Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Falkensee Gefährlicher Schulweg für Scholl-Schüler: Polizei rät zu heller Kleidung
Lokales Havelland Falkensee Gefährlicher Schulweg für Scholl-Schüler: Polizei rät zu heller Kleidung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:39 13.01.2020
Die Baustelle an der Hamburger Straße in Falkensee erschwert Schülern der Geschwister-Scholl-Grundschule den Schulweg. Quelle: Vivien Tharun
Falkensee

Sascha Siebenäuger betreut als Polizist den Schulweg der Kinder an der Geschwister-Scholl-Grundschule Falkensee. Was er dort hin und wieder sieht, treibt ihm Sorgenfalten auf die Stirn.

Die Schule liegt an der Hamburger Straße. Ein Gehweg ist dort zurzeit wegen Bauarbeiten gesperrt. Deshalb müssen Kinder, die zu Fuß gehen und Rad fahren, zweimal innerhalb weniger Meter die Straßenseite wechseln, um zur Schule zu gelangen. Das ist sowieso schon gefährlich, „aber derzeit kommt in den Morgenstunden noch hinzu, dass viele Kinder für die Autofahrer schlecht zu erkennen sind“, weiß der Polizist.

Warnwesten werden empfohlen

Helle Kleidung sei laut Siebenäuger schon bei 40 Metern Abstand zu sehen. Trägt ein Kind eine Warnweste oder Reflektoren erhöht sich die Sichtbarkeit auf 140 Meter Entfernung.

Laut dem Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg verletzen sich jährlich in Brandenburg 850 Fußgänger und 2700 Fahrradfahrer im Straßenverkehr. Etwa 200 Fußgänger und 600 Radfahrer tragen schwere Verletzungen davon. Es sei davon auszugehen, dass bessere Sichtbarkeit, die Zahl der schweren und tödlichen Unfälle um 50 Prozent reduzieren könnte.

Anhaltwege bei Autos werden länger

Erfreulich ist aus Sicht von Polizist Sascha Siebenäuger, dass viele Kinder, die eingeschult werden, durch die Verkehrserziehung aus der Kita schon so manches über den Straßenverkehr und seine Regeln wissen. Er merke das immer wieder, wenn er Schülern beibringt, worauf sie beim Schulweg zu achten haben. „Dann stelle ich ein paar Quizfragen und die Hände im Klassenzimmer schnellen nach oben", sagt Siebenäuger.

In den Wintermonaten sollten Eltern und Schüler zusätzlich auf ein paar Dinge achten, damit der Weg von zu Hause ins Klassenzimmer und zurück sicher ist. „Wer dunkle Kleidung trägt, ist in der Dämmerung und bei Dunkelheit erst in 25 Metern Entfernung für andere zu erkennen", weiß der Experte. Ein Wagen mit Tempo 50 habe einen Anhalteweg von 29 Metern auf nasser Fahrbahn. „Das oft zu lang, um noch rechtzeitig zum Stehen zu kommen.“

Die Fehler der Eltern

Als wäre diese Gefahrenquelle nicht schon genug, würden einige Eltern nicht gerade zur Unfallvermeidung beitragen. Gelegentlich sieht Sascha Siebenäuger an der Hamburger Straße, wie Mutter oder Vater das Auto gegen die Fahrtrichtung parken oder ihr Kind in Richtung Fahrbahn, anstatt zum Fußweg hin, aussteigen lassen. „Ich spreche das dann bei den Eltern an", sagt der Polizeiobermeister. In fast allen Fällen sehen die Eltern ein, dass sie einen Fehler gemacht haben und sagen, sie würden ihn nicht wiederholen.“

Zeitpuffer für Schulweg einplanen

Vor allem der Zeitfaktor spiele morgens eine entscheidende Rolle. Wenn die Kinder zu spät dran seien, würden viele versuchen, noch schnell über die Straße zu huschen, um pünktlich zum Unterricht da zu kommen. „Ich empfehle allen Familien, beim Schulweg einen Zeitpuffer einzuplanen", sagt Siebenäuger. Dann könne man den Schulweg entspannter angehen und käme sicherer zum Ziel.

Außerdem weist der Polizist noch auf die Vorbildwirkung der Eltern für ihre Kinder hin. „Eltern, die alle Verkehrsregeln beherzigen, tun ihren Kindern Gutes, denn der Nachwuchs schaut sich das ab, wie Mutter und Vater sich im Straßenverkehr verhalten. „Wichtig ist zu wissen, dass Kinder Abstände und Geschwindigkeit noch nicht abschätzen können. Das lernen sie erst mit der Zeit.“

Von Vivien Tharun

Der Breitbandausbau im Landkreis Havelland kann jetzt zügig weitergehen. Bis 2024 investiert der Landkreis mit Hilfe von Bund und Land etwa 55 Millionen Euro.

13.01.2020

Die überparteiliche Europa Union lud zum Neujahrsempfang des Kreisverbandes Havelland – mehr als 100 Frauen und Männer kamen.

12.01.2020

Flaschen, Böller, Kabel – immer mehr Müll landet auf den Wiesen und bedroht die dort weidenden Schafe. Schäfer Olaf Kolecki bat um Hilfe und fand jede Menge Mitstreiter für eine Sammelaktion.

12.01.2020