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Havelland Etwas Trost in schwerer Zeit
Lokales Havelland Etwas Trost in schwerer Zeit
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13:39 08.10.2013
Ein Blick aus dem Boot. Mehr als zwei Meter standen Haus und Hof von Gernot Quaschny zeitweise unter Wasser. Quelle: A. SCHLEUSNER-REINFELDT
GÖTTLIN/ HOHENGÖHREN

Im Beruf zur Untätigkeit verdammt, hat Gernot Quaschny viele Menschen seiner Heimatregion, die vom Hochwasser eingeschlossen waren, durch unzählige Fahrten mit seinem Fischerboot mit allem Nötigen versorgt (MAZ berichtete). Am Sonnabend gab es für ihn mal wieder eine Gelegenheit zu lächeln: Da nahm er bei McMöbel in Göttlin eine gespendete Erstausstattung für seine Notwohnung entgegen.

Zunächst hatte Gernot Quaschny im Wohnwagen eines Bekannten Unterkunft gefunden. Dann hat die Gemeinde für ihn eine leerstehende Wohnung renoviert. Tapeten, Teppiche – das war möglich. Doch Möbel konnte die Gemeinde nicht finanzieren. „Wir haben erstmal eine Wunschliste aufgestellt“, hat Gemeindevertreter Peter Hackel erzählt, „und überlegt, wie man Möbel bekommen könnte.“

Der Klietzer Detlev Voigt, der mit Verwandten und Nachbarn wegen des Hochwassers auch Haus und Hof verlassen musste und in Lochower Ferienwohnungen unterkam (MAZ berichtete), bat schließlich Mc Möbel in Göttlin um eine Spende.„Ich habe großen Respekt vor Herrn Quaschny“, sagte Filialleiterin Viola Dreibrodt. Deshalb habe sie ihrem Prokuristen sofort vorgeschlagen, dem Spendenwunsch nachzukommen. So stellte McMöbel für Gernot Quaschny ein komplettes Schlafzimmer, eine Spüle sowie einen Tisch und vier Stühle für die Küche zur Verfügung.

Nach seinen Empfindungen befragt, antwortete Quaschny: „Das ist super.“ In der Notwohnung habe er zusammen mit seiner Partnerin bislang vier Tage auf Matratzen auf dem Boden geschlafen. Es sei schon ein komisches Gefühl, so beschenkt zu werden, räumte er ein. Aber in der Kürze der Zeit sei es einfach schwierig gewesen, selbst etwas zu organisieren. Seit 1914 befänden sich Haus und Hof in Familienbesitz, wollte Gernot Quaschny noch sagen. Nie habe etwas unter Wasser gestanden. Erst durch den Deichbruch bei Fischbeck sei das nun passiert.

Gemeindevertreter Peter Hackel wollte noch einmal bekräftigen, weshalb er die Spende für Gernot Quaschny als hochverdient ansieht. „Er hat an die 200 Menschen in Schönhausen, Hohengöhren und Neuermark-Lübars, die vom Hochwasser eingeschlossen waren, zehn Tage lang versorgt“, erinnerte er. Lebensmittel, Brennstoff, Medikamente – all solche Dinge habe er mit seinem Kahn transportiert. Der Fischer sei als einziger Bewohner von Hohengöhren so stark vom Hochwasser betroffen. Dass er in seiner Not sich anderen gegenüber „mehr als hilfsbereit“ gezeigt habe, würden ihm die Menschen der ganzen Region niemals vergessen.

Am Sonnabend, als Gernot Quaschny die Möbelspende in Göttlin entgegennahm, stand sein Haus noch immer mehr als einen Meter unter Wasser. Für den gestrigen Montag hatte das THW zugesagt, mit dem Abpumpen zu beginnen. Da hatten Haus und Hof 22 Tage unter Wasser gestanden. 

Von Bernd Geske

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