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Havelland Erste Jugendkonferenz im Amt Rhinow
Lokales Havelland Erste Jugendkonferenz im Amt Rhinow
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15:07 25.08.2019
BDie Jugendlichen unterbreiteten zahlreiche Vorschläge. Quelle: Norbert Stein
Rhinow

Neben den Tagesaufgaben ist Kommunalpolitik auf die Zukunft ausgerichtet. Sie betrifft deshalb auch Kinder und Jugendliche. Sie sollten sich deshalb auch in die Entwicklung ihrer Gemeinde einbringen mit eigenen Vorschlägen und Hinweisen.

Viele Fragen

Aber welche Entscheidungen betreffen Kinder und Jugendliche besonders? Wie kann man sie für kommunale Belange und Entscheidungen begeistern? Eine Diskussionsrunde im Jugendclub, ein Post auf Instagram oder ein Aushang an der Bushaltestelle – wie und wo können Bürgermeister und Abgeordnete mit dem Nachwuchs am besten ins Gespräch kommen?

Die Antwort

Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt einer Jugendkonferenz des Amtes Rhinow. Das Amt hatte dazu gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Havelland und dem Aktionsbündnis „Partnerschaft für Demokratie Westhavelland & Nauen“ Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren aus dem Amtsbereich Rhinow eingeladen.

Moderatorin Grit Burmeister führte locker durch die Jugendkonferenz. Quelle: Norbert Stein

150 Einladungen waren von der Verwaltung verschickt worden. Rund 30 Kinder und Jugendliche aus allen Gemeinden des Ländchen Rhinow kamen. Amtsdirektor Jens Aasmann begrüßte die Teilnehmer und erklärte, die Jugendkonferenz soll der Auftakt sein zur stärkeren Teilhabe von Kinder und Jugendlichen an politischen Entscheidungen, so wie es die Kommunalverfassung vorsieht.

Schwungvolle Freizeitgestaltung

So waren Bürgermeister und Abgeordnete bei der Jugendkonferenz auch lediglich Zuhörer. Eine Unterstützung ihrerseits wäre auch gar nicht nötig gewesen. Die 11-bis 18jährigen nutzten die von Grit Burmeister locker und jugendgemäß moderierte Veranstaltung auch ohne Unterstützung für eine lebhafte Diskussion, machten Vorschläge für ein besseres Leben in den Dörfern und einer schwungvolleren Freizeitgestaltung.

Viele Wünsche

Die Moderatorin fragte zunächst nach Vorschlägen für ein attraktiveres Leben im Ländchen Rhinow. Die Kinder und Jugendliche schrieben ihre Vorschläge und Wünsche auf Kärtchen und hefteten sie an eine Tafel. Zum Beispiel: ein Skaterpark, bessere Busverbindungen, kostenfreies W-Lan, weitere Radwege, späterer Unterrichtsbeginn in den Schulen, besseres Internet, ein Freibad, Einkaufsmöglichkeiten in den Gemeinden, eine Gasstätte in Rhinow, in Großderderschau eine Badestelle an der Dosse, Kino und Disco in den Dörfern.

Schulsozialarbeiter René Hegner diskutiert mit Kinder und Jugendlichen. Marlene (l.) aus Hohennauen und Mathilde aus Parey erklären ihre Vorschläge.   Quelle: Norbert Stein

Mannigfaltigkeit waren auch die Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen, wie das Amt sie zu Vorhaben, kommunale Vorgaben, Veranstaltungen und Gemeindeleben informieren sollte. Die Tendenz ging zu Instagram, aber auch SMS, Whatsapp oder Aushänge in den Dörfern. „Das Amt verfügt nicht über Instagram“, sagte Jens Aasmann.

Ein wenig Hoffnung

Hoffnung machen konnte er auf einige W-Lan-Stationen an ausgewählten Standorten im Amtsbereich in naher Zukunft. Hinsichtlich besserer Busverbindungen verwies der Jens Aasmann auf eine Befragung. Die Veranstaltung war gut vorbereitet und stieß bei den Jugendlichen Zustimmung.

Neuauflage geplant

Sie machte den Jugendlichen Lust auf mehr. Die Moderatorin forderte die Kinder und Jugendlichen darum auf, sich zukünftig stärker an kommunalpolitischen Prozessen zu beteiligen.Wie Marlene und Jari aus Hohennauen oder Mathilde aus Parey schlugen auch noch weitere Teilnehmer vor, sich zukünftig im Jahr bei drei oder vier solchen Konferenzen auszutauschen.

Konzept wird erarbeitet

Grit Burmeister wird nun die Konferenz auswerten und dem Amt Vorschläge zur weiteren Einbeziehung von Kinder- und Jugendlichen in die Kommunalpolitik unterbreiten.

Von Norbert Stein

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