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Havelland In Börnicke entsteht ein neues Heim für Störche
Lokales Havelland In Börnicke entsteht ein neues Heim für Störche
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02:26 23.04.2018
Unter Mithilfe des ehemaligen „Storchenvaters“ Dieter Stark (r.) wurde der neue Horst aus Weidenruten geflochten. Das Nest hat einen Durchmesser von etwa 1,20 Meter. Quelle: Tanja M. Marotzke
Börnicke

Wenn die Störche im Frühjahr wieder aus ihren Winterquartieren zurück sind, hält der „Wohnungsmarkt“ im Havelland eine weitere Option für sie bereit. Denn in wenigen Tagen gibt es im Norden von Börnicke einen zusätzlichen Horst. Dass dieser so schnell wie möglich angenommen wird, das hofft Alexa Kriele. Auf ihrem Grundstück steht er nämlich, sie hat sich extra um das Nest bemüht.

Viele fleißige Hände packten am Wochenende mit an, damit der Horst im Norden des Dorfes gelingt. Alles geschah ehrenamtlich, und auch Sponsoren wie die Edis waren mit von der Partie. Am Mittwoch soll der neue Horst aufgerichtet werden. Und dann heißt es abzuwarten, ob sich Störche finden, die dort „wohnen“ wollen.

„Wir sind 2015 erst hierher gezogen und haben gesehen: Überall sind Störche, ob in Börnicke oder in Linum. Hier fliegen Wildgänse, Kraniche, man hört die Nachtigall. Außerdem laufen Rehe vorbei, Hasen sonnen sich. Das ist eine echte Idylle. Deshalb sage ich: Zu diesem Hof gehört ein Storchennest“, meinte die 56-Jährige, die aus der Nähe von Lindau am Bodensee ins Märkische gezogen ist. So nahm sie Kontakt zu Claudia Jörg auf, der Storchenbeauftragten des Naturschutzbundes fürs Osthavelland. Die schaute sich die Gegend an und gab ihr OK. „In der Nähe sind erfolgreiche Horste und auf dem Feld nebenan werden ständig Störche gesichtet“, sagte sie zur Begründung.

Etwa zehn Storchenfreunde waren am Sonnabend damit beschäftigt, das Nest zu flechten. Denn das ist eine Wissenschaft für sich, wenn es auch tatsächlich lange halten soll. Fünf Stunden dauert es mindestens. „Wir haben ein sehr schönes Storchennest gemacht“, lobte Dieter Stark. Für den 81-Jährigen, der bis 2015 „Storchenvater“ im Osthavelland gewesen ist, war es schon der 88. Horst. Auch heute noch steht er seiner Nachfolgerin und anderen Interessierten mit seinem Erfahrungsschatz zur Seite, wenn es darum geht, aus einem Berg Weidenruten ein Nest zu machen. Am Mittwoch wird der Mast aufgerichtet.

Dass ein völlig neues Nest entsteht, die Anzahl der Horste erhöht wird, ist aber eher die Ausnahme und soll es auch bleiben. Ansonsten ist Claudia Jörg künftig darauf bedacht, nicht genutzte Horste umzusetzen – an Standorte, bei denen die Chance größer ist, dass sie angenommen werden. Denn momentan gibt es 87 Storchennester im Osthavelland. „Doch nur etwa ein Drittel ist derzeit besetzt und bringt seit vielen Jahren Nachwuchs hervor“, sagt die Storchenbeauftragte. Generell bedeutet eine große Zahl an Nestern aber einen hohen Aufwand für deren Unterhaltung.

Angesichts der Tatsache, dass alles ehrenamtlich läuft und der Nabu auf Sponsoren wie die Firma Edis angewiesen ist, ist das kaum zu schaffen. „Manche Horste, die nicht besetzt sind, verfallen schneller als solche, die genutzt werden“, sagt sie. Denn dadurch, dass Adebar das Nest mit Gras und anderen Utensilien ausstaffiert, sorgt er für einen gewissen Schutz der Nestkonstruktion.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die neue Saison. So wurde jetzt ein Mast samt Nest in Schwanebeck abgebaut und nach Bredow auf den Schäferhof gebracht. Da sei nach Ansicht von Claudia Jörg die Chance größer, dass Störche kommen. Ende Februar soll es aufgerichtet werden. Zuvor jedoch ist der Neubau des Nestes nötig. In Ketzin/Havel wird ein regelmäßig gut angenommener Horst an der Havelpromenade auf Kosten des Grundstücksbesitzers einige Meter weiter auf ein Nachbargrundstück umgesetzt.

Grund ist die geplante Errichtung von Wohngebäuden, was die Störche vertreiben könnte. Den Transport und die Aufrichtung übernimmt die Firma Edis kostenlos. Überhaupt sind die Storchenfreunde immer auf wohlwollende Unterstützung angewiesen. Im Falle des neues Nestes in Börnicke hat Edis wieder den Mast geliefert und Schlosser Dieter Poetschke, der in Gutenpaaren selbst Ortsbetreuer für ein Storchennest ist, fert zusammen mit einem Freund akribisch die Horstkrone an.

Doch bevor die Störche wieder eintreffen, muss Claudia Jörg auch noch andere Dinge erledigen und so manche logistische Herausforderung bewältigen. „Ich habe noch einen großen Zettel mit Nestern, die gereinigt werden müssen“, sagte sie. Dies betrifft unter anderem Nester in Tietzow, Nauen und Börnicke. Da, wo man mit der Hebebühne nicht heran kommt, hilft dankenswerterweise die Feuerwehr aus.

Von Andreas Kaatz

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