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Falkensee Ein Drittel mehr Briefwähler in Falkensee
Lokales Havelland Falkensee Ein Drittel mehr Briefwähler in Falkensee
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17:45 24.05.2019
Sonntag ist Wahltag.
Sonntag ist Wahltag. Quelle: dpa-Zentralbild
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Falkensee

 Immer mehr Falkenseer wollen die Briefwahl nutzen: „In diesem Jahr wurden 6327 Anträge bezogen auf die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung gestellt“, teilte Wahlleiter Matthias Techen mit. Vor fünf Jahren waren es 4200 gewesen, davon hatten 3239 dann auch an der Briefwahl teilgenommen.

Immer mehr Wähler

Insgesamt können in Falkensee 36 573 Wahlberechtigte an der Kommunalwahl teilnehmen, hier kann ab 16 Jahren gewählt werden. Bei der Europawahl sind 34 816 Frauen und Männer aus Falkensee wahlberechtigt.

Briefwahl auch bis Sonntag 18 Uhr

Bis Sonntag 18 Uhr müssen die Briefwahlunterlagen vorliegen. Wer will, kann seine Unterlagen noch direkt in die Briefkästen vor dem Rathaus und dem Bürgeramt bringen, diese werden dann Sonntag um 18 Uhr gelehrt.

300 Wahlhelfer im Einsatz

Mehr Einwohner, mehr Wahlberechtigte, mehr Wahlhelfer: Am Sonntag heißt das für Falkensee, dass mehr als 300 ehrenamtliche Wahlhelfer im Einsatz sind. „Vereinzelt gab es Absagen wegen gesundheitlicher Probleme. Die Wahllokale sind größtenteils mit acht Personen besetzt, ein eventueller Ausfall ist daher kompensierbar“, teilte die Wahlleitung mit.

Fehler im Wahlkreis 1

Hier hofft man auf eine reibungslose Wahl, nachdem es im Vorfeld einen heftigen Fehler gegeben hatte: Die Wahlzettel für den Wahlkreis 1 waren fehlerhaft, Listenplatz 10 der CDU-Liste fehlte. Für die Wahl am Sonntag sind neue Wahlzettel gedruckt worden, für die große Gruppe der Briefwähler war diese Korrektur nicht mehr möglich.

Die Wahl zur Falkenseer Stadtverordnetenversammlung findet trotzdem statt. Die Kommunalaufsicht hatte dem zugestimmt, allerdings erklärt, dass nach der Wahl in einem Wahlprüfungsverfahren festzustellen ist, inwieweit sich der Fehler auf das Wahlergebnis ausgewirkt hat.

Debatte über schwierige Sitautation

In den sozialen Medien wird derweil kontrovers diskutiert, ob die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung durchgeführt oder verschoben werden sollte. Wobei fast alle zustimmen, dass es sich um eine schwierige Situation handele. „Man fragt sich schon, wie so was passieren konnte“, meint Juliane Kühnemund. „Da es aber nun mal so ist, sollte man sich überlegen, ob ein Platz 10 so viel Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Auch Rainald Thannisch ist dafür, dass die Wahlen nicht verschoben werden. Uwe Abel verweist darauf, dass angesichts des recht komplizierten Wahlverfahrens auch ein Platz 10 durchaus wichtig ist.

Streit zwischen Abgeordneten

Aber nicht nur über den falschen Wahlzettel wird derzeit in Falkensee diskutiert. Auch die Abgeordneten untereinander sind in einen heftigen Streit verfallen. Michael Richter-Kempin (Alternatives Bündnis) ärgert sich massiv über einen CDU-Flyer, der damit wirbt, dass man im Musikerviertel Gehwege verhindert hat, um Kosten zu sparen, während der gleiche Kandidat an anderer Stelle Gehwege für mehr Sicherheit der Schulkinder gefordert hat. Er bewertet diese Werbung als „infam“.

Michael Simon (SPD) fährt noch stärkere Geschütze auf und macht „Demagogie und Populismus“ aus.

Amid Jabbour (FDP), sonst einer polemischen Debatte durchaus zugeneigt, bittet hier alle Beteiligten, nicht übereinander herzufallen. Er würde sich stattdessen freuen, „wenn der Wahlkampf mit einer gewissen Würde und ohne schrille Töne in der Öffentlichkeit zu Ende gebracht wird.“

Von Marlies Schnaibel