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Falkensee Falkenseer fotografiert auf Nato-Großübung
Lokales Havelland Falkensee Falkenseer fotografiert auf Nato-Großübung
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17:12 02.11.2018
Immer mit der Kamera unterwegs: Matthias Boehnke im winterlichen Norwegen. Quelle: Dagmar Benner
Falkensee/Drevsjö

50 000 Soldaten aus 31 Nationen üben gemeinsam bei einem Nato-Manöver, das es in der Größe seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Mitten drin auch Oberstleutnant Matthias Boehnke aus Falkensee.

Der Falkenseer Matthias Boehnke ist als Presseoffizier im kalten Norwegen dabei.

Mit seinem Team versucht er die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bei dieser Übung in ein gutes Bild zu stellen. „Das ist eine einmalige Gelegenheit, unsere Fähigkeiten auch weit über den sonst üblichen Kreis hinaus einmal darzustellen“, erläutert der erfahrene Presseoffizier.

10.000 deutsche Soldaten dabei

In Norwegen wird zu Land, Luft und Wasser trainiert. Mit beteiligt sind fast 10 000 deutsche Soldaten. Zusammen mit den alliierten Partnern üben sie seit dem 25. Oktober und noch bis zum 7. November in einem Gebiet zwischen Oslo im Süden und Trondheim im Norden Norwegens. Den Hauptteil der deutschen Kräfte stellt die Panzerlehrbrigade 9 aus Munster. Dieser Verband bildet ab 2019 den Kern, die sogenannte Speerspitze, der schnellen Nato-Eingreiftruppe.

Große logistische Leistung

Um für diese Aufgabe gerüstet und im nächsten Jahr innerhalb von zwei bis drei Tagen weltweit einsatzbereit zu sein, müssen die Abläufe, die Zusammenarbeit mit anderen Nato-Partnern getestet werden. Eine der großen Herausforderungen: die Logistik. Tausende Fahrzeuge, hunderte Kampfpanzer, Treibstoff, Flugabwehrraketensysteme, Munition und nicht zuletzt die Menschen müssen aus ihrer Heimat in den Norden Europas gebracht werden.

Von Gatow nach Norwegen

Boehnke, der zu Hause in Gatow im Pressezentrum der Luftwaffe arbeitet, hat sein besonderes Augenmerk auf die Luftwaffenkräfte geworfen. Deutsche Kampfjets und Transportflugzeuge fliegen aus ihren Heimatstandorten im Schleswig-Holsteinischen Jagel, aus Nörvenich in Nordrhein-Westfalen und Wunstorf in Niedersachsen zu ihren Einsätzen in den Norden.

Aber vor Ort sind insbesondere die Luftwaffensoldaten der Flugabwehr. Ihr Auftrag: Schutz der multinationalen Kräfte vor allen Bedrohungen aus der Luft. Ausgerüstet mit dem Raketensystem Patriot, stellen die mehr als 400 Soldaten die Sicherheit her, welche die Panzer brauchen um sich ungehindert bewegen zu können.

Beeindruckende Bilder

„Das sind tolle Impressionen hier in Norwegen, die Landschaft und die Dynamik des Einsatzes der Patrioten ergeben tolle Bilder und Filme“, schwärmt der 50-jährige Offizier. Seit dreieinhalb Jahren wohnt er mit Familie in Falkensee und fühlt sich dort sehr wohl.

Seine Produkte von der Übung erscheinen auf den Bundeswehr-Seiten im Internet und auch in den Sozialen Medien aber auch in Tagesschau und Heute-Nachrichten. „Wir müssen uns und unsere Arbeit dort zeigen und erläutern, wo die Menschen heute ihre Informationen herholen.“ Und das sei eben insbesondere im Netz der Fall, meint Oberstleutnant Boehnke.

Die Übung in Norwegen heißt auch für ihn: zweieinhalb Wochen jeden Tag zu jeder Tageszeit und wenn nötig auch Nachtzeit im Einsatz. „Ich freue mich schon wieder sehr auf zu Hause“, sagt Matthias Boehnke. Dort warten Frau und Sohn auf ihn, die das Leben in Falkensee so lange alleine meistern.

Von MAZonline

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