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Havelland Im Havelland steigen die coolsten Festivals – aber einige haben Probleme
Lokales Havelland Im Havelland steigen die coolsten Festivals – aber einige haben Probleme
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18:01 20.05.2019
Seit 20 Jahren zieht das Festival Nation of Gondwana Musikfans und exotische Gestalten nach Grünefeld. Quelle: Tanja M. Marotzke
Havelland

Alles begann ganz klein vor 20 Jahren auf dem Acker in Grünefeld. „Wir haben etwa 200 Sonnenschirme aufs Feld gestellt und am Ende kamen rund 1500 Besucher. Keine große Sache“, sagt Markus Ossevorth.

In diesem Jahr erwartet der Veranstalter des Musikfestivals Nation of Gondwana im Schönwalder Ortsteil Grünefeld rund 10 000 Musikfans. „Wir sind auch schon fast komplett ausgebucht“, so Ossevorth. Das Produktionsbudget ist von anfänglich 72 000 Deutsche Mark auf nun rund 1,1 Millionen Euro gestiegen.

Durch die Nähe zu Berlin hat sich das Havelland in den vergangenen Jahren zu einem Mekka für Musikfans entwickelt. Mehrere Festivals locken jedes Jahr tausende Besucher.

In diesem Jahr feiert das Festival vom 19. bis 21. Juli sein 25-jähriges Bestehen und seine 20. Auflage in Grünefeld. „Dafür haben wir uns natürlich auch etwas Besonderes ausgedacht. Was genau, verrate ich aber jetzt noch nicht“, sagt Ossevorth.

Nation of Gondwana seit 20 Jahren in Grünefeld

Das Festival zog vor 20 Jahren nach Grünfeld, war zuvor unter anderem schon in Altlandsberg und Groß Köris angesiedelt. In Grünefeld hat es aber sein zu Hause gefunden. „Die Bedingungen sind einfach sehr gut und das Dorf und die Verwaltung haben uns immer bei allem unterstützt“, so Ossevorth.

Zwei Festivals in Friesack

So wie Ossevorth fühlen sich viele Festival-Veranstalter im Havelland wohl. In der jüngsten Vergangenheit hat sich etwa die Freilichtbühne Friesack zu einem Festival-Kleinod entwickelt. Bereits zum 20. Mal findet dort vom 9. bis 10. August das Frierock statt.

Mit rund 500 Besuchern zählt es zu den eher kleinen Festivals. Ebenso wie das Pax Terra Musica Friedensfestival, das in der letzten Juliwoche zu Konzerten, Vorträgen und Workshops lädt. Im vergangenen Jahr hatte das Festival das erste Mal ins Havelland eingeladen.

Antaris in Stölln steht auf der Kippe

Ganz ohne Verschwörung dafür aber umso bunter geht auf der Antaris in Stölln zu. Vom 5. bis zum 8. Juli wird der Flugplatz am Gollenberg wieder Austragungsort für das Goa-Festival. Dabei ist die Zukunft der Veranstaltung eher ungewiss, da die Gemeinde die Gebühren für die Nutzung des Geländes um fast 10 000 Euro erhöht hat.

Der australische Musiker Nick Cave trat 2013 auf dem Greenville-Festival im MAFZ Erlebnispark auf. Das Festival wurde nach der zweiten Auflage eingestellt. Quelle: dpa-Zentralbild

Doch nicht alle Festivals haben es auf lange Sicht in der Region geschafft. Nach zwei Auflagen hatte der Veranstalter des Greenville-Festivals im MAFZ Erlebnispark Paaren im Glien im Jahr 2014 aufgegeben und das Festival kurzfristig abgesagt. Wenig später meldete dieser Insolvenz an.

Dabei zähle das Greenville mit fast 20 000 Besuchern zu den größten Musikveranstaltungen der Region. Hier traten Größen wie Nick Cave oder Deichkind auf.

Auch Nation of Gondwana soll mehr zahlen

Existenziell könnte es auch für den Veranstalter der Nation of Gondwana werden. Die Forst kündigte schon im vergangenen Jahr an, die Nutzungsgebühren für den Wald, in dem das Festival gefeiert wird, zu erhöhen, von bisher 2000 auf dann rund 43 000 Euro. Ossevorth hat inzwischen gegen die Forst geklagt. „Die Schriftsätze sind ausgetauscht und wir warten auf einen Gerichtstermin“, sagt er.

Dorfjugend wird in Vorbereitungen einbezogen

An der Jubiläumsausgabe ändert dies aber nichts. Der Produktionsplan steht bereits. Ab 10. Juli wird mit dem Aufbau begonnen. Dabei kommt auch Hilfe aus Grünefeld. „Es haben sich schon rund 100 Jugendliche aus dem Ort und der Umgebung zum Helfen angemeldet, das ist wirklich toll“, so Ossevorth.

Als kleines Dankeschön möchten die Festivalmacher dann Workshops organisieren. Etwa zum Thema Plattenauflegen und Mixen. „Wir können es schon jetzt kaum erwarten, dass es losgeht und wir wieder nach Grünefeld fahren können.“

Von Danilo Hafer

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