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Havelland Die Monsterknolle aus Semlin
Lokales Havelland Die Monsterknolle aus Semlin
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00:46 01.10.2014
Die Kartoffelvielfalt ist groß. Und manche Einzelexemplar werden über 1 Kilogramm schwer. Quelle: Monique Wüstenhagen
Paaren im Glien

Was wäre Brandenburg ohne die Kartoffel? „Dumm dran“, meint Holger Klementz, Koordinator des zweiten Kartoffelpokals im Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrum (MAFZ) in Paaren im Glien. „Das ist unsere Knolle, unsere Frucht – Brandenburg und die Kartoffel sind eins,“ ergänzt er enthusiastisch.

Mit 1630 Gramm war diese Kartoffel mit Abstand die schwerste im Wettbewerb. Quelle: Katharina Herzog-Raasch

Gesucht wurde dort am vergangenen Wochenende die dickste und damit schwerste Kartoffel Berlins und Brandenburgs. Und wieder kommt der Sieger aus dem Havelland. Karl-Heinz Guthan, Nebenerwerbslandwirt aus Semlin, hat mit 1630 Gramm den Pokal klar gewonnen. Auf Platz zwei liegt der Sieger des letzten Jahres, Pflanzenbauer André Rathmann aus Paaren im Glien (Havelland). Sein Exemplar brachte 1125 Gramm auf die Waage. Dritter wurde Hans Joachim Behrend, Nebenerwerbslandwirt aus Rüthnick (Ostprignitz-Ruppin), mit einer Kartoffel, die 1040 Gramm wog.

Kartoffelmarkt neben dem Wettbewerb zog Gäste an

2013 kam Holger Klementz als gelerntem Landwirt die Idee, diesen Wettbewerb auf die Beine zu stellen. Schon bei der ersten Entscheidung um die dickste Kartoffel waren auch zwei Bewerbungen von außerhalb des Havellandes dabei. In diesem Jahr bewarben sich schon 14 „Fremde“ um die Auszeichnung. „Das wächst“, ist sich Holger Klementz sicher. Neben dem Wettbewerb zog der Kartoffelmarkt die Besucher an. Dort gab es alles rund um die Erdäpfel: Kartoffelknödel, Kartoffelbier aus Neuzelle, Kartoffelkuchen und selbstverständlich auch Kartoffelpuffer. „Die Puffer sind der große Renner“, meinte Holger Klementz.

Der Kartoffelbefehl

Die Kartoffel wird seit dem Kartoffelbefehl Friedrich des Zweiten von Preußen in der Region angebaut.

1756 musste jeder Bauer in Preußen die Kartoffel-Knolle anbauen – ob er wollte oder nicht. So rettete die Kartoffel damals viele vor dem Hungertod und erfreute sich schließlich großer Beliebtheit.
 Wer sich kartoffeltechnisch weiterbilden oder auch Kartoffeln kaufen möchte hat noch am 25. und 26. Oktober dazu Gelegenheit. Dann wird der Verein der Freunde des MAFZ im Rahmen des Brandenburger Schlachtefestes wieder eine Kartoffelschau anbieten.

Bei dem Kartoffelmarkt staunte selbst der vermeintlich informierte Besucher nicht schlecht. Der Verein der Freunde des MAFZ informierte über mehr als 100 Kartoffelsorten, die in kleinen, bunten Körbchen aufgebaut waren. Die Korbfarbe drückte die Kocheigenschaft aus. So steht grün für festkochend, rot für vorwiegend festkochend und blau für mehlig.

Im Havelland werden viele alte Sorten gezüchtet

Mehr als 80 Sorten mit etwa 1000 Kartoffelstauden werden von den Freunden des MAFZ angebaut. Ihr Ziel ist es, alte Sorten zu erhalten. So konnten auch lila Kartoffeln und rotschalige Sorten bewundert werden. „Die Sorten müssen immer nachgezüchtet werden, sonst schmeckt die Kartoffel nicht mehr,“ erklärte Winfried Paetz, Kartoffelexperte des Vereins. Für Aufsehen bei Veranstaltungen würden oft die blauen Sorten sorgen. Wahrscheinlich weil die Überraschung groß ist, wenn eine blaue Kartoffel auf dem Teller liegt. Wer es nicht glauben wollte: der Blauer St.Gallen, der Blauer Schwede oder auch die Blaue Anneliese lagen bereit. „Sehr beliebt sind auch die rotschaligen Sorten,“ sagte Winfried Paetz „weil sie innen eine gute gelbe Farbe haben, glattschalig und ertragreich sind.“ Kartoffel des Jahres 2014 ist übrigens die Granola.

Von Katharina Herzog-Raasch

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