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Havelland Entdeckungsreise für die Kulturarbeit
Lokales Havelland Entdeckungsreise für die Kulturarbeit
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17:28 05.02.2015
Gabriele Konsor (l.) und Birte Hoffmann sammeln im ländlichen Indien Ideen, um neue Handlungsfelder und Denkräume für Landmade in Strodehne aufzutun. Quelle: Landmade
Canacona

Ihr Anliegen: Das ländliche Leben auf einem anderen Kontinent und in einer anderen Kultur zum ländlichen Alltag in Brandenburg in Beziehung zu setzen und in Zeichnungen und Fotos künstlerisch zu reflektieren. Dabei beschäftigen sie sich mit Fragen wie: Was passiert, wenn man sich mit seiner Arbeit in die Fremde begibt? Und was bringt man mit, wenn man ins Havelland zurückkehrt?

„Die ländliche, von Landwirtschaft und Fischerei geprägte Region Canacona in Südgoa, wo wir uns aufhalten, ist strukturell durchaus als Pendant zum Westhavelland zu sehen. Auch die Geschichte der Region als portugiesische Kolonie und der in jüngerer Vergangenheit gewachsene Tourismus in den Küstenbereichen Goas lässt Verweise und Rückschlüsse auf die aktuelle Situation vieler Brandenburger Dörfer zu, die durch Zuzug durch Städter und die aus Tourismuskonzepten gespeiste Hoffnung auf neue ökonomische Überlebensmodelle geprägt ist“, beschreiben die beiden Kulturreisenden.

Statt von Eichen und Kiefern, sind sie nun von Kokospalmen umgeben und füllen täglich einen Bilderblog auf der Internetseite www.landmade.org. In Zeichnungen und Fotos halten sie ihre Beobachtungen fest. „Besonders spannend ist für uns, dass wir über das Internet während des Aufenthalts in Indien mit unserer brandenburgischen Heimat in Kontakt sein können. Von Zuhause aus können die Besucher der Webseite nicht nur unsere Arbeit in der Ferne verfolgen, sondern durch Kommentare und Fragen auch selber Kontakt nach Indien aufnehmen“, erzählt Konsor. Das einzige was ihnen noch fehlt, sei mehr Feedback aus dem Havelland.

Landmade, Indien und die Buga

Landmade nimmt die Veränderung im Ländlichen aufs Korn und ist mit seiner Präsenz im Dorf auf Austausch aus.
Um Ideen für ein neues Kulturprojekt zu sammeln sind die beiden Landmade Organisatorinnen Gabriele Konsor und Birte Hoffmann Anfang Januar nach Indien aufgebrochen.
Über einen eigenen Blog kann ihre Arbeit in Indien permanent online verfolgt und kommentiert werden.
Im März wollen sie wieder zurück am Havelstrand sein, um in Strodehne einen Kiosk zu eröffnen, der dann von April bis Oktober im Haveldorf energiereiche, kulturelle Erfrischungen für Dorfbewohner und Besucher bietet.
Einmal monatlich findet der „Club der Sternengucker“ statt. In Filmabenden, Vorträgen, Lesungen und Performances geht es um das Thema „Dorf im Wandel“. Höhepunkt ist das „Hörspielkino unterm Sternenhimmel“ von radioeins am 7. und 8. August.

Für beide Frauen ist es die erste Reise nach Indien und um bei diesem Abenteuer das Glück auf ihrer Seite zu haben, wählten sie als Leitfigur für ihren Trip die hinduistische Figur Ganesha. Sie steht für Neuanfang und wird angerufen, wenn man Glück für den Weg oder am Anfang einer Unternehmung braucht. „Wir haben einen Mann getroffen, der wunderschöne bemalte Ganesha-Figuren aus Tonerde herstellt. Diese holt man sich im September zum Ganesha-Fest ins Haus, wo sie ein paar Tage bleiben, um dann in fröhlichen Prozessionen zum Wasser getragen und versenkt zu werden. Wir würden gerne einen Ganesha finden den wir mit nach Strodehne nehmen können“, so Konsor. In der Heimat soll die Gottheit dann Glück für ihr neues Projekt bringen, ein Kulturkiosk zur Buga.

Neben der Arbeit bleibt in Indien auch Zeit für Vergnügen. „Wir haben jede Menge Spaß hier, was nicht schwer ist angesichts der freundlichen Tiere und gut gelaunten Menschen“, berichtet Birte Hoffmann. Der in Indien überall sichtbare Zivilisationsmüll bringe sie dagegen zum Nachdenken. Pünktlich zur Buga wollen die Havelländerinnen gut gelaunt und gut gebräunt zurück sein und in Strodehne ihren Kiosk eröffnen.

Von Christin Schmidt

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