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Havelland Die meisten Horste sind besetzt
Lokales Havelland Die meisten Horste sind besetzt
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17:57 23.05.2013
MILOW

Weite Teile der Landschaft waren da noch unter einer dichten Schneedecke begraben. In anderen, weniger kalten Jahren lassen sich die ersten Störche schon bis zu drei Wochen früher blicken. Vor einigen Jahren wurde auch schon mal im Februar ein Rückkehrer begrüßt.

Die verspätete Rückkehr – normaler Weise ist Mitte April bereits der Großteil der Störche zurück, in diesem Jahr war das erst Ende April soweit – hat offenbar aber keine negativen Auswirkungen auf das Brutgeschehen der großen, schwarz-weißen Zugvögel. „Mittlerweile sind rund 90 Prozent der Horste in Rathenow und Umgebung besetzt“, sagt Tino Wachowiak, der für den Naturschutzbund (Nabu) jedes Jahr die Storchenzählungen im Altkreis Rathenow durchführt. „Es ist ganz normal, dass nicht alle Nester besetzt sind“, sagt Wachowiak. Auf vielen wird gebrütet. In einigen sind bereits die Jungen geschlüpft. Einzelne Störche oder Paare, die nicht brüten gibt es unter anderem in Rathenow in der Curlandstraße und in Marquede.

Störche sind treu. Allerdings noch mehr ihren Nestern gegenüber, als ihren Partnern. Derjenige der Partner der zuerst aus den Winterquartieren zurück kommt, besetzt dann in der Regel jedes Jahr das gleiche Nest. Wenn dem anderen Partner auf dem Rückflug etwas zustößt, kann es gut sein, dass der Storch auf dem Nest alleine bleibt. Wenn Paare nicht zur Brut schreiten, liegt das meist daran, dass die Vögel noch zu jung und unerfahren sind, oder zu spät aus dem Winterquartier zurückgekommen sind.

Die zum Teil kräftigen Regenschauer der letzten Tage konnten dem Nachwuchs bislang wahrscheinlich nichts anhaben. „Das Schlimmste was es für die jungen Störche gibt, ist ein kalter Regen, der mehrere Tage anhält. Aber das haben wir bislang nicht gehabt“, sagt der Storchenexperte.

Das Nahrungsangebot in diesem Jahr ist auch gut. Landwirte klagen in vielen Regionen Brandenburgs über eine regelrechte Feldmaus-Plage (MAZ berichtete). Gerade in den ersten Wochen nach der Geburt der Jungen ist der Bedarf an Mäusen bei den Störchen enorm. Nach Angaben des Europäischen Storchendorfes Rühstädt (Landkreis Prignitz) vertilgt eine hungrige Storchenfamilie in dieser Zeit täglich neben etlichen Regenwürmern, Heuschrecken, Spinnen, Käfern und Larven mehr als 100 Mäuse! Frösche machen in dieser Zeit einen deutlich geringeren Teil des Speiseplans aus. Die Voraussetzungen für ein gutes Storchenjahr sind also gar nicht so schlecht. Ende Juni werden die Jungstörche in den Nestern von Tino Wachowiak und anderen ehrenamtlichen Helfern des Nabu beringt. Dann lässt sich genauer sagen, wie gut oder schlecht 2013 für die Störche war.

Die Zahl der flügge werdenden Jungstörche ist größeren Schwankungen unterworfen. Im vergangenen Jahr wurden 97 gezählt, im sehr guten Storchenjahr 2011 sogar 103. Im Jahr 2010 wurden 90 Jungstörche flügge, 2009 dagegen lediglich 71. (Von Ralf Stork)

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