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Falkensee Bei der Megawahl wird bis in die Nacht gezählt
Lokales Havelland Falkensee Bei der Megawahl wird bis in die Nacht gezählt
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17:05 14.05.2019
Wahlleiter Mathias Techen (li.) und sein Stellvertreter Oliver Hödt mit den Stimmzetteln für den Kreistag und für die Falkenseer SVV. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

So groß war der Brief für die Briefwahl noch nie: In DIN-A-4-Umschlägen stecken drei sehr große Wahlscheine für die Mehrfachwahl am 26. Mai. Allein in Falkensee sind schon 3900 Anträge auf Briefwahl gestellt. Für die Frauen im Bürgeramt bedeutet das Akkordarbeit: Sie tüten einen Stapel Unterlagen ein.

Mit Gelb und Rosa zur Wahl

Ein Meer an farbigen Zetteln breitet sich auf dem Tisch aus. Jede Wahl hat ihre Farbe: Weiß für die Europawahl, gelb für die Kreistagswahl und rosa für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung. Die Farbvorgaben machte der Landeswahlleiter.

Andrea Poppendieck, Verwaltungsfachangestellte beim Eintüten der Briefwahlunterlagen im Bürgeramt Falkensee Quelle: Tanja M. Marotzke

Gerne hätten die Falkenseer schon früher mit dem Eintüten begonnen, aber die Stimmzettel für die Europawahl kamen erst recht spät, sagt Wahlleiter Mathias Techen. Erst am 4. Mai waren die weißen, langen Zettel mit den 40 Parteien und Vereinigungen in Falkensee eingetroffen. Am Montag drauf konnten die ersten Briefwahlunterlagen verschickt werden. Die Stimmzettel zur Kreistagswahl lagen zuerst vor, die zur Stadtverordnetenversammlung folgten kurz darauf.

Neue Wahlleitung

Für Mathias Techen und seinen Stellvertreter Oliver Hödt sind es die ersten Wahlen, bei denen sie die Wahlleitung stellen. Im November 2018 waren sie von den Stadtverordneten dazu berufen worden.

Mathias Techen ist Amtsleiter Bürgeramt, Oliver Hödt ist Fachbereichsleiter Bürgerservice. Sie sind für die „ordnungsgemäße Durchführung der Wahlen in Falkensee“ zuständig. Eine neue Aufgabe und dann gleich so eine große. Nervös wirken die beiden Männer trotzdem nicht. Seit Monaten bereiten sie sich auf diese Aufgabe vor, selbst waren sie in der Vergangenheit als Wahlhelfer tätig, wissen also, was genau in den Wahllokale passiert.

36000 Wahlberechtigte

Falkensee hat rund 36000 Wahlberechtigte für den Kreistag und die Stadtverordnetenversammlung, wo auch 16- und 17-Jährige wählen können. Bei der Europawahl können 33000 Falkenseer mitbestimmen.

Wahlhelfer gefunden

Rund 300 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer mussten sie für den Großkampftag am 26. Mai zusammentrommeln. „Eine gute Nachricht: Die Stellen sind im Prinzip alle besetzt“, sagt Mathias Techen. Wieder sind viele Angestellte aus der Verwaltung dabei, die sich freiwillig für diesen Tag gemeldet haben, aber auch Frauen und Männer aus der übrigen Bevölkerung. Die Grundbesetzung ist gesichert, gerne würden die Wahlleiter noch mehr Helfer einsetzen. Vielleicht als zusätzliche Beisitzer in den Wahllokalen, vor denen ein Auszählmarathon liegt.

Zählen bis in die Nacht

35 Wahllokale und sieben Briefwahllokale müssen besetzt werden. Mehr als 100 Wahlurnen und 70 Wahlkabinen müssen bereitstehen. In vier Schulungen werden die Wahlhelfer auf ihre Aufgabe vorbereitet. Und die hat es in sich. „Das Auszählen wird diesmal länger dauern als sonst“, vermutet Mathias Techen.

Während bei der Europawahl per Stimmzettel nur eine Stimme zu erfassen ist, sind bei der Kreistags- und SVV-Wahl jeweils bis zu drei Stimmen zu vergeben und auszuwerten. „Jeder Stimmzettel wird auseinander gefaltet und die Stimmen werden vorgelesen, andere Mitglieder im Wahlvorstand notieren die Stimmen“, erklärt Mathias Techen. Das wird Stunden bis weit nach Mitternacht brauchen, bis alles ausgezählt ist, so seine Vermutung.

Weiter Weg für Waldheimer

Vor allem die Briefwahllokale sind gefordert. Auch wenn tausende Briefe schon vorliegen, können sie erst Sonntag ab 18 Uhr geöffnet werden. Die meisten Falkenseer werden erfahrungsgemäß aber ihre Stimme direkt am Wahlsonntag abgeben. Dabei haben die Waldheimer den weitesten Weg, weil sich in ihrem Wohngebiet kein Wahllokal befindet. Die anderen sind über das Stadtgebiet verteilt, sie befinden sich in öffentlichen Gebäuden: Schulen, Kitas, Becher-Kulturhaus. „Es sind die gewohnten Wahllokale“, sagt Techen, gerne würde er einige tauschen, weil nicht alle barrierefrei sind.

Von Marlies Schnaibel

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