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Falkensee Ersatz für marode Straßenlampen in Sicht
Lokales Havelland Falkensee Ersatz für marode Straßenlampen in Sicht
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02:19 18.05.2018
Die Beleuchtung in der Hansastraße von Falkensee ist desolat. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

Das Schlimmste sieht man nicht: Die Kabel für die Beleuchtung in der Falkenseer Hansastraße sind so marode, dass Planer Udo Schulze von einer Gefährdungssituation ausgeht. Der Fachmann aus Südbrandenburg hat sich die Laternen dieser viel befahrenen Straße genauer angesehen und eine Vorplanung für die Erneuerung erarbeitet.

DDR-Standard und alte Leitungen

Vorgefunden hatte er ein Sammelsurium an Leuchten. Allen voran die RSL („Rostocker Straßenleuchte“), die bekannte pilzartige Lampe aus DDR-Zeiten. Sie stehen in unterschiedlichem Zustand an der Ostseite der Straße. Dazwischen wurde sie teilweise erneuert durch einen Nachwendeleuchtkörper. Aber auch diese Vulkanleuchten entsprechen nicht mehr den Vorschriften. Im Nordabschnitt der Straße, nahe der Nauener Straße finden sich noch Freileitungen.

Die Nachwendelampen sind noch in Ordnung. Quelle: Marlies Schnaibel

Lediglich am Südende der Straße fand der Planer Lampen, die er nicht erneuern würde. Die glockenförmige Siteco-Lampen, wie sie auch in der Poststraße stehen, genügen den aktuellen Anforderungen und müssten nach seiner Auffassung nicht ersetzt werden. Zwischen Hansaplatz und Nauener Straße würde er jedoch eine komplett neue Anlage vorschlagen.

Beleuchtung in der Hansastraße. Quelle: Marlies Schnaibel

Zur Zeit sind die acht Meter breite Straße und die beiden Gehwege nicht sehr gut ausgeleuchtet. Das soll eine neue Anlage verbessern. Schulze empfiehlt, Leuchten auf einer Straßenseite zu konzentrieren, höhere Lampen zu nehmen (nämlich acht Meter), etwa im Abstand von 40 Metern, und er empfiehlt LED-Module und eine Helligkeit von 4000 Kelvin, also etwas heller als in den Nebenstraßen.

200 000 Euro Kosten

Untersucht hatte er dafür Angebote von Siteco Hannover und Leipziger Leuchten. Und dabei die optisch schlicht gehaltene Streetlight 11 Mini als seinen Favoriten ausgemacht. Etwa 200 000 Euro würde die Umrüstung der Beleuchtung in der Hansastraße kosten. Es sind Kosten, die zum Teil auf die Anlieger dieser Haupterschließungsstraße umgelegt werden.

Fragen zum Radwegebau

Vorgestellt hatte Udo Schulze die Planung im Falkenseer Bauausschuss. „Ich freue mich, dass sie energiesparend planen“, sagte Gerd Gunkel (Grüne) , aber er wolle wissen, ob der Bau der Beleuchtung nicht spätere Projekte behindere. Konkret dachte er da an mögliche Parkbuchten, um auf der Fahrbahn Platz für den Radverkehr zu bekommen. Andreas Pick, berufener Bürger im Ausschuss, zeigte sich überrascht, dass jetzt die Beleuchtungsfrage geklärt wird, ohne auch andere Probleme der Straße, wie den Radwegebau, damit zu verbinden. Zumal demnächst die Bredower und Sonnenstraße und damit die Kreuzungen zur Hansastraße gemacht werden.

Debatte über Masterplan

Das warf die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, die Straße generell zu planen und erneuern, statt nur die Beleuchtung zu machen. Bei der besteht jedoch wegen der desolaten Kabellage Handlungsbedarf, die Hansastraße selbst ist laut dem – von den Abgeordneten beschlossenen - Masterplan nicht die Haupterschließungsstraße mit vordringlichem Handlungsbedarf. „Dann müssen wir neue Prioritäten setzen“, merkte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) an. Die große Mehrheit der Ausschussmitglieder sprach sich schließlich dafür aus, die Beleuchtungsplanung wie vorgestellt fortzuführen. Wenn genauere Pläne vorliegen, sollen auch die Anwohner mit einbezogen werden.

Die Debatte – Zwischenlösungen oder warten auf den kompletten Ausbau – wiederholte sich am Montagabend bei anderen Haupterschließungsstraßen, wie Pestalozzistraße und Friedrich-Engels-Allee. Eine Lösung gab es dafür nicht.

Von Marlies Schnaibel

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