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Falkensee Falkenseer Ala-Kino steht zum Verkauf – Stadt hat kein Vorkaufsrecht
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21:04 18.04.2019
Das Ala Kino in Falkensee ist das einzige Kino in der Umgebung. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

Wer schon immer mal ein eigenes Kino besitzen wollte, dem bietet sich in Falkensee derzeit ein einzigartiges Angebot. Das Ala-Kino in der Potsdamer Straße steht aktuell zum Verkauf. 440.000 Euro ruft die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in einem Exposé auf.

Das Falkenseer Kino existiert seit 1936. Nun soll das Gebäude verkauft werden.

Neben dem Kinosaal, mit Platz für 200 Kinobesucher, gehört zum Objekt auch eine Maisonette-Wohnung, die sich über drei Etagen erstreckt. Sie bietet Wohnraum auf 178 Quadratmetern. Gebaut wurde das Kino bereits 1936 und im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut.

Der geplante Verkauf kommt für viele überraschend, verbunden mit der Sorge, ob es womöglich bald kein Kino mehr in Falkensee geben könnte. Überrascht war auch der Kinoverbund Cineplex selbst, der das Ala-Kino betreibt. Derzeit sei es noch zu früh, um Prognosen abzugeben, was aus dem Gebäude wird, wenn es einen neuen Käufer findet.

Cineplex an Kauf interessiert

Dass im Ala jedoch vorzeitig das Licht ausgeht, scheint eher unwahrscheinlich. „Wir gehen davon aus, dass der Spielbetrieb erhalten bleibt. Wir selbst sind auch an der Immobilie interessiert, eventuell auch, um noch einen zusätzlichen Saal auszubauen und zu vergrößern“, erklärte Cineplex-Marketingleiter Robert Schünemann.

Der Saal bietet Platz für 200 Gäste. Quelle: Tanja M. Marotzke

Der Zuspruch in Falkensee sei noch immer gut. Und so möchte Cineplex auch in Zukunft das Kinoangebot in der Stadt weiterführen.

Bei einem Kauf würde der neue Besitzer den Kinobetreiber als Mieter übernehmen. Der Mietvertrag sei zeitlich nicht begrenzt, könne aber von beiden Seiten mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt werden.

Stadt hat wohl kein Vorkaufsrecht

Über die Zukunft des Kinos macht sich auch Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) Gedanken. Konkretere Informationen über den Verkauf liegen aber auch dem Stadtoberhaupt noch nicht vor. „Grundsätzlich muss uns der Eigentümer erst einmal nicht informieren, es sei denn, es ist beabsichtigt, etwas auf dem Gelände zu verändern, also das Gebäude abzureißen und dann Wohnungen zu bauen“, sagt Müller.

Ob die Stadt für das gesamte Kino-Gebäude ein Vorkaufsrecht hat, sei derzeit rechtlich noch nicht vollständig geprüft, wohl aber für einige Teilflächen des Grundstücks. „Dabei handelt es sich um Verkehrsflächen, wie etwa eine Durchwegung“, erklärt Müller.

Kino ist wichtiger kultureller Anlaufpunkt

Grundsätzlich wären auf dem Areal auch andere Nutzungen möglich. „Im Bebauungsplan ist nicht vorgeschrieben, dass an dieser Stelle ausschließlich ein Kino erlaubt ist“, so Müller. Das Kino sei jedoch ein wichtiger kultureller Anlaufpunkt für viele Falkenseer und eine Schließung ein herber Einschnitt für das Leben in der Stadt.

Regisseur Dirk Kummer zeigte im Ala-Kino seinen Film Zuckersand. Mit dabei waren auch die Schauspielerinnen Rosa Enskat (l.) und Deborah Kaufmann. Quelle: Danilo Hafer

Denn das Kino setzte in der Vergangenheit nicht nur auf das herkömmliche Programm. Erst im Januar machten die 13. Schulkinowochen im Ala Station. Auch Filmprominenz hat es bereits in das kleine Falkenseer Kino verschlagen.

Kaufangebote bis 24. Mai möglich

Regisseur Dirk Kummer stellte in Falkensee seinen Film „Zuckersand“ vor, der die Geschichte zweier Jungs in Falkensee zu DDR-Zeiten zeigt. Mit dabei waren auch die beiden Schauspielerinnen Rosa Enskat und Deborah Kaufmann.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie es mit dem Kino letztlich weitergeht. Kaufinteressenten können nun erstmal bis zum 24. Mai ein Angebot abgeben.

Von Danilo Hafer

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