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Havelland Das Offizierscasino ist verkauft
Lokales Havelland Das Offizierscasino ist verkauft
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17:57 25.02.2013
RATHENOW

Dieser Jemand hat nun unerwartet die Bildfläche betreten. Sein Name ist Götz Freyberg. Der Geschäftsführer einer Solarfirma aus dem niederrheinischen Mönchengladbach erklärte gestern auf MAZ-Anfrage, dass er das Grundstück mit der Immobilie vom Land erworben habe. Und auch von dort kam die Bestätigung. Das Land habe das Aneignungsrecht der herrenlosen Immobilie an Herrn Götz Freyberg abgetreten, sagte ein Mitarbeiter des brandenburgischen Finanzministeriums. Götz Freyberg sei nun rechtmäßiger Eigentümer des rund 1700 Quadratmeter großen Grundstücks mit dem darauf befindlichen Gebäude.

Noch nicht geklärt ist, ob die Untere Denkmalschutzbehörde den Schutzstatus, der auf der Ruine liegt, lockert. Das Casino steht unter Denkmalschutz, ein Abriss ist nicht erlaubt. Diese Auflage war ein Hauptgrund dafür, dass Interessenten trotz eines relativ günstigen Kaufpreises – das Mindestgebot für die Liegenschaft bei der Auktion betrug 5500 Euro – in der Vergangenheit Abstand von einem Kauf genommen hatten.

Auch Götz Freyberg stellte gestern unmissverständlich klar, dass er weder bereit noch in der Lage sei, das Casino denkmalschutzgerecht zu sanieren. Die Vorstellung, das Gebäude retten zu können, sei vollkommen illusorisch. Es sei denn, jemand investiere ein Vermögen. Aber die Tatsache, dass sich in den vergangenen 20 Jahren nicht einer gefunden habe, der diese Last schultern wollte, beweise doch, dass eine Sanierung jenseits jeder realistischen Vorstellung liege.

„Ich bin bereit, die Ruine abzureißen und auf dem Grundstück einen attraktiven Neubau zu errichten“, so Freyberg. Ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus könne er sich vorstellen, eventuell werde er eine Zweigniederlassung seines Unternehmens ansiedeln. Aber für konkrete Aussagen sei es noch zu früh. Jedenfalls sei er bereit, die Planung eng mit den Baubehörden der Stadt abzustimmen, damit sichergestellt werde, dass auf diesem prominenten Grundstück was Vernünftiges entstehe. Freyberg sagte, er erwarte von der Denkmalschutzbehörde ein Entgegenkommen. Im Auktionskatalog sei das Objekt als Ruine beschrieben worden. Und es habe in der Beschreibung wörtlich geheißen: „Eine Streichung von der Denkmalliste und Abriss des Gebäudes ist anzustreben.“ Damit sei die Zielrichtung klar vorgegeben. Freyberg erklärte weiter, er sei auch bereit, ein so genanntes Zumutbarkeitsgutachten erstellen zu lassen. Im Gegenzug erwarte er ein gewisses Entgegenkommen der Denkmalschützer. „Der jetzige Zustand ist unhaltbar“, so der neue Besitzer des Casinos. Wenn die Behörde bei ihrer harten Haltung bleibe, werde sich daran nie etwas ändern.

Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger stimmte dem zu. „Ich bin froh, dass sich endlich ein Käufer für die Liegenschaft gefunden hat“, sagte er gestern. Die Rathenower Verwaltung werde dem Investor im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten jede Unterstützung zukommen lassen. Allerdings könne die Stadt in Sachen Denkmalschutz nur an die zuständige Behörde appellieren, die Auflagen zu lockern. „Die Entscheidung treffen können wir natürlich nicht.“ (Von Markus Kniebeler)

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