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Havelland Die schönsten Mövchen
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17:33 20.02.2014
Zur Zeit legen die Tauben gerade ihre Eier. Ernst-Albert Thiele mit einem seiner Tiere. Quelle: B. Geske
Rathenow

Seit wenigen Tagen hat der Rathenower Ernst-Albert Thiele (77 Jahre) es schriftlich: Er ist Deutscher Meister der Rassetaubenzucht 2013/2014. Bei der bundesweiten Taubenschau in Leipzig hat er in der Rasse „Altorientalische Mövchen Satinetten mit Spiegelschwanz, blaugeschuppt“ den Preisrichtern die schönsten Tiere vorgestellt. Urkunde und Wimpel sind ihm jetzt zugestellt worden und er kann seinen Stolz nicht verbergen, wenn er leise sagt: „Das ist das Non plus ultra.“

Dass es besser nicht sein kann, darf man dem Rathenower glauben, denn in seinem Trophäenzimmer drängeln sich die Auszeichnungen. Zahllose Urkunden, Tafeln, Wimpel und Plaketten hängen an den Wänden, die Schränke sind voll mit Pokalen und Bechern. Seit 66 Jahren ist er Mitglied im Rassegeflügelverein Rathenow von 1889, war 30 Jahre Zuchtwart des Bezirks Nord-Ost und 25 Jahre Preisrichter. Wie nebenbei blättert er Urkunden hin, die ihm bescheinigen, 2012 in Leipzig vier Europameister und einen Europachampion vorgestellt zu haben. Er murmelt: „50.000 Tiere waren dabei.“

Der Meister kann erst gar nicht recht sagen, was ihn an der Taubenzucht fasziniert. „Es ist der Umgang mit den Tieren“, sagt er und lässt nach kurzer Bedenkzeit doch etwas mehr durchblicken. Als er Preisrichter war, so erzählt er, wenn er da für eine Taube die Bestnote „Vorzüglich“ vergeben konnte, da sei ihm „das Herz aufgegangen“. Gesprächiger wird der Züchter dann bei der Frage, wie er es macht, dass er immer tolle Tauben hat. „Das ist nur ganz Wenigen in den Schoss gelegt“, antwortet Ernst-Albert Thiele und spricht zunächst über die Haltung. Muschelkalk (auch Grit) und Taubenstein werde täglich gereicht, das sei gut für den Mineralstoffhaushalt. Täglich frisches Wasser zum Trinken müsse natürlich sein, aber auch reichlich Badewasser müsse zur Verfügung stehen. Nicht zuletzt werde das richtige Mischfutter gebraucht.

„Das Entscheidende“, verrät der Altmeister dann, „ist die Verpaarung.“ Er führe genau einen Abstammungsnachweis für jedes Tier und suche die besten Linien heraus. Die Paarungszeit der Tauben geht jetzt gerade zu Ende und die ersten Weibchen haben schon ihre Eier gelegt. 54 Mövchen hat Ernst-Albert Thiele zurzeit, im Sommer werden es mehr als 200 sein. Jedes Taubenweibchen legt stets zwei Eier. Erst das eine und 36 Stunden später das zweite. Die Brutzeit dauert 18 Tage.

„Man versucht, bei der Zusammenstellung der Paare einen Idealzustand zu erreichen“, erklärt der Züchter. Zwangsehen würden aber nichts bringen, liebesfaule Paare trenne er nach angemessener Zeit wieder. Nicht zu vergessen sei die rechtzeitige Gewöhnung an die Käfige, in denen die Vögel auf Ausstellungen vorgestellt werden, ergänzt er. Nicht eingewöhnte Tiere seien traurige Figuren. Gut vorbereitete Tauben aber, solche wie seine, stellten sich sogar in Positur, wenn der Preisrichter kommt. Das werde natürlich bei der Bewertung honoriert.

Von Bernd Geske

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