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Falkensee Geselliges Beisammensein am Heiligabend
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21:35 26.12.2018
Ullaa Diekers (2.v.r.), Koordinatorin im B 80, unterstützt den Weihnachtsmann und unterhält sich mit den Gästen. Quelle: Enrico Berg
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Falkensee

Unter dem Motto „Heiligabend gemeinsam mit anderen verbringen“ lud das B 80 in Falkensee am Heiligabend ein. Sowohl alt eingesessene Falkenseer als auch Neu-Falkenseer kamen in die Räume in der Bahnhofstraße 80, um bei Kaffee, Tee und Plätzchen einen gemütlichen Abend zu verbringen.

Den Weihnachtsbaum zierten rote und goldene Kugeln, eine lange Tafel war aufgebaut, die Tische hatten eine weihnachtliche Dekoration. „Den Weihnachtsbaum haben wir gekauft und geschmückt” erzählt Ullaa Dieker, Koordinatorin im B80. Auch die restliche Dekoration wurde vom B 80 organisiert beziehungsweise gekauft, damit ein festlicher Rahmen entsteht. Es ist bereits das dritte Jahr, in dem das Zusammentreffen dieser Art zu Weihnachten im B 80 stattfindet, sagt Ullaa Dieker. Schön sei, dass das Angebot sehr gut angenommen werde.

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Erstmals Heiligabend im B 80

Viele Menschen anderer Nationalitäten und Religionen waren ebenfalls gekommen, um das Fest der Liebe zu feiern. Familie Mohammadi aus Afghanistan kam 2015 nach Deutschland und findet Weihnachten sehr schön. „Wir nehmen die Kultur und die Traditionen in diesem Land an“, sagt der 15-jährige Mohsen Mohammadi. Mit seiner Mutter und seiner Schwester sei er zum ersten Mal am Heiligabend im B 80.

Ajsha Elyasi Sarzali und ihre Familie stammen aus dem Iran. An diesem Abend ist sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern gekommen, um mit anderen Menschen die besinnliche Zeit zu verbringen. Im letzten Jahr haben sie zusammen mit einer deutschen Familie gefeiert und fanden es toll. Auch dieses Jahr werden sie wieder mit den deutschen Freunden Weihnachten feiern.

Kerzen und Deko kommen gut an

„Mir gefallen die vielen Kerzen und die Dekorationen an Weihnachten so gut. Ein bisschen Weihnachtsdeko haben wir auch bei uns zu Hause, aber nicht so viel wie die Deutschen“, erzählt Ajsha Elyasi Sarzali. Und fragte man sie und die anderen Besucher, was ihnen an diesem Abend am besten gefällt, so war die einhellige Aussage: „Das gemeinsame Beisammensein“.

Eine Überraschung gab es dann auch noch im Laufe des Abends. Plötzlich kam der Weihnachtsmann. Er nahm vor dem geschmückten Baum Platz und unterhielt sich angeregt mit den Gästen. Einige der Kleinen waren ganz verzaubert und lauschten seinen Worten, andere waren dann doch eher ängstlich und fühlten sich bei Mama oder Papa auf dem Arm sichtlich wohler. Dann wurden Geschenke verteilt und freudig entgegen genommen.

Auf der Suche nach Arbeit

„Bei uns packen wir Geschenke aber erst zu Hause aus” erklärte Malak Alhummada. Der 33-jährige Syrer lebt mit seiner Frau Khadija und den drei- und fünfjährigen Söhnen seit 2015 in Falkensee. Im Januar bekommen wir Nachwuchs, es wird ein Mädchen” verkündet er stolz.

Malak Alhummada hat in Syrien als Busfahrer, Gärtner, Maler und Schweißer gearbeitet. Leider fehlen ihm Bescheinigungen, um als Schweißer hier arbeiten zu dürfen. „Ich habe eine Familie, um die muss ich mich kümmern. Dazu gehört auch, dass ich arbeite, um sie ernähren zu können.”Alhummada würde jede Art von Arbeit annehmen, wichtig ist nur, dass er überhaupt wieder arbeiten darf. „Wenn ich einen Weihnachtswunsch frei hätte, wäre es, endlich eine Arbeitsstelle zu bekommen.”

Von Hannelore Berg

26.12.2018
24.12.2018