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Havelland Ein Berg wird umgebaut
Lokales Havelland Ein Berg wird umgebaut
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20:00 28.02.2013
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RATHENOW

. Ein unattraktives Gelände, von Gestrüpp überwuchert und allerhand Abfall übersät. Kaum zu glauben, dass diese Brache in gut zwei Jahren eine der Attraktionen der Bundesgartenschau sein soll: Das Gelände der Sandgrube wird sich bis dahin in eine spektakuläre Spiellandschaft verwandelt haben. 800 000 Euro stehen nach Auskunft des Rathenower Bugaverantwortlichen Hans-Jürgen Lemle zur Verfügung, um das Areal zu gestalten. Was genau die kreativen Köpfe sich einfallen lassen, steht noch nicht fest. Ein Ideenwettbewerb ist derzeit im Gange. Im Frühjahr wollen sechs Büros, die in die enge Wahl gekommen sind, ihre Gestaltungsvorschläge präsentieren.

Damit der Spielbereich auch von denjenigen gewürdigt wird, die nicht in ihm herumtoben, entsteht oberhalb der Spiellandschaft, auf der südlichen Seite des Bismarckturmes, eine Sonnenterrasse. Eltern werden hier ganz entspannt einen Kaffee zu sich nehmen können, ohne ihre wippenden und rutschenden Zöglinge aus dem Blick zu verlieren. Den Kaffee und andere verzehrenswerte Dinge erhalten sie im Restaurant, das am Fuße des Bismarckturmes zu Anlaufstelle werden soll.

Dieser Bereich rund um den Bismarckturm wird neben dem Blumengelände im Optikpark zur zweiten großen Attraktion der Buga in Rathenow ausgebaut. Die Verbindung zwischen den Arealen am Schwedendamm und auf dem Weinberg wird über die dritte Attraktion der Gartenschau hergestellt – die Fußgängerbrücke. Die Arbeiten an dieser 350 Meter langen Verbindung, die sich in kühnem Bogen über die Havel schwingen wird, sind bereits in vollem Gange. (MAZ berichtete)

Dort, wo die Brücke oberhalb des Havelweges auf den Weinberg trifft, wird ein Platz entstehen, von dem man das Weinbergareal erkunden kann. Rund 17 Hektar groß ist die Fläche. Weil es sich um einen eintrittspflichtigen Bereich handelt, muss sie eingezäunt werden. Ende dieses Jahres soll Lemle zufolge mit dem Bau des rund zwei Kilometer langen Zaunes begonnen werden. Nach der Buga wird dieser Zaun wieder abgebaut. Nur der Bereich um den Bismarckturm mit der Spiellandschaft soll auch nach 2015 mit einem Zaun vor Vandalismus geschützt werden.

Ein dicker Batzen des Weinberggeldes fließt in die Erneuerung der Fußwege. Rund eine Million Euro hat das Land bereits bewilligt, um die Weinbergwege bugatauglich zu machen. Es gehe nicht nur darum, die vorhandenen Wege zu sanieren, sagt Lemle. Die gesamte Wegführung werde überplant.

Sicher ist, dass einer dieser Wege durch ein Rhododendrontal führen wird. Bereits im Jahr der Landesgartenschau waren die üppigen Büsche am südlichen Rand des Weinbergfriedhofs ein Hingucker. Bis zur Buga sollen die vorhandenen Rhododendren durch Neuanpflanzungen ergänzt werden, damit es richtig spektakulär blüht.

Unweit des Rhododendrontales werden die Überreste eines alten Gräberfeldes einbezogen in die Landschaftsplanung. Friedhofsterrassen haben die Buga-Experten diesen Bereich genannt. Zwischen den alten Grabsteinen werden Wege und Treppen angelegt. Wer hier entlangflaniert, der soll sich an der verwunschenen Atmosphäre dieses besonderen Orts erfreuen.

All diese Bauvorhaben müssen bis Ende des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Die Brücke zwischen Weinberg und Schwedendamm wird, wenn alles nach Plan läuft, sogar schon im Sommer 2014 fertig. Buga-Besucher werden naturgemäß erst ab April 2015 über das Bauwerk schreiten. Rathenowern wird diese Ehre gleich nach der Eröffnung der Brücke, die laut Lemle mit einem großen Fest gefeiert wird, zuteil. (Von Markus Kniebeler)

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