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Falkensee Fête de la Musique am Falkenhagener See
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14:06 23.06.2019
Ganz viel Spaß hatten die Trommler am Falkenhagener See beim Inklusiven Trommeln. Quelle: Hannelore Berg
Falkensee

Eigentlich sind die Brüder Philip und Nils aus Falkensee mit ihrer Mutter Nicole Ramisch zum Falkenhagener See gefahren, um dort auf dem Spielplatz zu spielen. Auf der Grünfläche am Blumenrondell entdeckten sie dann aber eine Gruppe Menschen, die mit Trommeln oder trommelähnlichen Instrumenten Musik machten. Und schwups waren die Jungen auch ein Teil dieser musizierenden Gemeinschaft. Denn mitmachen durfte jeder, der dazu Lust hatte.

Jedes Jahr am 21. Juni, dem kalendarischen Sommeranfang, findet weltweit das Fest der Musik, die Fête de la Musique, statt. Bei dieser Veranstaltung zelebrieren sowohl Amateur- als auch Berufsmusiker, DJs, Sänger, Chöre und andere im öffentlichen Raum ihr musikalisches Können. Das Ganze findet auf öffentlich zugänglichen Plätzen, Parks, Gehwegen, aber auch in Cafés, Bars, Kneipen, Kirchen, Galerien, Museen oder Geschäften statt. Für die Besucher ist dieses Event kostenlos.

Inklusive Trommel Session

In Berlin hat sich dieses Spektakel bereits seit 1995 etabliert. „Warum sollte so etwas nicht auch in Falkensee in diesem Jahr wieder möglich sein?“ stellte sich Monika Brinkmann die Frage. Also organisierten die Falkenseerin und ihr Lebenspartner Achim Kaczmarzik eine „Inklusive Trommel Session“ am Falkenhagener See.

Dazu eingeladen waren Bewohner der Wohnstätte Lebenshilfe Falkensee sowie jeder, der Lust und Muße hatte. Musikbegeisterte Menschen mit und ohne Behinderung hatten viel Spaß beim gemeinsamen Trommeln. „Wir machen das jetzt nach 2011 und 2012 zum dritten Mal“, berichtete die engagierte Hobbytrommlerin. Bei den ersten beiden Terminen nahmen die Lebenshilfe und ihre afrikanische Trommelgruppe daran teil.

Musik verbindet

Das Trommeln betreibt sie selbst seit zehn Jahren. „Zur Mittsommerwende darf überall öffentlich Musik gemacht werden, da kam uns die Idee, eine Trommel Session hier am See abzuhalten.“

Musik verbindet, egal welcher Ethnie, Kultur oder Religion man angehört. Sie verbindet aber auch Menschen mit und ohne Handicap, denn jeder kann sich und seine Gefühle in der Musik ausleben. „Multikulturelle Dinge beziehungsweise die Musik anderer Kulturen finde ich toll“ sagt Claudia Spandau. „Das sollte mehr gefördert werden, nicht nur einmal im Jahr zur Fête de la Musique“.

Viel ehrenamtlich unterwegs

Monika Brinkmann ist eine Powerfrau, seit 15 Jahren ist sie in der Lebenshilfe ehrenamtlich tätig. Ihr Partner Achim Kaczmarzik spielt Gitarre in einigen Gruppen in Berlin und Falkensee. Auch er ist ehrenamtlich unterwegs. So ist er einmal im Monat samstags in der Seniorenpflegeeinrichtung im Haus 9 auf dem Campus Havelhöhe anzutreffen. Dort unterhält er die Senioren mit seiner Gitarre und seinem Gesang.

Gemeinsam veranstalten die beiden Falkenseer einmal monatlich im Krankenhaus Havelhöhe ein Hospizcafe. Dort bereiten sie den Patienten einen schönen Nachmittag. Sie decken die Tische, kochen Kaffee, bedienen ihre Gäste und führen schöne Gespräche. Achim Kaczmarzik begleitet mit seiner Gitarre diesen Nachmittag musikalisch.

Gute Resonanz

Das Fest der Musik am Falkenhagener See wurde sehr gut angenommen. Die vielen Besucher des Naherholungsgebiets betrachten das Geschehen mit großem Interesse, jedoch trauten sich nur ganz wenige zum spontanen Musizieren mit den Trommlern.

„Ich kenne dieses Konzept des Inklusiven Trommelns aus Pankow“, so Birgit Kulawick aus Berlin. Sie trommelt ebenfalls hobbymäßig und ist der Einladung von Monika Brinkmann gerne gefolgt. Sie ist zum ersten Mal in Falkensee und ihr gefällt das Musikevent sehr gut.

Wiederholung im nächsten Jahr

Mit von der Partie ist auch ihr Mann Mike Wultsch. Der bringt es auf den Punkt: „Der Falkenhagener See ist so eine coole Location für solch ein Event. Besser geht es nicht“. Monika Brinkmann ist zufrieden: „Das hat großen Spaß mit den Leuten gemacht, so dass wir das im nächsten Jahr gerne wiederholen möchten.“

Von Hannelore Berg

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