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Havelland Laufen für den Kampf gegen Krebs
Lokales Havelland Laufen für den Kampf gegen Krebs
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16:53 09.04.2018
Denny Kühne (l.) und Daniel Kuhlbars nehmen Schecks der KK3000-Aktion entgegen. Quelle: Kevin Kühne Verein
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Rathenow

Seinen besten Freund hat Daniel Kuhlbars vor eineigen Jahren an Krebs verloren. Nach ihm, Kevin Kühne, hat er 2009 ein privates Golfturnier, den Kevin Kühne Cup benannt. Und nun ist Daniel Kuhlbars seit Kurzem auch noch Präsident des neu gegründeten Kevin Kühne Vereins. Denny Kühne, Kevins Bruder, hat den Vize-Posten übernommen. Zum Vorstand gehören noch Martin Giese, Henriette Arndt, Sarah Fischer und Oliver Sens. Allesamt Freunde von Kevin, die die Erinnerung an ihn mit ihrem Engagement lebendig halten wollen. 18 Gründungsmitglieder hat der Verein, Daniel Kuhlbars schätzt, dass es bis Jahresende etwa 50 sein werden. Das Interesse sei überraschend groß.

Bereits dabei ist Michael Hohmann. Er leitet die Gesamtschule „Bruno-H.-Bürgel“, die auch Kevin besuchte. Das Engagement von Daniel und seinen Mitstreitern findet Hohmann großartig. Deshalb unterstützt er sie inzwischen nicht nur als Vereinsmitglied. Inspiriert von einer Nominierung zur ALS Ice Bucket Challenge rief Hohmann vor gut einem Monat das Projekt KK3000 ins Leben. „Eine verrückte Laufbewegung“, beschreibt Hohmann seine Idee. Nach einem Waldlauf habe er seiner Frau das Handy in die Hand gedrückt verbunden mit der Aufforderung: „Film das mal.“ Dann plauderte Hohmann los: KK3000 steht für Kevin Kühne Cup beziehungsweise für Kampf gegen Krebs. 3000 Meter gilt es zu laufen und die Zeit zu messen. Die Minuten werden zu Euro, die direkt krebskranken Kindern zu Gute kommen.

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Die Aktion verbreitete sich wie ein Lauffeuer, rund 300 Menschen haben bereits mitgemacht, schätzt Hohmann. Allein für die Bürgelschule traten rund 120 an. Das Ergebnis: 1740 Euro. 1250 Euro gingen an den Kevin Kühne Verein, 500 Euro bekam eine hiesige Familie, die derzeit den Kampf gegen Krebs führt. Wie Hohmann weiß, reißt die Krankheit häufig finanzielle Lücken. Fahrkosten, Unterbringungskosten für Angehörige und vieles mehr. „Wir werden nicht dazu beitragen, dass das Kind gesund wird, aber vielleicht können wir die Not etwas lindern“, hofft der Schulleiter.

Genau das will auch Daniel Kuhlbars, der völlig überwältigt ist von dem, was sich in so kurzer Zeit getan hat. Rund 2000 Euro an Spenden kamen in diesem Jahr schon zusammen, fast das Dreifache des Vorjahres. Das Geld geht an den Verein „Icke in Buch“ und wird für die psychosoziale Betreuung chronisch kranker Kinder und zur Unterstützung betroffener Familien eingesetzt. Mitte Oktober treffen sich Kevins Freunde und seine Familie wieder zum privaten Golfturnier. Daniel Kuhlbars kann sich gut vorstellen, im nächsten Jahr ein zusätzliches öffentliches Turnier zu organisieren. Nachfragen gibt es mehr als genug. Michael Hohmann schickt derweil einen überdimensionalen Fußball durchs Land, der mit Autogrammen aller Läufer und berühmter Persönlichkeiten verziert werden soll, um die Aktion zu promoten.

Von Christin Schmidt

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