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Havelland Dokumentarfilm-Festival kommt nach Ribbeck
Lokales Havelland

Dokumentarfilm-Festival kommt nach Ribbeck

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10:06 13.09.2020
Die bereits im April geplante Aufführung der erfolgreichen Doku Born in Evin in Liepe und Paulinenaue musste Tondowski Films absagen. Nun kommen an einem anderen Ort gleich vier Beiträge zur Aufführung. Quelle: promo
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Ribbeck

Die im Havelland ansässige Filmproduktionsfirma Tondowski Films präsentiert erstmalig von ihr produzierte Dokumentarfilme im Havelland. Zum bundesweiten Dokumentartfilmtag „Let’s Dok“ am Samstag, 19. September, zeigt die Firma in der Kulturscheune Ribbeck vier international gefeierte Dokumentarfilme, darunter „Born in Evin“, den diesjährigen Gewinner des Deutschen Filmpreises.

In Kooperation mit der Kulturscheune Ribbeck und der bundesweiten Initiative werden die Filme im Scheunenkino gezeigt. Statt über Eintrittsgeld freuen sich die Organisatoren über Spenden. Die Gastgeber raten dringend zur Ticketreservierung unter info@tondowskifilms.de.

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Vorgesehen sind auch kurze Filmgespräche mit den Produzenten, teilt Ira Tondowski mit. Die deutsche Autorin, Regisseurin und Produzentin hat im Jahr 2011 gemeinsam mit dem französisch-englischen Schauspieler und Produzenten Alex Tondowski die Produktionsfirma Tondowski Films mit Hauptsitz im Havelland und Zweigstellen in Leipzig und Bonn gegründet. Das Unternehmen realisiert preisgekrönte Spiel- und Dokumentarfilme für nationales und internationales Kino und Fernsehen sowie Serien.

„Let’s Dok“ feiert den Dokumentarfilm in Kinos und alternativen Aufführorten. Initiiert von der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und in Zusammenarbeit mit Ovalmedia wird am 19. September erstmals ein deutschlandweiter Eventtag für den Kino- Dokumentarfilm stattfinden, der das Genre auf vielfältige und lebendige Weise feiern soll.

Zum Auftakt in der Kulturscheune Ribbeck am 19. September wird um 14 Uhr der Kinderdokumentarfilm „Die Götter von Molenbeek“ von Reetta Huhtanen und Tondowski Films als Ko-Produzenten gezeigt. Das Brüsseler Viertel Molenbeek gilt seit den Pariser Anschlägen als gefährliches Zentrum des Dschihadismus. Aber für die drei Sechsjährigen Aatos, Amie und Flo bedeutet es Heimat. Der Dokumentratfilm zeigt, wie sich Kinder ihre Welt auch in chaotischen Zeiten bewahren

„Displace“ (Regie Sharon Ryba-Kahn) wird als zweiter Beitrag um 16 Uhr gezeigt. Sharons Beziehung zu Deutschland war schon immer problematisch, obwohl sie in München aufgewachsen ist und heute in Berlin lebt. Sharon gehört zur dritten Generation von Schoah Überlebenden.

Nach sieben Jahren meldet sich ihr Vater wieder bei ihr und wird zum Beginn einer Reise.

Ab 18 Uhr geht die Doku „Ich will Gerechtigkeit“ in der Kulturscheune über die Leinwand. Der Film handelt von zwei Schwestern, denen Gefangenschaft und IS-Terror alles genommen haben.

Zum Abschluss des Dokumentarfilmtages in Ribbeck wird um 20 Uhr „Born in Evin“ gezeigt. Die preisgekrönte Produktion der Filmemacher aus dem Havelland erzählt die Geschichte der Regisseurin und Schauspielerin Maryam Zaree, die sich auf die Suche nach den gewaltvollen Umständen ihrer Geburt in einem der berüchtigtsten politischen Gefängnisse der Welt begibt – sehenswert!

Von Norbert Stein