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Havelland Kein klares Nein gegen Schießplatz
Lokales Havelland Kein klares Nein gegen Schießplatz
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18:52 02.03.2015
Quelle: Daniel Karmann
Dallgow-Döberitz

Die Gemeinde Dallgow-Döberitz hat bisher keine klare Position gegen oder für den geplanten Schießplatz der Bundeswehr in der Döberitzer Heide dargelgt. Man will weiter abwarten, bis ihr genauere Informationen zu dem Vorhaben vorliegen.

Nicht alle waren mit diesem Vorgehen einverstanden. Marc Lampe von den Grünen sprach von einer „fragwürdigen politischen Strategie“, auch Theodor Hölscher (SPD) hielt die Haltung der Gemeinde für „taktisch unklug“. Ihre Sorge: Wenn sich Dallgow nicht frühzeitig gegen den Schießplatz positioniert, rückt die Bundeswehr erst sehr spät mit Informationen heraus – wenn überhaupt. Bislang schweigt die Armee zu ihren Plänen; eine Anfrage von Dallgows Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler) wurde jüngst kommentarlos an die Pressestelle weiterverwiesen. „Die Bundeswehr will ganz offensichtlich nicht antworten“, so Hemberger.

Trotzdem will sich der Bürgermeister nicht von vornherein gegen das Projekt aussprechen. „Damit entziehe ich mich selbst jeder Diskussion“, sagte er. Stattdessen sollte man Informationen einfordern. Genau das haben die Landtagsabgeordnete Andrea Johlige (Linke) und Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein (SPD) getan. Wicklein hat unlängst direkt bei Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) angefragt, Johlige bei der Brandenburger Landesregierung. Die Antwort wollen die Dallgower zunächst abwarten, bevor sie weitere Schritte unternehmen. „Ansonsten werden wir von unserer eigenen Fantasie getrieben, was genau dort eigentlich passieren soll“, sagte Harald Wunderlich (Freie Wähler).

Fritz Kluchert (CDU) wehrte sich auch gegen ein Handeln nach dem Sankt-Florians-Prinzip: Es gebe bei der Bundeswehr und bei der Polizei Bedarf an solchen Schießplätzen; falls sich der Standort in der Döberitzer Heide als der geeignetste herausstellt, dann müsse man das akzeptieren und sich dann vielmehr für einen größtmöglichen Schallschutz für die Betroffenen einsetzen.

Hans Peter Pförtner (Bürgerbündnis) widersprach vehement: Ein Schießplatz in einer solch dicht bevölkerten Region und in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet der Döberitzer Heide, in das in der Vergangenheit viel Geld gesteckt worden war, sei absurd. „Eine abstruse Idee“, meinte er. Daher sollte man bereits in einem frühen Stadium ein klares Signal aussenden, dass die Gemeinde die Pläne ablehne, so Peter-Paul Weiler, Fraktionschef der Dallgower Grünen. Die anwesenden Bürger sahen das ähnlich. Peter Nanzka, der Vorsitzende des örtlichen Seniorenbeirats, sagte: „Die Feuerwehr rufe ich doch auch, wenn es brennt, und nicht erst, wenn das Haus schon abgebrannt ist.“

Keine klare Position zu dem Thema gab es auch in der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktion Die Linke hatte beantragt, gegen den geplanten Schießplatz zu protestieren und die Gemeinde Dallgow zu unterstützen, fand damit jedoch keine Mehrheit. Die Ablehner verweisen darauf, dass der Schießplatz nicht auf Falkenseer Gemarkung liege, und auf das Recht der Bundeswehr, schießen zu üben.
Von Philip Häfner

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