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Havelland Eltern starten Online-Petition
Lokales Havelland Eltern starten Online-Petition
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18:56 19.03.2015
Engagierte Mütter: Anja Neumann (l.) und Katja Poschmann.
Engagierte Mütter: Anja Neumann (l.) und Katja Poschmann. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Um den Familien der Stadt eine gemeinsame Stimme zu geben, riefen sie im Januar die Initiative „Eltern für Rathenow“ ins Leben und setzen sich seither für gerechte Kitagebühren ein. Während der Finanzausschuss der Stadt die Berechnung noch einmal genau prüfen will, gehen die „Eltern für Rathenow“ nun einen Schritt weiter. Am Dienstagabend haben sie eine Online-Petition gestartet.

Ihre Forderung: Beitragsfreie Kinderbetreuung in Brandenburg. Familien sollten wieder mehr Wertschätzung erlangen, heißt es in der Begründung. Zudem würde Gebührenfreiheit gleiche Bildungschancen für sozial benachteiligte Kinder bedeuten. Nach nicht einmal 48 Stunden hatten bereits mehr als 3000 Menschen die Petition unterschrieben.

Katja Poschmann und Anja Neumann haben in den letzten Tagen und Wochen viel Energie investiert. Sie haben Politiker aller Parteien angeschrieben, sich mit den Linken-Politikerinnen Gerrit Große und Diana Golze getroffen, die ihnen Unterstützung zugesagt haben.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag und Außenminister Frank-Walter Steinmeier bestätigte den Rathenower Eltern in einem Schreiben, dass die Sozialverträglichkeit bei der Erhebung der Kita-Gebühren oberstes Gebot ist, wies zugleich aber auch auf die schwierige Haushaltslage der Stadt hin.

Felix Menzel, SPD-Mitglied und Bürgermeister der Gemeinde Milower Land hat die Petition bereits selbst unterschrieben und einen Aufruf dazu auf seiner Facebook-Seite geteilt. „Es gibt keine vernünftigen verbindlichen Regelungen für Kommunen, deswegen gibt es Kita-Tourismus“, so Menzel auf Facebook. Zudem sei die soziale Staffelung in der Realität alles andere als gerecht.

Auch Hans-Jürgen Lemle, Erster Beigeordneter der Stadt Rathenow, begrüßt die Petition: „Ich finde diese Initiative ausgezeichnet und unterstütze die Elternvertreter ausdrücklich. Kostenfreie Kitas und Horte schaffen gleiche Bildungschancen für alle. Vor allen Dingen sozial benachteiligte Kinder würden dabei profitieren. Außerdem würde in der Stadtverwaltung sehr viel Verwaltungsaufwand entfallen.“

Von Christin Schmidt

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