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Falkensee One Schnapspraline, please: In Falkensee gibt es einen englischen Stammtisch
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09:13 28.02.2020
Die Mitglieder des englischen Stammtischs treffen sich alle zwei Wochen, um ihre Sprachkenntnisse frisch zu halten. Quelle: Vivien Tharun
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Falkensee

Wo immer er hinzog, hat er etwas hinterlassen: einen englischen Stammtisch. Mario Lehmann lernte für sein Studium Englisch, doch hatte im Alltag kaum Gelegenheit, es anzuwenden. „Als ich später in der Nähe von Zossen wohnte, lud ein englisches Paar mich regelmäßig ein. So entstand die Idee, einen Stammtisch zu gründen, bei dem nur Englisch gesprochen wird“, sagt Lehmann. Auch in Frankfurt an der Oder hatte er einen gegründet, bevor es ihn nach Falkensee verschlug.

„2012 bin ich hierher gekommen. Seit März 2013 gibt es den Stammtisch“, sagt Mario Lehmann. Er suchte nach geeigneten Räumen für diese Treffen und fand einen im ASB-Mehrgenerationenhaus in der Ruppiner Straße 15. „Der ASB war von Anfang an sehr offen für uns. Das hat mich sehr gefreut“, sagt Lehmann.

Anfangs nur alle vier Wochen

Teilnehmer fand er über eine Zeitungsanzeige. Darunter war und ist Ilse Marie Möller. Sie unterrichtet Englisch an der Volkshochschule und war vor der Pension Englischlehrerin an einer Grundschule. „Anfangs haben wir uns nur alle vier Wochen getroffen“, sagt Möller. Das sei zu wenig gewesen, um das Vokabular frisch zu halten. „Jetzt sehen wir uns jeden zweiten und vierten Freitag im Monat.“ Das sei viel besser so.

Feste Themen gibt es bei den Treffen nicht. Die Gruppenmitglieder erzählen, was sie in letzter Zeit erlebt haben, machen Witze – natürlich auf Englisch – und teilen sich Knabbereien. Darunter auch Schnapspralinen. Wer die zu sich herübergereicht haben möchte, muss danach fragen können.

Viele Jahre in Kapstadt

Ilse Marie Möller erzählt an diesem Abend von ihrem Leben in Kapstadt. Dort wohnte sie von 1967 bis 1981 und hat den bewegenden Umbruch von der Apartheid zur offenen Gesellschaft erlebt. Öfter war sie auf dem berühmten Tafelberg. Was viele der Anwesenden nicht wussten: „Der Tafelberg kann nicht von der Front aus bestiegen werden. Die besteht aus zu weichem Sandstein.“

Manchmal bringt der Stammtisch ganz bestimmte Menschen zusammen. Bärbel Buschmann traf dort nach 35 Jahren eine Grundschullehrerin ihres Sohnes wieder. „Es war schön, sie zu treffen. Und mein Sohn war begeistert, davon zu hören“, sagt Buschmann.

Vokabeln wieder aufgefrischt

Dorothea Link, die manchen Falkenseern unter ihrem Künstlernamen Thea Doro bekannt ist, nimmt ebenfalls am Stammtisch teil. „Ich lebte früher in West-Berlin“, sagt Link. Sie arbeitete damals in einer Firma, die freitags einen französisch-englischen Abend veranstaltete. „Dort konnte ich meine Sprachkenntnisse erweitern“, sagt Link.

Nach der Wende versackte ihr Wissen. „Durch einen Urlaub in Frankreich habe ich dann gemerkt, wie viel von meinen Vokabeln weg ist“, sagt sie. Sie habe dann Lehmanns Anzeige in der Zeitung gelesen und sei seitdem beim englischen Stammtisch, um zumindest diese Sprache wach zu halten.

Fester Kern aus 30 Leuten

Mario Lehmann hat mittlerweile eine Mailingliste mit 95 Adressen. „Das sind alles Leute, die sich für den Stammtisch interessieren“, sagt Lehmann. Der feste Kern bestünde aus ungefähr 30 Menschen, die in unterschiedlichen Abständen zum Stammtisch kommen. „Wir sind bei unseren Treffen dann immer zwischen sechs und zehn Personen“, sagt er.

Die aktuelle Buchempfehlung der Stammtischmitglieder ist übrigens „The devil lies in the detail“ von Peter Littger. Der Autor schreibt darin humorvoll und lehrreich über die Tücken der englischen Sprache.

Wer am englischen Stammtisch in Falkensee teilnehmen möchte, kann einfach dazu kommen. Die Treffen finden am zweiten und vierten Freitag im Monat um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus des ASB statt.

Von Vivien Tharun

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