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Havelland Die Jugend im Chefsessel
Lokales Havelland Die Jugend im Chefsessel
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13:49 27.08.2013
Premnitz

Eine Woche lang übernehmen fünf Auszubildende aus dem Havelland die MBS-Filiale in Premnitz. Seit Dienstag früh stehen hinter dem Schalter nur noch Azubis, auch in den Beratungsräumen ist jetzt der Nachwuchs für die Kundschaft da. Damit es keine Verwirrung gibt, weisen Aufsteller, Plakate und der Nachwuchs selbst auf die Azubi-Woche hin. Kunden, die die Geschäftsstelle kennen, werden ohnehin sofort merken, dass etwas anders ist, denn die "neuen Chefs" haben die Sparkasse nach ihren Wünschen umgestaltet. Gelbe, grüne, rote und orangefarbene Hände kleben an den Wänden und an den Glastüren. Unter dem Motto "Gut. Auch in Zukunft." wollen sie Kunden in einem persönlichen Finanzcheck beraten. Die Hände symbolisieren verschiedene Bereiche wie Liquidität, Absicherung von Lebensrisiken, Zukunftssicherung und Vermögensbildung. Auf den Papierhänden sollen die Kunden ihre Wünsche und Ziele für die Zukunft notieren. Am Ende werden die Hände zu einer Collage zusammengeführt.

Natürlich haben sich die fünf Azubis intensiv auf die freundliche Übernahme vorbereitet. Sie haben Ideen gesammelt, wie sie die Filiale umgestalten können, Abläufe geplant und Verantwortungen aufgeteilt. "Jeder soll alle Bereiche einmal durchlaufen", erklärt Matthias Kremer, Sparkassen-Marktdirektor im Havelland. Unterteilt sind die Aufgabenfelder in die Bereiche Service, Beratung und Geschäftsstellenleitung. Jeder wird einen Tag lang die Leitung übernehmen sowie jeweils zwei Tage in der Beratung und im Service tätig sein.

Einer der fünf Nachwuchsbänker ist Alexander Weiß. Für ihn ist die Azubi-Woche in doppelter Hinsicht besonders, denn viele Kunden kennen den jungen Mann. Er ist Premnitzer und darf nun in seiner Heimatstadt eine Woche lang in verantwortungsvoller Position präsent sein. Genau das ist es auch, was für Alexander Weiß den Reiz ausmacht: einmal die Verantwortung zu übernehmen. "Als im letzten Jahr die erste Azubi-Woche in der Filiale in Wustermark stattfand, haben wir gehofft, dass wir auch diese Möglichkeit bekommen werden", erinnert sich Weiß.

Bereits im ersten Durchlauf vor einem Jahr hatte sich gezeigt, dass die Aktion bei der Kundschaft, den Auszubildenden und dem Team insgesamt sehr gut ankommt. Nicht nur die jungen Nachwuchskräfte lernen viel, auch bereits erfahrene Mitarbeiter bekommen neuen Input und frische Ideen, wie Kremer selbst eingesteht."Unsere Azubis drehen auf, aber nicht frei", beschreibt Matthias Kremer den Elan seiner jungen Mitarbeiter, die alle aus dem Havelland kommen.

Auch für die Kunden scheint es kein Problem zu sein, dass sie von Auszubildenden bedient werden. Im Gegenteil: "Das ist ja eine tolle Sache", erklärte eine Frau gegenüber Krämer. Überhaupt sei das Feedback insgesamt sehr positiv, wie sich schon in der Vorbereitung zeigte. Die Azubis hatten Beratungstermine vereinbart, dabei zeigten sich alle Kunden sehr offen. "Die Jugend muss ja auch mal Verantwortung übernehmen", so die Rückmeldung eines Mannes. Alles läuft also seinen geregelten Gang. Und bei Fragen, stehen natürlich Fachkräfte zur Seite.

Von Christin Schmidt

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