Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Deutliches Signal
Lokales Havelland Deutliches Signal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 11.04.2013
Anzeige
PESSIN

. Jetzt sind die Genehmigungsbehörden an der Reihe.

Doch trotz dieser Einigkeit bleibt das Vorhaben in Teilen der Bevölkerung umstritten. Vor allem die künftigen Nachbarn der Biogasanlage in Pessin Ausbau befürchten negative Auswirkungen. Sie versuchten die Gemeindevertreter vor der Beschlussfassung umzustimmen, jedoch vergeblich. So appellierte Andreas Bangert: „Wenn Sie eine Entscheidung treffen, bitte ich Sie, an alle Einwohner zu denken, auch an die in Pessin Ausbau und an der Hamburger Straße.“ Man sollte keinen Spalt in die Bevölkerung treiben, um auch künftig miteinander auskommen zu können.

Anzeige

Bangert kündigte an – falls die Biogasanlage genehmigt werden sollte – dagegen klagen zu wollen. Denn die Anwohner befürchten Lärm- und Geruchsbelästigungen sowie ein erhöhtes Transportaufkommen. Nicht zuletzt gibt es Ängste, dass das Grundwasser in dem Bereich weiter Schaden nimmt. Schon jetzt geht es in vielen Haushalten nicht mehr ohne Wasseraufbereitungsanlagen. Nach Bangerts Meinung hätten sich die Gemeindevertreter vor der Entscheidung einen Sachverständigen hinzuholen müssen.

Das sieht Bürgermeister Christian Meyer jedoch anders. „Es wird immer so getan, als wenn die Biogasanlage eine Boshaftigkeit gegenüber den Bürgern wäre“, sagte er. Stattdessen würde jedoch das Dorf davon profitieren und wirtschaftlich gestärkt werden.

Bereits seit 2009 versuchen die Projektentwickler, die Anlage zu errichten. Frank Gold ist froh über die Entscheidung der Gemeinde. „Wir hoffen, dass wir 2013 noch anfangen können zu bauen“, sagte er. Vorher allerdings müssen die Behörden ihr Einverständnis geben. Allein für die Immissionsschutzgenehmigung rechnet Gold mit drei bis sechs Monaten.

Die Biomethananlage auf einer Fläche von knapp vier Hektar soll eine Leistung von 2,8 Megawatt elektrische Leistung haben und Biomethan in Erdgasqualität produzieren. Die Investitionskosten liegen zwischen 13 und 15 Millionen Euro. 55 000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe werden pro Jahr benötigt.

Strittig war im Vorfeld auch die Höhe der so genannten Rückbausumme für den Fall, dass der Betreiber pleite geht und die Anlage abgerissen werden muss. Hierbei wurde nachgebessert. Statt 300 000 werden nun 325 000 Euro als Bankbürgschaft beim Amt Friesack hinterlegt. Diese wird dann in Anspruch genommen, wenn die Biogasanlage mindestens drei Jahre außer Betrieb ist. (Von Andreas Kaatz)

Havelland Ehepaar möchte in Brieselang bauen, hat aber Probleme mit dem B-Plan - Unbedingt ein blaues Dach
11.04.2013
Havelland Fünf Flugzeugmodelle sollen Luftfahrtgeschichte der Region erlebbar machen - Vom Fliegen träumen in Stölln und Milow
11.04.2013
Havelland Das Toleranz-Projekt „Grünes Band“ der Bürgelschule wird derzeit mit einer Wanderausstellung in der ganzen Republik vorgestellt - Bundesministerium präsentiert die Besten
11.04.2013