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Havelland Das Havelland feiert sich selbst
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19:07 11.12.2018
Es spielte das Jugendblasorchester der Kunst- und Musikschule. Quelle: Joachim Wilisch
Rathenow

Jawohl, der Abend hätte mehr Gäste verdient. Immerhin lagen die Eintrittskarten für den Festakt zum Kreisjubiläum in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen aus. Genutzt haben das nicht viele und so waren die meisten der etwa 250 Besucher am Dienstag im Kulturzentrum geladene Gäste. Die erlebten eine Havelland-Show, die Kulturreferent Bruno Kämmerling und Sabine Kosakow-Kutscher mit Musik- und Tanzgruppen sowie Stefan Schulz vom Rathenower Laientheater Lichtblick in Szene setzten.

Der Landkres Havelland feierte sein 25jähriges Bestehen mit einem Festakt im Kulturzentrum. Auf der Bühne gab es in Theaterszenen und mit Musik eine Reise durch zweieinhalb Jahrzehnte Havelland. Danach lud Landrat Roger Lewandowski zum Empfang.

„Extrablatt“, rief Stefan Schulz und zitierte vor dem Auditorium aus verschiedenen Ausgaben der Märkischen Allgemeinen, die im Jahr 1993 erschienen sind. Wie sich der Landrat des Kreises Rathenow und des Kreises Nauen zur Vereinigung stellten, erfuhr man da. Unten in der ersten Reihe saßen Dieter Dombrowski und Burkhard Schröder, der später der erste Landrat des Kreises war, und applaudierten, bevor sie zum Interview auf die Bühne gebeten wurden.

Verhandlungen in Friesack

Die Vereinigungsverhandlungen fanden in Friesack statt, erinnerte sich Dieter Dombrowski. Und er erzählte, wie er den Landrat Schröder davon überzeugen wollte, das RN-Autokennzeichen beizubehalten. „Das hat nicht geklappt“, sagte Dombrowski, der jetzt Vizepräsident des Landtages ist.

Geklappt hat allerdings etwas anderes: der Landkreis Havelland ist ein Leuchtturm im Land Brandenburg, wirtschaftlich stark und mit Perspektive. „Aber erst mussten wir zusammenwachsen und das hat ja mit der Zeit auch funktioniert“, so Burkhard Schröder.

Auf die Frage, was denn den typischen Havelländer ausmache, sagte der Altlandrat: „So genau kann man es nicht identifizieren. Die Menschen sind verschieden aber verlässlich – und im Speckgürtel sind es wohl eher Berliner-Havelländer.“

Burkhard Schröder (links) und Dieter Dombrowski (rechts) im Interview. Quelle: Joachim Wilisch

Tänze vom Gariltzer Carnevalsverein

Mit einem lauten „Heureka“ vermeldete Stefan Schulz als Johann Heinrich August Duncker die Erfindung der Vielschleifmaschine, in der Figur des Theodor Fontane sagte er – hübsch betont – das Gedicht des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland auf. Als Reisender in Sachen Bildung erzählte er von dem Oberstufenzentrum, den Schulen, der Kunst- und Musikschule des Kreises und der Kreisvolkshochschule.

Sehenswerte Dörfer gibt es in der Region – Garlitz zum Beispiel, das sich auf den Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vorbereitet. Von hier kam die Tanzgruppe des Garlitzer Carnevalsvereins – mit zwei Tänzen und das Publikum klatschte begeistert mit. Mitsingen durften die Gäste bei den Melodien des Duo „Con Emozione“ aus Paretz und das Jugendblasorchester der Kunst- und Musikschule spielte auf höchstem Niveau.

Festakt 25 Jahre Havelland: Tanzgruppe Garlitzer Carnevalsverein

Zur Stunde feiert der Landkreis Havelland sein 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Kulturzentrum Rathenow. Wir sind natürlich auch dabei und lassen euch ein wenig teilhaben. Hier seht ihr die Tanzgruppe des GCC - Garlitzer Carneval Clubs. Und hier geht's zum passenden Artikel: http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Das-Havelland-feiert-sich-selbst

Gepostet von MAZ Havelland am Dienstag, 11. Dezember 2018

Danach lud Landrat Roger Lewandowski, der Burkhard Schröder im Jahr 2016 abgelöst hatte, zum Empfang ins Foyer. „Eine schöne Feier und eine gute Gelegenheit Freunde zu besuchen“, sagte Lutz Clefsen, ehemaliger Kreispräsident im Partnerkreis Rendsburg-Eckernförde. Und Sigurd Hofacker aus Siegen-Wittgenstein, dem anderen Partnerkreis stimmte zu: „Da kommen wir doch gerne.“

Von Joachim Wilisch

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