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Falkensee Aquarell und Pastell: Neue Ausstellung im Kulturhaus
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13:56 21.02.2019
Winfriede Schmitt erklärt den Gästen gerne, mit welchen Techniken sie an ihren Bildern gearbeitet hat. Quelle: Vivien Tharun
Falkensee

 „Das kann ich auch“, dachte Winfriede Schmitt vor ungefähr zehn Jahren, als eine Kollegin ihr selbst gemalte Bilder zeigte. So begann sie mit der Aquarelltechnik: „Ich habe damals angenommen, das sei die einfachste Maltechnik. Und dann war es die schwerste“, sagt Schmitt. Inzwischen meistert sie diese Technik souverän.

Ausstellung noch bis Ostern zu sehen

Im Falkenseer KulturhausJohannes R. Becher“ stellt Schmitt nun bis kurz vor Ostern 20 ihrer Werke aus. Von den 20 Bildern hat Schmitt vier Stück mit Pastellkreide gemalt und bei zwei weiteren Techniken gemischt. Die restlichen 14 sind Aquarelle. Zu sehen sind überwiegend Landschafts- und Pflanzenmotive.

Winfriede Schmitt mit ihrem Aquarell "Schiffe auf hoher See". Mit Gouache-Farbe hat sie das Weiß des Meerschaums bearbeitet. Quelle: Vivien Tharun

Ihre erste Ausstellung ist es nicht. Schmitt hat ihre Bilder unter anderem im Museum „Spandovia Sacra“ in der Spandauer Kirche St. Nikolai und zweimal in der Stadtbibliothek Spandau gezeigt. Seit 2013 war sie an mehr als zehn Einzel- und Gesamtausstellungen beteiligt. Im Kulturhaus ist sie zum zweiten Mal. „Ich bin dort Tanzleiterin für den Seniorentanz“, sagt Schmitt. So sei es für sie naheliegend gewesen, dort nachzufragen, ob sie ihre Bilder ausstellen dürfe.

„Mein Mann ist mein größter Unterstützer“, sagt die Malerin. Er würde ihr dabei helfen Materialien wie Bilderrahmen zu kaufen und sie in den Ausstellungsräumen aufzuhängen. „Er gibt mir gelegentlich Tipps, wie etwas besser laufen könnte“, sagt die Malerin.

Verständnis für die Leidenschaft

Und auch zu Hause bringe er Verständnis für ihre Leidenschaft auf: „Mittlerweile stapeln sich meine Bilder bereits unter dem Bett und an anderen Stellen“, sagt sie. „Wenn die Bilder dann in einer Ausstellung hängen, bekomme ich wieder ganz neuen Spaß an ihnen.“

Gerne erzählt Winfriede Schmitt Betrachtern ihrer Werke, welche Technik sie verwendet hat. Bei manchen Bildern hat sie Frischhaltefolie über die nasse Aquarellfarbe gelegt, damit wolkenartige Farbverläufe entstehen. Ein Trick, den die Hobbymalerin in vielen verschiedene Kursen und an der Volkshochschule gesammelt hat.

Kleckern und bröseln

Fast all ihre Kunstwerke entstehen in der Küche ihres Brieselanger Eigenheims. „Da macht es auch nichts, wenn ich einmal mit der Farbe kleckere“, so die Künstlerin. Oder wenn die Kreide bröselt. Das sei nämlich bei Pastellfarben der Fall. Die hätten allerdings wieder den Vorteil, dass Fehler oder falsche Farben einfach übermalt werden könnten. Das ginge bei Aquarellbildern nicht. Außerdem könnten bestimmte Stellen wieder aufgehellt werden, die vorher zu dunkel waren.

Auf diesem Aquarell von Winfriede Schmitt regnet es so sehr, dass nur noch Schirme zu sehen sind. Quelle: Vivien Tharun

Ihr Motive findet die ehemalige Verwaltungsangestellte überall. Mal schaut sie sich einen bestimmten Ausschnitt in der Landschaft genauer an und malt ihn nach. Dann übernimmt sie Fotos aus Zeitungen oder Postkarten. Gelegentlich entspringt ein Bild auch ganz Schmitts Fantasie. Am schönsten findet sie ihr Aquarell zweier Strelitzien auf weißem Grund. Blumen und Landschaften malt sie, weil diese ihrer Ansicht nach am besten zu interpretieren und schlichtweg am schönsten seien.

Es geht nicht ums Verkaufen

Ursprünglich kommt Winfriede Schmitt aus Berlin. Bis 2005 lebte sie in Charlottenburg, bevor sie und ihr Ehemann sich für den Umzug nach Brieselang entschieden. Dort nimmt sie jährlich am „Tag des offenen Ateliers“ teil. Die Hoffnung, auf diese Weise eines ihrer Werke zu verkaufen, hat sie inzwischen aber aufgegeben: „Anfangs dachte ich, meine Bilder würden schnell weg gehen.“ Doch in den zehn Jahren ihres Schaffens, stellte sie fest, dass die meisten Menschen ihre Wohnstätte schon fertig dekoriert haben.

Ihr ginge es aber sowieso nicht ums Verkaufen, sondern ums Malen. Das wolle sie auch in Zukunft weitermachen. Und dann mit noch mehr Repertoire: Zukünftig sollen auch noch Bleistiftzeichnungen auf ihren Ausstellungen zu sehen sein.

Von Vivien Tharun

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