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Falkensee Ein Falkenseer Garten für die Kunst
Lokales Havelland Falkensee Ein Falkenseer Garten für die Kunst
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07:00 27.07.2019
Heidemarie Hölters mit Papier-Birke in ihrem Falkenseer Garten. Quelle: Judith Meisner
Falkensee

„Die Topographie hier in den Falkenhagener Alpen hat uns so gut gefallen, dass wir das Grundstück gekauft haben“, erzählt Heidemarie Hölters von ihren Falkenseer Anfängen. Ein geschwungener Gartenweg mit einer Allee von Kugelebereschen führt auf ein Plateau mit dem in Schwarz und Weiß gehaltenen Haus. Später im Jahr färben sich die Früchte der Bäume rot; der Farbdreiklang aus Rot, Schwarz und Weiß ist dann perfekt.

„Mein Mann und ich arbeiteten damals beide beim SFB. Da war die Verbindung vom Funkhaus an der Masurenallee nach Falkensee sehr gut. Wir sind 1998 eingezogen“, sagt Heidemarie Hölters. Mittlerweile sind beide Rentner und der Sender Freies Berlin ist in den Rundfunk Berlin Brandenburg übergegangen.

Bildhauerplatz im Süden

Kunst im Grünen: ein Körperfragment aus afrikanischem Serpentin im Skulpturengarten von Heidemarie Hölters in Falkensee. Quelle: Judith Meisner

Heidemarie Hölters ist Künstlerin und lässt aus Lindenholz, Serpentin-Steinen aus Simbabwe oder anderen Materialien abstrakte Skulpturen entstehen. Draußen unter Bäumen und freiem Himmel künstlerisch tätig zu sein, das war ein wesentliches Motiv, die große Wohnung in Berlin zu verlassen und nach Falkensee zu ziehen. Sie genießt die Stille: „Du und die Natur, sonst nichts – das ist Entspannung pur!“

Heidemarie Hölters’ Arbeiten findet man überall im Garten, der dadurch wie ein Skulpturenpark erscheint. Auf weißen Stelen stehen drei Torsi, Körperfragmente, wie Wächter am hinteren Zaun des Grundstücks.

Labile Säulen und schräge Vögel

Das Werk "Labile Säule" im Garten der Bidhauerin Heidemarie Hölters und Klaus Sanders in Falkensee. Quelle: Judith Meisner

Die Kunstwerke fügen dem Garten etwas nahezu Spirituelles hinzu, stellen Spannung her und Verbindungen. Sie laden die Pflanzen mit einer geheimnisvollen Energie auf. Kiefern wachsen im Kreis wie ein uralter Kraftort.

Heidemarie Hölters hat sie selbst vor das Küchenfenster gepflanzt, denn „Kiefern sind meine Lieblingsbäume. Ich freue mich, dass hier um uns herum so viele stehen.“ Einer ihrer Favoriten bedrohte das Haus ganz massiv nach einem Sturm. Nur den starken Ästen einer uralten Eiche ist es zu danken, dass der Nadelbaum nicht aufs Dach fiel und großen Schaden anrichtete.

Japanischer Minimalismus

Hingucker: Eine bemalte Weidenkrone wird zu Land Art in Heidemarie Hölters Skulpturengarten in Falkensee. Quelle: Judith Meisner

Im Freiluft-Atelier warten dicke Stämme und abgestorbene Äste auf ihre Verwandlung in Kunstwerke. Im Tal hinter dem Haus und vor dem Platz der Bildhauerin liegen Findlinge: „Mein persönliches Stonehenge“, erklärt Heidemarie Hölters und verweist auf die englische Kultstätte aus der Jungsteinzeit. Ein Kräuterbeet am Hang in geschwungener Form wie eine Wendeltreppe strukturiert diesen Teil des 1200 Quadratmeter großen Grundstücks.

Im Wesentlichen haben Heidemarie Hölters und Klaus Sanders den Garten um ihr Haus selbst gestaltet. Nach zwanzig Jahren sind die Pflanzen so erwachsen geworden, dass man sie auch mal sich selbst überlassen kann. „Ich arbeite lieber auf dem Bildhauerplatz als in der Gartenpflege“, gesteht die Künstlerin.

Von Judith Meisner

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