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Havelland Die braune Vergangenheit
Lokales Havelland Die braune Vergangenheit
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14:30 09.05.2013
FALKENSEE

. „Die Fotos sind beängstigend“, gesteht sie, sie zeigen endlose uniformierte Züge von jungen Leuten, die von Spandau zu Fuß durch Falkensee zum Finkenkrug gezogen sind. Sie werfen Fragen auf: Warum gerade Falkensee? Wie braun ist die Stadt gewesen?

Falkensee im Nationalsozialismus – so lautet das Thema der 2. Falkenseer Museumstage. Das verspricht ernst und interessant zu werden. An zwei Tagen können sich die Besucher im Museum und in Vorträgen und Gesprächen dem Thema nähern. An beiden Tagen, der Sonntag ist Internationaler Museumstag, ist der Eintritt zu dem Haus frei.

Das Geheimnis

der Finanzakten

Die Museumstage beginnen mit einer Stadtrundfahrt, die Vorträge werden ab 14 Uhr im Museum selbst gehalten. Zum Auftakt spricht Monika Nakath von Brandenburgischen Landeshauptarchiv über Jüdische Opfer der NS-Verfolgung und die Vernichtungspolitik, wie sich in den Akten der Finanzbehörden widerspiegeln. Dem ist die aktuelle Ausstellung im Museum gewidmet. Das enthält auch Falkenseer Beispiele, so den Altphilologen Felix Jacoby.

Falkenseer Beispiele – eingeordnet in Geschehnisse von Brandenburg – die prägen auch andere Vorträge. So spricht Friedrich Hauer von der Gesellschaft für historische Recherche und Bildung (Klio) über „Euthanasie“, den Krankenmord in Brandenburg. Er zeigt, wie Akten gelesen werden müssen, was sich hinter harmlosen Kürzeln wie „T4“ verbirgt, nämlich die Tiergartenstraße 4, der Sitz der Zentrale für die Leitung der Ermordung behinderter Menschen im gesamten Deutschen Reich. Diesem Mordplan war damals auch die Falkenseerin Gertrud Voß zum Opfer gefallen, ihr zum Gedenken wird im Juni ein Stolperstein in der Potsdamer Straße verlegt.

Burkhard Berg, Vorsitzender des Museumsförderverein, wird über „Die Bekennenden Kirche und die Deutschen Christen“ und zum Kirchenkampf sprechen. Der fand auch in Falkensee-Finkenkrug statt, das Beispiel von Pfarrer Otto Voigt steht dafür.

Führung durch Depot

und Ausstellung

Sonntag ist das Haus von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Um 14 und um 16 Uhr beginnen Sonderführungen durch Ausstellung und Depot. Dabei werden Gabriele Helbig und Bert Krüger auf die Zeugnisse aus der Zeit von 1933 bis 1945 besonders eingehen. (Von Marlies Schnaibel)

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