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Falkensee Christian Görke ist neuer Kreischef der Linken im Havelland
Lokales Havelland Falkensee Christian Görke ist neuer Kreischef der Linken im Havelland
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20:30 26.10.2019
Neun der zehn Mitglieder des neuen Kreisvorstandes um Christian Görke (Mitte) und Sandra Schiller (4.v.r.). Quelle: Privat
Falkensee

Die Linken im Havelland haben einen neuen Vorsitzenden. Christian Görke wurde auf der Mitgliederversammlung in Falkensee mit einer überwältigenden Mehrheit von 96,4 Prozent gewählt. Seine Stellvertreterin Sandra Schiller aus Falkensee erhielt 80,4 Prozent der Stimmen. Die beiden folgen auf die bisherige Doppelspitze Hendrik Öchsle und Karin Heckert.

Nach seiner Wahl sagte Görke: „Nach einem für Die Linke nicht einfachen Jahr mit unbefriedigenden Wahlergebnissen im Land Brandenburg, aber auch im Havelland, macht es keinen Sinn, den Kopf in den märkischen Sand zu stecken. Deshalb habe ich mich entschlossen, für den Kreisvorsitz der havelländischen Linken zu kandidieren und freue mich, dass mich die Gesamtmitgliederversammlung heute zum Vorsitzenden gewählt hat.“

Weiter mitgestalten

Görke machte deutlich, dass die Linken im Landkreis auch weiter mitgestalten wollen: „Wir wissen: Wir leben nicht im Wolkenkuckucksheim. Wir haben als Linke den Anspruch und jede Menge Ideen und Elan, die Lebensverhältnisse zu verbessern. Ich möchte, dass wir Linken weiterhin eine wichtige Rolle wahrnehmen bei der Zukunftsgestaltung vor Ort in den Dörfern und Gemeinden, aber auch im gesamten Land.“

Als Ziele nannte der neue Kreisvorsitzende unter anderem: „Die Linke im Havelland setzt sich konsequent für Gerechtigkeit ein und will die Teilhabe für alle Menschen stärken. Dazu gehört für uns zum Beispiel ein beitragsfreier Schülerverkehr für alle havelländischen Mädchen und Jungen.“ So wie es in Ostprignitz-Ruppin geplant sei, wo es für das Schuljahr 2020/2021 eine kostenlose ÖPNV-Nutzung für alle Schüler geben soll.

ÖPNV soll gestärkt werden

Darüber hinaus will man im Havelland den öffentlichen Personennahverkehr stärken und die Bahnanbindung aus dem Havelland nach Berlin durch die Erhöhung der Taktfrequenz verbessern.

Wie Görke sagt, fordere man zudem die Bildung eines Regionalen Wachstumskerns im Havelland. „Die havelländischen Regionen Rathenow/Premnitz wie auch Wustermark/Elstal/Falkensee haben die Potenziale für die Etablierung eines Wachstumskerns.“

Zusammenarbeit ist konstruktiver

Rückblickend auf die Zeit seit der Kommunalwahl hatte Andrea Johlige eingeschätzt, dass die Linke, die im Kreistag eine Fraktion mit Die Partei bildet, jetzt eine andere Rolle hat als zuvor. Dies hänge auch damit zusammen, dass es nicht mehr die Zählgemeinschaft gibt.

„Damals hatten wir nur selten die Chance, einen Antrag durchzubringen. Allerdings war es auch schon mit dem neuen Landrat besser geworden“, sagt sie. Die Zusammenarbeit im Kreistag sei durch die neue Konstellation konstruktiver geworden, jetzt müssten immer Mehrheiten gesucht werden.

Bessere Verzahnung mit Ortsverbänden nötig

Andrea Johlige sieht aber auch noch Luft nach oben bei der Verzahnung des Kreisvorstandes mit den Ortsverbänden in den Städten und Gemeinden. Mit der Wahl habe man zwar an Verankerung in der Bevölkerung verloren, doch es gebe auch gute Beispiele: Dazu nannte sie Wustermark, wo die Linken ihr Ergebnis verbessert hätten und zweitstärkste Fraktion seien. „Wir müssen schauen: Was machen sie dort richtig, was können andere Städte daraus lernen?“

Weitere Mitglieder im neuen Kreisvorstand sind: Fabian Streich, Jörg Schönberg, Brigitte Degner, Otto Stache (Kreisgeschäftsführer), Antje Koch, Andreas Johlige, Bernd Haselau (Schatzmeister) und Barbara Garche.

Von Andreas Kaatz

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