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Falkensee Der Falkenseer Fontane
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06:07 08.01.2019
Museum und Galerie Falkensee sind in diesem alten Fachwerkhaus untergebracht. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

Die Hitze des vergangenen Jahres hatte die Falkenseer wohl nicht träge gemacht. Das Museum der Stadt konnte seine Besucherzahlen 2018 noch einmal steigern. Mehr als 6400 Besucher kamen in die Einrichtung. Und das bei jedem Wetter.

Auf den Spuren der Gartenstadt

Die meisten Besucher zog dabei die Ausstellung „History meets Photography“ an, die gemeinsam mit Schülern des Lise-Meitner-Gymnasiums entstanden war. Dicht gefolgt von der Gartenausstellung, die viele neue Ansichten und Einsichten zutage gefördert hatte. Die Ausstellung war auf Anregung der Fördervereinsmitglieder Claudia Jörg und Martina Dahms entstanden, viele Falkenseer hatten private Aufnahmen und Erlebnisse beigesteuert, die belegten, wie die Gartenstadt Falkensee entstanden und gewachsen war. Das Material mündete nicht nur in eine Ausstellung, sondern auch in einen ansprechenden Katalog mit vielen Abbildungen.

Mit Backofenfest und Stadtrundfahrt

„Es war ein sehr gutes Jahr, wir sind mit der Resonanz der Besucher zufrieden“, sagt Museumsleiterin Gabriele Helbig. Auch die Angebote, die seit Jahren vom Museum unterbreitet werden, waren gefragt: so das Backofenfest und die Stadtrundfahrten.

Um 2019 an die gute Saison anknüpfen zu können, haben Gabriele Helbig und ihr kleines Team einen vielfältigen Veranstaltungs- und Ausstellungskalender zusammengestellt. Noch bis zum 20. Januar läuft die genannte Fotoausstellung, bei der sich historische und aktuelle Fotografien ergänzen.

Grafik in vier Handschriften

Dann wird umgebaut, am 25. Januar wird die erste Ausstellung des neuen Jahres eröffnet. „Druckgraphik Nr. 6“ heißt es dann, Arbeiten von vier Künstlern der Region sind zu sehen. „Vier Leute, vier unterschiedliche Handschriften“, beschreibt Gabriele Helbig den Ansatz der Ausstellung. Zu sehen sind Arbeiten von Tina Flau aus Potsdam, Solveig Janetzke und Wolfgang Sterrer aus Falkensee sowie von Dieter Masuhr, der 2015 verstorbene Künstler hatte lange in Falkensee gelebt.

Fotografische Annäherung an Fontane

Den größten zeitlichen Vorlauf hat die Ausstellung, die am 15. März eröffnet wird und die Teil der Kulturlandkampagne „Fontane.200“ ist. „Die Ausstellung verbindet Texte und Skizzen von Theodor Fontane mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen der beiden Fotografen Heinz Krüger und Lorenz Kienzle“, erläutert Museumsmitarbeiter Bert Krüger, der das Projekt besonders betreut hat. Für das Vorhaben wurde eng mit der Theodor-Fontane-Arbeitsstelle der Universität Göttingen zusammengearbeitet.

Bildband und Begleitveranstaltungen

Zu der Ausstellung erscheint ein Bildband, außerdem gibt es mehrere Begleitveranstaltungen. So zum Internationalen Museumstag. Dann ist Gabriele Radecke von der Uni Göttingen zu Gast und hält einen Vortrag „Schneiden, Kleben und Skizzieren – Theodor Fontanes Notizbücher“. Danach wird der Film „Rhinland Fontane“ gezeigt, dazu gibt es ein Filmgespräch mit Regisseur Bernhard Sallmann. Zum Abschluss der Krüger-Kienzle-Ausstellung gibt es ein Gespräch mit dem Historiker Robert Rauh, der an der Adaption von Fontanes Wanderungen arbeitet.

Film mit Paasch und Röth

Filmisch geht es auch im Sommer weiter. So wird zum Beginn der Sommerferien der Defa-Film „Nachhilfe für Vati“ gezeigt, er war 1983 gedreht worden. In den Hauptrollen sind Kathrin Sass und Dieter Montag zu sehen und der Falkenseer Junge Sebastian Paasch. „Für die Open-Air-Kino-Nacht haben wir den Film ,Kolp’ von 1984 ausgewählt“, blickt Gabriele Helbig voraus. In dem Film spielt der heute in Falkensee lebende Schauspieler Frank Röth mit. Er hatte auch für das Drehbuch gesorgt. Katja Flint, Heiner Lauterbach und Ottfried Fischer hatten in den Independentfilm ihre ersten großen Filmrollen. Gezeigt wird er am 17. August im Gutspark.

Die nächsten Termine

„Druckgraphik Nr. 6“ heißt es ab 25. Januar. Um 19 Uhr wird die Ausstellung mit Arbeiten von vier Künstlern eröffnet.

In den „Fundus mit Geschichte(n)“ wird am 15. Februar ab 19 Uhr geblickt, es werden Neuzugänge der Sammlung des Museums präsentiert.

„Brandenburger Notizen: Fontane – Krüger – Kienzle“ ist die Ausstellung überschrieben, die am 15. März 19 Uhr eröffnet wird. Dazu gibt es am 6. April um 15 Uhr eine Kuratorenführung.

Eine Führung durch den Falkenseer „Geschichtspark“ erinnert am 27. April ab 11 Uhr an die Befreiung des KZ-Außenlagers Falkensee im April 1945.

Mit Sonderöffnungszeiten wird am 4. und 5.Mai anlässlich der Aktion „Offene Ateliers im Havelland“ in die Galerie des Museums eingeladen.

Vortrag, Gespräch und Film – bilden das Veranstaltungspaket zum Internationalen Museumstag. Am 19. Mai geht es um „Museen –Zukunft lebendiger Traditionen“, 15 Uhr Vortrag, 16.30 Uhr Film „Rhinland Fontane“.

Zur 9. Falkenseer Sommerakademie wird für den 25. Juni um 10 Uhr zum Gespräch „Warum sammelt ein Museum Dinge?“ eingeladen. Am 26. und 27. Juni wird jeweils ab 10 Uhr der Defa-Kinderfilm „Nachhilfe für Vati“ gezeigt.

Die Fontane-Fotoausstellung wird am 30. Juni mit einer Finissage beendet.

In der zweiten Jahreshälfte sind zwei Kunstausstellungen im Museum geplant. Ab Juli sind Gemälde und Grafiken des Malerpaares Hans Zank und Willi Gericke zu sehen, darunter aus der Schenkung, die das Falkenseer Museum im vergangenen Jahr bekommen hat. Ab Mitte Oktober werden Zeichnungen und Druckgrafiken des Falkenseers Hans Straßberg gezeigt. Mit der Präsentation des Heimatjahrbuches und mit einer Lesung zum 125. Geburtstag der Lyrikerin Gertrud Kolmar schließt sich die Reihe der Veranstaltungen im Museum.

Von Marlies Schnaibel

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