14:33 21.05.2020
In Sielmanns Naturlandschaft in der Döberitzer Heide leben in der Wildniskernzone etwa 90 Wisente weitgehend unbeeinflusst vom Menschen. Quelle: Heinz Sielmann Stiftung
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Döberitzer Heide

Die über 3500 Hektar große Döberitzer Heide ist ein einmaliges Naturparadies und eine Oase unberührter Wildnis vor den Toren Berlins. Das ehemalige militärische Übungsgelände, das seit 2004 im Besitz der Heinz-Sielmann-Stiftung ist, beherbergt fast 5000 Tier- und Pflanzenarten, die andernorts vielfach bereits verdrängt sind und steht unter Naturschutz.

Verschiedene Wanderwege durchziehen das Gebiet auf einer Länge von insgesamt 55 Kilometern. Zugänge gibt es an verschiedenen Orten rund um die Naturlandschaft, von Krampnitz im Süden bis Dallgow-Döberitz im Norden. Von dort können auch kleine Wanderschleifen für einen Kurzausflug in die Natur erkundet werden.

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Seltene Wildpferde leben in der Wildniskernzone in der Döberitzer Heide. Quelle: Ralf Stork

Als Startpunkt für den ausgedehnten Rundweg eignet sich Elstal. Dort betreibt der Naturschutz-Förderverein Döberitzer Heide eine Naturschutzstation. Von dort starten regelmäßig geführte Wanderungen.

Auch wer sich selbst auf den Weg macht, kann viel entdecken. Der 25 Kilometer lange Rundweg durch das sandige Dünengelände führt entlang ausgedehnter Heideflächen, die von der charakteristischen Besenheide geprägt werden, am Feuchtgebiet Ferbitzer Bruch vorbei und durch lichte Waldgebiete mit ihrem Bestand an Eichen und Birken.

Rothirsche in der Döberitzer Heide. Quelle: Peter Nitschke

Mit ein wenig Glück kann man Wisente, Przewalski-Pferde oder Rotwild während der Wanderung beobachten. Der Weg umrundet die knapp 2000 Hektar große Wildniskernzone, die zum Schutz der seltenen Tiere von der sogenannten Naturerlebnis-Ringzone durch Zäune getrennt ist. Die in der Wildniskernzone ausgesetzten Tiere wie Rothirsche, Wisente und Przewalski-Pferde leben weitestgehend unbeeinflusst vom Menschen.

Sie sollen durch ihr Fressverhalten das Gelände vor dem Zuwachsen bewahren und die offene oder halboffene Landschaft erhalten. Wisent und Przewalski-Pferd waren im 20. Jahrhundert außerhalb von Zoos und Gehegen ausgestorben.

In der Döberitzer Heide leben sie wieder frei in der Natur und kehren zurück zu ihrem ursprünglichen Verhalten. Im Januar 2008 wurden die ersten Przewalski-Pferde und zwei Monate später die ersten Wisente in die Eingewöhnungszone entlassen. Inzwischen hat sich der Bestand der seltenen Tiere vervielfacht. Wer Glück hat und sich auf der Wanderung ruhig verhält, kann eines der etwa 90 Wisente, 24 Przewalski-Pferde oder 90 Rothirsche in der naturbelassenen Landschaft entdecken.

Besondere Ausblicke

Auf etwa der Hälfte der Rundstrecke befindet sich der Aussichtsturm am Finkenberg. Auf der höchsten Erhebung der Döberitzer Heide errichtet, ermöglicht der 13 Meter hohe Turm einen prächtigen Panoramablick bis nach Berlin und über das Havelland.

Der Aussichtsturm auf dem Finkenberg in der Döberitzer Heide. Quelle: F. Geisler

Entlang der Strecke gibt es ein Dutzend Rastplätze, eine Möglichkeit zur gastronomischen Einkehr besteht auf der gesamten Wanderung jedoch nicht. Wasser und Verpflegung sollten also in ausreichender Menge mitgeführt werden.

Wer den großen Rundweg erfolgreich gemeistert hat, kann, zurück am Ausgangspunkt, noch einen Abstecher zu Karls Erlebnisdorf in Elstal machen und sich dort von den Anstrengungen erholen.

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Von MAZ

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