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Falkensee CDU lädt Bürger zum Plausch ein – und keiner kommt
Lokales Havelland Falkensee CDU lädt Bürger zum Plausch ein – und keiner kommt
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15:54 11.07.2019
Barbara Richstein, Sven Steller, Renate Kiel hatten zum Bürgergespräch ins Hotel Kronprinz geladen. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

„Zuhören – Verstehen – Handeln“. Diesen Leitspruch haben sich die Falkenseer Christdemokraten auf die Fahne geschrieben. Damit den Worten auch Taten folgen hatten die Stadtverordneten Renate Kiel und Sven Steller an diesem Mittwochabend alle Bürger, insbesondere aus Finkenkrug und Waldheim, zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch ins Hotel Kronprinz geladen.

„Wir wollen dem Vorurteil entgegenwirken, dass wir immer nur kurz vor der Wahl hervorkriechen und dann nicht mehr mit den Bürgern reden“, erklärte Sven Steller die Motivation für diesen Abend.

Kein Bürger schaute vorbei

Auch die Kreistagsabgeordneten Julia Kaeding und Matthias Richter sowie die Landtagsabgeordnete Barbara Richstein waren gekommen. Die Direktkandidatin für den Wahlkreis 6 brachte auch den obligatorischen CDU-Stammtisch-Wimpel mit. Somit war die geballte Falkenseer und vor allem Finkenkruger CDU-Power an einem Tisch versammelt. Einzig die Bürger fehlten.

Kein einziger konnte sich offenkundig für die Veranstaltung begeistern. Lediglich eine Finkenkrugerin rief kurz vorher an und gab telefonisch durch, dass sie mit dem Busverkehr in Finkenkrug nicht zufrieden ist.

CDU will transparenter werden

Trotz zuletzt leicht gestiegener Wahlbeteiligung scheint es immer schwieriger zu sein, die Menschen vor der Haustür zu erreichen. „Wir können nur das Angebot zum Gespräch unterbreiten, den nächsten Schritt müssen die Bürger selbst machen“, sagte Sven Steller. Dabei setzt die Falkenseer CDU besonders nach der Kommunalwahl darauf, die politischen Entscheidungsprozesse transparenter zu machen. „Wir werden unsere Fraktionssitzungen künftig öffentlich halten, so hat jeder die Möglichkeit zu uns kommen“, erklärte Barbara Richstein.

Darüber hinaus habe sich für die langjährige Landtagsabgeordnete gezeigt, wie wichtig es ist, neben der politischen Tätigkeit auch ehrenamtliche Ämter zu bekleiden. „Wenn ich im Leichtathletikstadion stehe oder Sven Steller auf dem Fußballplatz, kommen wir natürlich ganz anders mit den Menschen ins Gespräch, das ist ein ganz wichtiger Faktor“, so Richstein.

Allgemeine Verdrossenheit

Dass nun gar kein Bürger der Einladung folgte war für Barbara Richstein nicht ganz überraschend. „Man muss schon sagen, dass es eine allgemeine Verdrossenheit gibt, das zeigt sich auch bei den Mitgliederversammlungen von Sportvereinen, zu denen kaum jemand kommt“, sagte sie. Es sei kein rein politisches Phänomen. Zudem, so Richsteins Erfahrung, seien Veranstaltungen, die die CDU gemeinsam mit anderen Organisationen und Vereinen durchführt, besser besucht, als reine CDU-Events.

Dennoch hätten Sven Steller und Renate Kiel gerne mit den Bürgern darüber gesprochen, wo der Schuh drückt. Ob bei den Bauvorhaben zweier Supermärkte oder der Diskussion um die alten Kopfsteinpflasterstraßen in Finkenkrug, die von den einen geliebt und von anderen gehasst werden.

Wahlkampf mit vielen Veranstaltungen

Aber auch ohne Bürger hatten die Christdemokraten genug zu besprechen, steht doch die Landtagswahl bevor. 750 Wahlplakate wird Barbara Richstein in den kommenden Wochen aufhängen. Sie schaut mit Spannung auf die Wahl und ihre starken Gegenkandidaten.

Bias zur Wahl soll es zudem weitere Veranstaltungen geben, unter anderem mit dem Spitzenkandidaten Ingo Senftleben an diesem Sonntag. Auch Annegret Kramp-Karrenbauer wird den Wahlkampf unterstützen. Vielleicht kommen dann ja sogar ein paar interessierte Bürger.

Von Danilo Hafer

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