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Falkensee ASB-Schulsozialarbeiterin koordiniert Lesepaten
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07:15 21.12.2018
Konstanze Schleehauf und Ursula Reussner (v.l.) tauschen sich mit den anderen ehrenamtlichen Lesepaten zwei bis drei Mal im Jahr aus.
Konstanze Schleehauf und Ursula Reussner (v.l.) tauschen sich mit den anderen ehrenamtlichen Lesepaten zwei bis drei Mal im Jahr aus. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Märchen, Tier- und Kurzgeschichten liest Ursula Reussner mit den Kindern am liebsten, viele Bücher stammen noch aus der Zeit, als die eigene Tochter klein war. Für das Lesepaten-Projekt, das ASB-Schulsozialarbeiterin Konstanze Schleehauf von ihrem Büro in der Erich-Kästner-Grundschule aus koordiniert, hat sie die Klassiker vom Dachboden geholt. „Als ich vor einigen Jahren in Rente ging, habe ich eine neue Herausforderung gesucht. Aus der Zeitung habe ich von den Lesepaten erfahren“, so die engagierte Falkenseerin.

Hilfe bei den Hausaufgaben

Seither trifft sie sich einmal in der Woche mit ihren Paten, derzeit sind es zwei Grundschüler, im Hort. Sie liest mit ihnen und hilft bei den Hausaufgaben. „Das traut sich nicht jeder zu, den Kindern auch in anderen Fächern zu helfen. Fachtexte für Bio oder Physik durchzuarbeiten ist eben etwas ganz anderes als eine Geschichte zu lesen“, sagt Konstanze Schleehauf, die Paten und Schüler in enger Absprache mit den Lehrern zusammenbringt.

20 Lern- und Lesepaten helfen derzeit Kindern, denen das Lesen schwerfällt oder die eine andere Muttersprache haben. Einige Ehrenamtliche sind sogar Teil des regulären Unterrichts. „Die Kinder nehmen das sehr gut an. Der Bedarf ist da und wir suchen immer neue Paten“, so Schleehauf, die weiß, dass es nie zu früh ist, auch schon den Kleinsten vorzulesen.

Wortschatz erweitern, Fantasie anregen

„Der Wortschatz erweitert sich und die Fantasie wird angeregt“, so die Sozialpädagogin. Handy, Fernseher, Tablet und Co. könnten da nicht mithalten. „Die meisten Kinder können mit Schuleintritt bereits etwas lesen, aber die Spanne ist groß. In der ersten und zweiten Klasse haben sie Zeit sich zu entwickeln, sollte es keinen Fortschritt geben, können die Lesepaten helfen“, so Konstanze Schleehauf.

Dass es nicht immer nur ums Lesen geht, weiß Ursula Reussner, die bisher für sechs Grundschüler eine Patenschaft übernahm. „Die Kinder wollen natürlich erzählen und mit mir Probleme des Alltags wälzen. Ich versuche immer das Lesen und die Schularbeiten darüber nicht zu vergessen“, lacht Reussner, die für die älteren Kinder Märchen gegen Jugendliteratur austauscht. Ihre Inspiration holt sich die Rentnerin in der Stadtbibliothek, in der sie sich ebenfalls ehrenamtlich engagiert.

Bücherkiste in der Erich-Kästner-Grundschule

„Außerdem haben wir über den ASB in Zusammenarbeit mit der Partnerschaft für Demokratie eine Bücherkiste für die Kästner-Grundschule angeschafft. Mehrsprachige Literatur zu verschiedenen Themen, wie Liebe oder Flucht, können unkompliziert über die Schulsozialarbeiter ausgeliehen werden“, sagt Konstanze Schleehauf, die neben dem Lesepaten-Projekt noch für weitere Angebote zuständig ist.

Als eine von insgesamt neun Schulsozialarbeitern des ASB macht sie den Kästner-Schülern „Handyfasten“ schmackhaft oder regt dazu an, auf sich selber und seine Mitmenschen zu achten. Ein Musical-Projekt an der Diesterweg-Grundschule, Yoga zur Entspannung in Perwenitz oder Poetry-Slam an der Kant-Schule – die ASB-Schulsozialarbeit ist vielfältig und wichtig, egal ob Grund- oder Oberschule.

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Von Laura Sander