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Falkensee Awo ist sozial und kulturell unterwegs
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00:26 15.06.2019
Brigitte Kerl hat den Awo-Ortsverein Falkensee mit aufgebaut und leitet ihn seit 25 Jahren. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

 Die Arbeiterwohlfahrt feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen, die Falkenseer feiern mit. Im Oktober wird es eine eher offizielle Festveranstaltung geben, aber schon jetzt will der Ortsverein auf sich aufmerksam machen. Das Familienfest am Sonntag dieser Woche wird Gelegenheit geben zum entspannten Feiern im Garten des Becher-Kulturhauses, es bietet aber auch Gelegenheit, den Ortsverband kennenzulernen.

Lange Tradition

Seit 1991 leistet er seinen Beitrag zur sozialen und kulturellen Betreuung von Senioren in der Gartenstadt. Seit 1994 ist Brigitte Kerl die Vorsitzendes des Ortsvereins. „Die Arbeiterwohlfahrt hat eine lange Tradition, auch in Falkensee“, sagt Brigitte Kerl.

1919 war die Arbeiterwohlfahrt von der SPD-Abgeordneten Marie Juchacz gegründet worden, wenig später drauf gab es in den Zwanziger Jahren in Falkensee eine Awo. „Die Mitglieder kümmerten sich um die Betreuung von Kindern armer Leute“, erzählt Brigitte Kerl und bedauert einmal mehr, dass es nur mündliche Überlieferungen aus dieser Zeit gibt.

Wiedergründung nach der Wende

Genauer ist das die Faktenlage der Wiedergründung des Falkenseer Ortsvereins nach der Wende. Damals kamen die Impulse aus Spandau. „Spandauer Awo-Leute kamen in den SPD-Ortsverband und der wurde dann aktiv“, erzählt Brigitte Kerl. Das Land war damals im Umbruch. Die Volkssolidarität, die sich zu DDR-Zeiten flächendeckend um ältere Mitmenschen kümmerte, verlor an Einfluss. Andere soziale Vereine und Angebote entstanden, die Awo war eine davon.

Sozial und kulturell

„Wir sind keine Sozialstation“, stellt Brigitte Kerl klar. Die Awo sieht ihre Aufgabe in Falkensee darin, Menschen zusammen zu bringen, ihnen soziale und kulturelle Kontakte zu vermitteln. „Das gelingt uns gut im Becher-Kulturhaus“, sagt die Vorsitzende. Hier hat der Verein seinen Sitz, die Stadt stellt die Nutzung des Hauses kostenfrei zur Verfügung, denn der Ortsverband mit seinen 78 Mitgliedern ist nicht reich.

Nachwuchs fehlt

Und er ist nicht jung, bestätigt die inzwischen 83-jährige Brigitte Kerl. Den Vorsitz würde sie gern abgeben, für die Vereinsarbeit aber weiter zur Verfügung stehen. Aber wie bei anderen Vereinen und Verbänden auch, fehlt der Nachwuchs. Beim Info-Café oder bei den geselligen Ausflügen bleiben die Generationen eher unter sich. Wobei die Ausflüge seit Jahren mehr als gefragt sind. Das war auch in diesem Jahr so, egal, ob es zu Potsdamer Schlössern oder sächsischen Weingütern geht.

Familienfest im Becher-Kulturhaus

Das Familienfest des Becher-Kulturhauses Falkensee wird am 16. Juni von 14 bis 18 Uhr im Garten der Anlage, Havelländer Weg 67, gefeiert.

Der Frauenchor unter Leitung von Beate Comish gestaltet den Auftakt des Festes. Die Cheerleader vom TSV treten auf. Für Kinder wird es eine Zaubershow geben, Kinderschminken mit Udo Bolinski und ein Hüpfburg.

Im Haus kann die aktuelle Ausstellung der Zeichengruppe des Hauses besucht werden. Gruppen des Kulturhauses stellen sich vor. An Ständen wird über die Arbeit der Awo und über Falkenseer Kultureinrichtungen informiert. DJ Otto moderiert und umrahmt das Programm.

Der Eintritt ist frei, für Essen und Trinken wird gesorgt.

„Wir sind Teil einer Familie“, sagt Brigitte Kerl, der Awo-Ortsverein gehört damit zu denen, die im Becher-Kulturhaus für Leben sorgen. Beim Familienfest am Sonntag sind sie dabei.

Von Marlies Schnaibel

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