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Havelland Baluster genau nach Plan und Dokumentation
Lokales Havelland Baluster genau nach Plan und Dokumentation
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07:49 19.07.2014
Bei der Firma Neils-Stein machen zurzeit Lukas Pilling, Christian Letzin und Lukas Gabriel (von links) ihre praktische Abschlussprüfung. Das Gesellenstück ist ein Baluster – eine Säule. Quelle: N. Stein
Rathenow

Knüpfel und Schlageisen sind für drei junge Männer unverzichtbare Hilfsmittel auf den Weg zum Steinmetzgesellen. Ein paar Tage Zeit hat jeder von ihnen noch, um mit dem Handwerkzeug einen Baluster aus Naturstein anzufertigen.

Es wird ihr Gesellenstück, an dem sie seit Anfang der Woche in einer Werkstatt des Steinmetzmeisterbetriebes Neils-Stein im Rathenower Gewerbegebiet Heidefeld arbeiten.
Für Lukas Pilling (Bad Belzig), Lukas Gabriel (Neuendorf) und Christian Letzin (Liebenwalde) endet mit der praktischen Prüfung die dreijährige Ausbildung zum Steinmetz. Die theoretische Prüfung haben sie schon hinter sich. Das Ergebnis kennen sie nicht. Sie haben in diesen Tagen keine Zeit, um darüber nachzudenken. Ihre ganze Konzentration gilt dem Natursteinblock, der vor ihnen auf einem Arbeitstisch liegt. In den sollen sie geometrische Formen und Schwünge hauen. Nicht irgendwie aus einer Laune heraus, sondern nach Vorlage und Plan. So wird aus dem Natursteinklotz eine einzelne Säule – Baluster genannt. Den Entwurf für ihren Baluster haben die jungen Männer selbst angefertigt, auch die notwendigen Schablonen und eine Dokumentation zu ihrer Arbeit. Außerdem haben sie den Arbeitsaufwand berechnet.

Zwischen 47 und 72 Stunden haben sie Zeit. Dann muss ihr Baluster fertig sein“, erläutert Christian Eißer, der gemeinsam mit seinem Bruder Rolf Eißer den 1933 gegründeten Familienbetrieb Neils-Stein führt, in dem die diesjährige praktische Abschlussprüfung für die drei Steinmetz-Azubis aus dem Kammerbezirk Potsdam stattfindet. „Jedes Jahr ist das in einem anderem Betrieb und nun wieder bei uns“, klärt Christian Eißer auf. Zudem sei Mitarbeiter Sven Nemeth als Arbeitnehmervertreter Mitglied der Prüfungskommission der Kammer. Für Eißer ist das ein weiterer Grund Arbeitsplätze und Betreuung für die Abschlussprüfung zu sichern. Drei Auszubildende sind für einen ganzen Kammerbezirk nicht viel. „In anderen Kammerbezirken sind es noch weniger“, sagt Christian Eißer, der sich aber auch an nicht lange zurückliegende Jahre erinnern kann, in denen allein im Potsdamer Kammerbezirk zwischen sechs und neun Jugendliche Steinmetz gelernt haben.
Eißer sieht Gründe für den Rückgang. Es gebe weniger Schulabgänger und die Jugendlichen, die sich bewerben, würden oft nicht die Voraussetzungen für eine Steinmetzlehre erfüllen, sagt er. So ist auch bei Neils-Stein noch eine Lehrstelle unbesetzt.

Für die drei jungen Männer, die bei der Anfertigung ihres Gesellenstücks auch schon mal schwitzen, ist Steinmetz allerdings ein schöner Handwerksberuf. Deshalb haben sie den Beruf erlernt und wollen die Abschlussprüfung mit Bravour bestehen.

Von Norbert Stein

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