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Falkensee Antisemitismus: Falkenseer Bündnis mahnt zur Wachsamkeit
Lokales Havelland Falkensee Antisemitismus: Falkenseer Bündnis mahnt zur Wachsamkeit
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12:15 25.01.2020
In Falkensee erinnert ein Stolperstein an die in Auschwitz ermordete Gertrud Kolmar. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz am 27. Januar 1945 erinnert das Bündnis gegen Rechts Falkensee in einer Erklärung an den Holocaust und mahnt gleichzeitig zur Wachsamkeit, mit Blick auf den zunehmenden Antisemitismus in der Gesellschaft.

Wie kein anderer Ort ist das Konzentrationslager Auschwitz Symbol für die Schrecken der NS-Herrschaft. Er steht für die Ermordung von mehr als sechs Millionen Juden, sowie zahlreichen anderen Verfolgten wie Sinti und Roma, Homosexuelle oder politisch Andersdenkende.

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Grüne, SPD und Linke unterstützen Bündnis

„Für uns ist Auschwitz seither Mahnung, dass sich Rassenwahn und andere Formen gruppenspezifischer Diskriminierung nie wiederholen dürfen. Für uns Deutsche ist dies eine besondere Verpflichtung und historische Verantwortung“, heißt es in der Erklärung, die auch von den Falkenseer Grünen, der SPD und der Partei Die Linke unterstützt wird.

Umso erschreckender sei es, dass Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Intoleranz heutzutage wieder an Boden gewinnen. „Fast täglich gibt es Nachrichten von Menschen, die wegen ihrer Hautfarbe, Religion oder ethnischen Herkunft diskriminiert, verachtet oder gar gewaltsam angegriffen werden.“ Zum Ziel werden auch immer wieder Juden, wie etwa beim Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober. „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Juden, darunter auch solche, die den NS-Terror überlebt und sich in Deutschland wieder niedergelassen haben, hier nicht mehr sicher fühlen oder deswegen unserem Land sogar den Rücken kehren. Antisemitismus darf in Deutschland keinen Platz mehr haben“, so die Botschaft des Bündnisses.

Rechtspopulismus nicht zulassen

Die Mitglieder und Unterstützer des Bündnis gegen Rechts wollen einen Beitrag dazu leisten, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Falkensee den Nährboden zu entziehen. „Wir wollen all denen, die Fremdenfeindlichkeit und Rassismus propagieren, entgegentreten und auch diejenigen aufrütteln, die das Treiben solcher Propagandisten scheinbar teilnahmslos hinnehmen.“

Es gelten die Werte der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Oder wie es in Artikel 3 des Grundgesetzes heißt: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ „Dies ist uns Verpflichtung und Richtschnur unseres Handelns“, so das Bündnis.

Von MAZ