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17:16 20.12.2013
Mit vereinten Kräften wurde das Band vor den Aufzügen durchgeschnitten. Das Bahnlogo blieb dabei heil. Quelle: Konrad Radon
Wustermark

Bürgermeister Holger Schreiber hat am 20. Dezember 2013 gemeinsam mit dem Konzernbeauftragten der Deutschen Bahn für Brandenburg Joachim Trettin und Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger die beiden Personenaufzüge am Bahnhof freigegeben. Rund eine Million Euro haben der Bund (85 Prozent) und die Bahn in das Bauwerk aus Stahl und Glas investiert. Die Bahnsteige sind nun auch mit schwerem Gepäck, Kinderwagen oder für Rollstuhlfahrer bequem zu erreichen. In einer Höhe von fünf Metern gehen die Fahrgäste über eine Brücke von einem zum anderem Aufzug. Wobei Bahn-Mitarbeiter Friedemann Keßler, zuständig für alle Bahnhöfe im Regionalbereich Nord, auf eine Besonderheit hinwies: "Nur neben dem vorderen Fahrstuhl gibt es eine Evakuierungstreppe. Die darf nur bei Notfällen benutzt werden." Gleichzeitig bat er die Wustermarker darum, die Augen bezüglich möglicher Zerstörungen offen zu halten.

Am Freitag herrschte rings um den Bahnhofsvorplatz die pure Freude. Auch bei Wustermarks Ortsvorsteher Manfred Rettke, der sich an die Zeit kurz nach der Wende erinnerte, "als wir gemeinsam mit den Dallgowern für einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen in beiden Orten demonstriert haben - meistens morgens um 6Uhr." Doch der Erfolg blieb aus. "Mal kam die Zusage der Bahn, dann wurde sie wieder aufgehoben und es mussten neue Fahrgastzählungen gemacht werden", so Rettke.

Inzwischen ist die Gemeinde Wustermark auf 8100 Einwohner gewachsen, der Bahnhof hat an Bedeutung gewonnen, wie man an dem stets vollen Pendlerparkplatz sehen könne, erklärte Bürgermeister Schreiber. Bis zu 1700 Menschen stiegen in Wustermark täglich ein und aus. Deshalb stehe für ihn fest: "Es ist eine richtige Investition am richtigen Ort."

Leider etwas zu spät kommen die Aufzüge für eine Bekannte von Anwohnerin Johanna Groß de Haas. "Meine Freundin hat schweres Rheuma und kann kaum Treppensteigen. Als sie vor zehn Jahren nach Wustermark zog, blieb ihr deshalb für den Weg nach Berlin nur die Alternative Bus mit Umsteigen im Havelpark. Im April ist sie zurück nach Holland gegangen und jetzt ist der Fahrstuhl da", erzählte die Dame.

Auf dem Wustermarker Bahnsteig, an den Gleisen eins und zwei, informiert jetzt ein digitaler Schriftanzeiger die Reisenden über den Zugbetrieb. Das Informations- und Wegeleitsystem wurde erweitert und aktualisiert. Eine zusätzliche Info-Vitrine und zwei neue Abfallbehälter ergänzen die Ausstattung. Die alte Fußgängertreppe zu den Gleisen kann weiter genutzt werden.

Wie Minister Jörg Vogelsänger sagte, freue er sich schon auf das nächste Jahr, wenn er hoffentlich wieder in der Gemeinde zu Gast sein ist. "Dann wird auch der Bahnhof Elstal über Aufzüge verfügen und so ein an angenehmeres Reisen für alle Menschen ermöglichen."

Von Jens Wegener

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