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Falkensee Ehrung für Falkenseer Kunstmaler Rudi Lehmann
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12:28 09.09.2019
Enthüllung einer Gedenktafel für den Maler Rudi Lehmann in Hohenkirchen. Quelle: privat
Falkensee/Hohenkirchen

Die Geschichtswerkstatt Wangerland hat sich jahrelange darum bemüht: Nun gelang es, mit einer Gedenktafel an den Kunstmaler Rudi Lehmann (1908 bis 1982) zu erinnern. Der hatte viele Jahrzehnte in Falkensee gelebt und ist auch hier nicht unvergessen. Zu seinem 100.Geburtstag hatte das Museum der Stadt den Künstler gewürdigt. 2006 hatte seine Tochter Christa Tews in einem Beitrag für das Heimatjahrbuch an den bei vielen vergessenen Maler erinnert.

Nach Falkensee geheiratet

Rudi Lehmann war 1908 in Luckenwalde geboren worden, er erlernte das Graveurhandwerk, studierte an der Kunstgewerbe- und Höheren Graphischen Fachschule Berlin, heiratete 1932 eine Falkenseerin. Er arbeitete als kartografischer Zeichner im Luftfahrtministerium Berlin, ehe er 1943 eingezogen wurde und an die Westfront kam.

Versuch in Friesland

Nach Kriegsende zog er nach Hohenkirchen im friesischen Wangerland und versuchte, seine Familie als freischaffender Künstler zu ernähren. 1951 zog er mit der Familie nach Falkensee, lebte bis zu seinem Tod 1982 in Finkenkrug.

Beitrag über den Maler Rudi Lehmann (Mitte) im Heimatjahrbuch Falkensee. Quelle: Marlies Schnaibel

Die Aufnahme in den Verband Bildender Künstler wurde ihm hier verwehrt, die künstlerische Qualität soll nicht ausgereicht haben. Wahrscheinlich spielte aber eher ein Misstrauen gegenüber dem aus dem Westen in den Osten gewechselten Mann eine Rolle.

Arbeit als Gestalter

Rudi Lehmann arbeitete als Gestalter im Verlag „Kultur und Fortschritt“, bei der IHK und im Pädagogischen Zentralinstitut und schließlich als Druckereichef im Hennigsdorfer Stahl- und Walzwerk. Zu allen Zeiten aber hat er immer gezeichnet, hat Porträts und Landschaften gemalt.

Der Finkenkruger Lindenweiher, gemalt von Rudi Lehmann. Quelle: Marlies Schnaibel

Dem Ehepaar Hannelore und Hartwig Harms aus Hohenkirchen ist die friesische Wiederentdeckung des Malers zu verdanken. Die Eheleute stießen auf ein Gemälde von Lehmann und begannen zu forschen. Sie hatten bereits 2008 eine Ausstellung ermöglicht. Als Mitglied im „Bund bildender Künstler Nordwestdeutschlands“ hatte Lehmann einst gewirkt, in Lokalzeitungen waren seine Federzeichnungen von landestypischen und historischen Bauwerken bedeutsame Beiträge zur Landesgeschichte. Dem kunstbegeisterten Ehepaar gelang es, 250 Exponate für die Ausstellung „Rudi Lehmann, der vergessene Maler aus Hohenkirchen“ zusammenzutragen.

Geschichtswerkstatt Wangerland

 2012 beantragte dann die Geschichtswerkstatt Wangerland dann auf Initiative von Hartwig Harms, eine Gedenktafel am Wohnhaus der Familie Rudi Lehmanns anzubringen, „um ihn als einzigen nach dem Zweiten Weltkrieg in Hohenkirchen lebenden und wirkenden Kunstmaler weiter im Bewusstsein zu halten“.

Die Gedenktafel für Rudi Lehmann. Quelle: privat

Das konnte nun umgesetzt werden. Zur Enthüllung der Tafel waren Vertreter der Geschichtswerkstatt mit Hartwig Harms als Hauptinitiator, der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Wangerland, Richard Herfurth, und Einwohner der Gemeinde gekommen. Gekommen waren aus Falkensee die Tochter des Künstlers, Christa Tews mit Ehemann und Sohn Henning Tews.

Von Marlies Schnaibel

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