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Falkensee Dieser IT-Berater aus Falkensee will hoch hinaus
Lokales Havelland Falkensee Dieser IT-Berater aus Falkensee will hoch hinaus
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07:21 06.08.2019
Olaf Vandrey lebt seit 20 Jahren in Falkensee und hat nun auch seinen Arbeitsplatz in die Gartenstadt verlagert. Quelle: Laura Sander
Falkensee

Olaf Vandrey will hoch hinaus: Mit einer Chessna ist er vorzugsweise in luftigen Höhen unterwegs, beruflich ist er da etwas bodenständiger. Als selbstständiger IT-Berater unterstützt er kleine Unternehmen und Firmen unter anderem bei der Beschaffung von Hardware, bei der Vernetzung verschiedener Standorte oder beim Einrichten spezieller Branchensoftware.

Seit 20 Jahren in Falkensee zuhause

Sein Büro in der Falkenhagener Straße von Falkensee dient ihm seit Juli als Hauptsitz. In der Gartenstadt lebt der 48-Jährige seit knapp 20 Jahren, gearbeitet hat er über viele Jahre deutschlandweit. Zuletzt war Olaf Vandrey knapp ein Jahrzehnt Mitinhaber einer Berliner IT-Beratungsfirma.

„Ich habe mich für die komplette Selbstständigkeit entschieden, um wieder für die kleinen Unternehmen da zu sein und weil ich das machen kann, was ich machen möchte“, sagt der Falkenseer, der seit rund einem Monat als IT-Berater unter anderem Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien oder Handwerksbetrieben betreut. Bei der Gründung wurde er vom Regionalen Lotsendienst Havelland unterstützt.

Neben der Planung von Neuanlagen und der Einrichtung von Kommunikationssystemen, Betriebssystemen und Spezial-Software ist er zudem Ansprechpartner für Wartung und Updates. „Natürlich informiere ich auch über rechtliche Voraussetzungen. Zum Beispiel müssen Betriebe E-Mails mit Rechnungen oder Angeboten bis zu zehn Jahre archivieren – das weiß längst nicht jeder“, sagt der Fachmann.

„Ich kann meine Kunden allumfassend betreuen, weil ich mich mit Apple genauso gut auskenne, wie mit Windows oder Novell. Außerdem weiß ich dank meiner Ausbildung, wie ein Kabel von innen aussieht und wo welche Anschlüsse zu installieren sind“, sagt Vandrey.

Vom Fernmeldemonteur zum IT-Profi

Als gelernter Fernmeldemonteur kennt er sich mit dem Verlegen von Kabeln nämlich ebenso gut aus, wie mit den verschiedenen Betriebssystemen. „1987 habe ich meine Lehre bei Siemens in West-Berlin begonnen, nach der Wende habe ich in Angermünde und Schwedt dabei geholfen Telekommunikationstechnik aufzubauen. Auf Montage zu arbeiten war allerdings nie mein Ding“, sagt Olaf Vandrey.

Stattdessen installierte er bis Mitte der 1990er-Jahre Telefonanschlüsse in Ost-Berlin, bevor er beim Fernsehen landete. „Das war eine spannende Zeit mit 24-Stunden-Dienst, Arbeit an Feiertagen und Wochenenden. Nebenbei habe ich mein Fachabi nachgeholt“, erinnert sich der Falkenseer.

Der Regionale Lotsendienst unterstützt Gründer

Seit 2007 ist die Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz mbH Träger des Regionalen Lotsendienstes im Landkreis Havelland.

Ziel ist es, wirtschaftlich nachhaltige Gründungen zu fördern. 400 Gründer konnten bislang in die Selbstständigkeit begleitet werden.

Nach einem viertägigen Workshop bekommen Teilnehmer für die erste Zeit einen Berater zur Seite gestellt.

Alle Schritte bis zur Selbstständigkeit werden gemeinsam geplant und ein Businessplan wird erstellt. Im Durchschnitt kommt jeder Gründer auf 20 bis 25 Beratungsstunden.

Die Beratung des Lotsendienstes ist für Gründer mit einem Hauptwohnsitz in Brandenburg kostenlos.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Wer sich für eine Gründung interessiert kann sich unter 03386/2127923 oder per Mail an schwarz@standort-premnitz.de

„Dort habe ich auch meine Frau kennengelernt. In den nächsten Jahren kam dann eigentlich mit jedem Kind ein Jobwechsel“, so der dreifache Vater. „Ich war Dienstleister bei Macintosh, dann habe ich Lehrer ausgebildet, die an ihren Schulen Computersysteme aufgebaut bekamen“, sagt Vandrey.

Anschießend habe er für eine große Event-Agentur als IT-Administrator gearbeitet, war neben Berlin viel in Hamburg, Köln, Frankfurt und München unterwegs. „Vor allem während der Fußball-WM 2006 hatte ich viel zu tun. Ich betreute rund 150 Mitarbeiter deutschlandweit“, so der 48-Jährige, der privat und beruflich auf Nachhaltigkeit setzt.

Auf Nachhaltigkeit gesetzt

„Die Einrichtung meines Büros ist komplett von Ebay-Kleinanzeigen, privat fahre ich einen Hybrid und ersetze bald auch den Firmenwagen durch einen. Auch technische Geräte, wie Drucker, Bildschirme oder Laptops muss man meiner Meinung nach nicht neu kaufen“, so der Familienvater, der sich aktuell seinen Kindheitstraum erfüllt.

„Ich möchte der erste fliegende IT-Berater Deutschlands werden. In diesem Monat habe ich die Prüfung für den privaten Pilotenschein, anschließend möchte ich den gewerblichen machen, um meine Kunden in ganz Deutschland besuchen zu können“, sagt der Falkenseer.

Von Laura Sander

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